Steuerfreibetrag UND Kindergeld?

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3 Antworten

Seit Anfang diesen Jahres wurde bei einem Elternteil nun der halbe Kinderfreibetrag für jedes Kind auf der Lohnsteuerkarte eingetragen. Dadurch hat derjenige ca. 30 Euro mehr netto monatlich

Wenn du die Monatsrechnung mal genauer betrachtest, wirst du feststellen, dass es sich bei den 30 € Ersparnis nicht um Lohnsteuer (die ist sicher unverändert) sondern nur um SolZ + Kirchensteuer handelt (es sei denn, es wurde auch die Steuerklasse bspw.von 1 auf 2 geändert).

Bei der Berechnung dieser 'Anhangsteuern' gibt es großzügigerweise immer beides - Kindergeld und die Freibeträge. Und nur deshalb wird die Kinderzahl "auf der Lohnsteuerkarte" vermerkt.

Bei der späteren Veranlagung im Finanzamt wird dann im Rahmen einer Günstigerprüfung automatisch noch ermittelt, ob bei der Einkommensteur (!) das Kindergeld oder der FB für dich positiver ausfällt. Du selber brauchst dich darum gar nicht kümmern oder irgendein Wahlrecht ausüben.

Muss der Elternteil mit dem eingetragenen Kinderfreibetrag nun mit einer Steuernachzahlung rechnen?

Eine von dir befürchtete Steuernachzahlung ist ausgeschlossen - die Änderung der Kinderzahl löst für sich allein nicht mal eine "Steuer-Erklärungspflicht" aus.

FAZIT: Keine Sorgen, alles im grünen Bereich

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Der Freibetrag wirkt sich zwar nicht auf die Steuer selbst aus, aber immerhin auf den Soli und die Kirchensteuer. Je nach Verdienst macht das ein paar Euro aus, 30 Euro ist aber schon recht viel.

Jedem Elternteil steht jeweils der halbe Freibetrag pro Kind zu, ob da viel dabei raus kommt, haengt halt vom Verdienst ab. Am Jahresende muss man nichts nachzahlen, wenn der Freibetrag zugestanden hat. Im Gegensatz dazu, wenn man den Freibetrag nicht monatlich eingetragen hat und am Jahresende seine Kinder angibt, dann bekommt man eine Nachzahlung.

Ich hole mir am Jahresende sogar den vollen Freibetrag fuer jedes Kind, da die Vaeter keinen Unterhalt zahlen. Das geht auch, aber bei mir macht das nicht viel aus, da ich nicht in der Kirche bin.

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Kommentar von petrapetra64
17.11.2015, 10:00

die Wahl, was besser ist, Kindergeld oder Freibetrag bezieht sich nur auf die Lohnsteuer selbst, aber nicht auf Kirchensteuer oder Soli. Da kann man den Freibetrug extra nutzen.

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Bei der Steuererkärung wird geprüft, ob der Kinderfreibetrag oder das Kindergeld günstiger ist (sog. Günstigerprüfung....).

also alles in Ordnung

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Kommentar von Rodnai
16.11.2015, 13:37

Ich frage mich nur, ob er bald eine Nachzahlung leisten muss, weil er ja quasi beides in Anspruch nahm. Er hat ja Kindergeld und Kinderfreibetrag bekommen.

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