Steuerfrage Verständniss

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3 Antworten

Vieles davon ist richtig, aber doch nicht so ganz. Lasst doch einmal die Kirchesteuer ganz weg, denn nicht jeden trifft die Kirchensteuerpflicht. Die Kapitalertragsteuer auf den die Freistellungsbescheinigung für Zinseinkünfte (Kapitaleinkünfte) übersteigenden Wert neben dem Solidaritätszuschlag ist einfach wie eine Einkommenssteuervorauszahlung und Vorauszahlung zum Solidaritätszuschlag zu behandeln. Nimmt man als Beispiel einen Arbeitnehmer ohne weitere Einkünfte außer denen aus Kapitalvermögen, dann müssen die Einkünfte daraus versteuert werden, sofer sie die Grenze von 410 EURO nicht übersteigen. Diesen Wert nennt man Härteausgleich. Alles was somit unter 410 EURO liegt, aber über dem Sparerfreibetrag, unterliegt dann nicht der Besteuerung. Wenn ihr das zu versteuernde Einkommen festgestellt habt, ergibt sich daraus die festzusetzende Einkommensteuer und der Solidaritätszuschlag. Bei der Kirchensteuer gibt es noch einen Freibetrag, der von der Einkommensteuerfestsezung abgezogen werden muss. Erst jetzt setzt ihr die jeweiligen Vorauszahlungen von den festzusetzenden Beträgen ab und ihr erhaltet das Gesamt-Steuer-Guthaben. Je nach Bundesland gelten im übrigen unterschiedliche Kirchensteuersätze (8% und 9%). Die Einkommensteuerberechnung gibt es übrigens gratis zum Download unter (www.elster.de). Hierbei handelt es sich um ein Steuerprogramm der Finanzverwaltung welches auch die Steuerberechnung beinhaltet (ab 2012).

Oder versteh ich das gerade komplett falsch?    

Hallo, ich denke mal, dein erster u. lezter Satz sind die einzig richtigen in deiner Fragestellung!

Also der Sparerfreibetrag beträgt aktuell 801 € pro Person, also z.B. für Singles! Falls du einen Freistellungsauftrag bei deiner Bank über den vollen Freibetrag von 801 € gestellt hast und deine Zinseinküfte sind höher, dann behält die Bank sofort 25% vom übersteigenden Zinsbetrag als Abgeltungssteuer ein und führt diesen Betrag ans Finanzamt ab, d.h. der Tinsabschlag erfogt sofort an der Quelle, wo er auch entsteht!

Angenommen, du gehörst nicht zu den Gutverdienern, also dein Durschnittssteuersatz liegt unterhalb von 25%, dann kannst du die zuviel einbehaltene Abschlagsteuer durch deine Einkommensteuererklärung rückerstatten lassen!

Beim Soli und bei der Kirchensteuer gibt es Freibeträge zu beachten, das kann nicht so pauschal abgegolten werden wie du es darstellst: Bei der Berechnung des zu versteuernden Einkommens werden Kinderfreibeträge berücksichtigt (auch bei Eltern, die Kindergeld bekommen)!

Gruß siola

mets00 05.12.2013, 14:36

Also bis auf mein letzter Abschnitt ist alles nur von meinen Schullernunterlagen abgeschrieben... Sprich es bezieht sich jetzt nich auf mich sondern nur reines Lernwissen. Angenommen ich habe 1000€ Zinseinnahmen und den Freistellungsauftrag von 801€ dann muss ich für 199€ die Abgeltungssteuer zahlen und das sind dann 25% vonn 199€ = 49,75€ und davon zahl ich dann noch 5,5%KiSt = 2,74€. Ist so richtig oder?

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siola55 05.12.2013, 14:57
@mets00
Angenommen ich habe 1000€ Zinseinnahmen und den Freistellungsauftrag von 801€ dann muss ich für 199€ die Abgeltungssteuer zahlen... 

Also du selbst mußt diese Abgeltungssteuer nicht bezahlen, sondern diese wir dir direkt von der Sparkasse einbehalten und ans Finanzamt abgeführt!

...und davon zahl ich dann noch 5,5%KiSt = 2,74€    

Dieser Satz ist leider wieder falsch! 5,5% wäre der Soli, aber da gibt es auch wieder Freibeträge zu beachten!

Die Kirchensteuer wird vom zu versteuernden Einkommen prozentual, je nach Ländersatz zwischen 8% bis 9% lt. www.nettoeinkommen.de/kirche.htm, berechnet incl. div. Freibeträge wie Kinderfreibetrag u.a.

Gruß siola

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Du hast angewendet:

"Im Falle einer Kirchensteuerpflicht ermäßigt sich die Kapitalertragssteuer um 25%."

Richtig wäre aber:

"Im Falle einer Kirchensteuerpflicht ermäßigt sich die Kapitalertragssteuer um 25% der auf die Kapitalerträge entfallenden Kirchensteuer. "

Du darfst die 25% nicht vom Grundbetrag abziehen, sondern nur von der Kirchensteuer, die du auf den Kapitalertrag zahlen musst. Die Kirchensteuer für Kapitalerträge wird also um 25 Prozent reduziert (wer immer sich das auch ausgedacht hat).

Gruß Giorgio

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