Steuerfachangestellte/r, ist das ein guter Beruf?

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7 Antworten

Ich mache die Tätigkeit nicht, sondern ich habe sie gemacht, bis ich die Steuerbevollmächtigtenprüfung gemacht habe (später dann Steuerberater vor 30 Jahren).

Ist ein sehr interessanter Beruf. man hat mit den unterschiedlichsten Betrieben zu tun, hat viel Einblicke und ein breites Spektrum an Tätigkeiten, von Buchhaltung, über Lohn- und Gehaltsbuchhaltung. 

Ausserdem, mit der Ausbildung kommt man, wenn man wirklich mal was anderes machen will, in jeder Branche mit Kusshand zu einer Spitzenanstellung.

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Kommentar von Y0DA1
17.02.2016, 13:39

Ausserdem, mit der Ausbildung kommt man, wenn man wirklich mal was anderes machen will, in jeder Branche mit Kusshand zu einer Spitzenanstellung.

Na die Realität ist dann doch nicht ganz so geblümt, wie du es schreibst. Sonst würden ja alle Steuerfachangestellten sofort den Job wechseln ;)

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Steuerfachangestellte machen nicht nur Lohnbuchhaltung.

Sie haben auch Finanzbuchhaltung zu erledigen und sollten nach der Ausbildung auch kleinere Abschlüsse und Steuererklärungen fertigen können.

Die Bezahlung richtet sich nach dem Arbeitsergebnis, also nach den abrechenbaren Leistungen.

Denn neben dem Gehalt muss der Steuerberater auch den Arbeitsplatz mit PC usw. finanzieren.

Und während der Ausbildung wirst Du merken, ob Du Dich im Ausbildungsbetrieb wohl fühlst, also mit dem Chef und den Mitarbeitern gut auskommst.

Über die Weiterbildungsmöglichkeiten wurde an anderer Stelle schon ausführlich geschrieben.

Und zum Thema "Ersatz des Menschen durch die Maschine":

Jede Maschine ist nur so gut wie der Mensch, der sie bedient.

Und nur mittelgroße bis große Unternehmen haben die personellen Voraussetzungen, eine eigene Buchhaltungsabteilung zu halten.

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ob sich die Sache lohnt muss wohl jeder für sich selber entscheiden, von finanziellen Aussichten und den ganz generellen Arbeitsaussichten nicht der schlechteste Beruf. Man braucht auf jeden Fall Spaß an Zahlen / am Rechnen, bzw. ein sehr gutes mathematisch Verständnis. Und du erwartest doch wohl nicht ernsthaft eine Antwort auf die Frage mit dem netten Arbeitgeber? In jeder Branche gibt es schlechtere und bessere Arbeitgeber. Ich habe Buchhaltung mal an der Uni gelernt und fands grauenhaft- habe aber eben auch gar kein Spaß an Mathe. Und wenn du googlen kannst sind Verdienst und Weiterbildungen leicht zu finden- als Stichwort für die naheliegenste Weiterbildung nenne ich mal Steuerfachwirt.

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Das ist ein toller Job. Aber sehr komplex, man muss sehr viel wissen, immer auf dem aktuellstem Stand sein. Zu den Meldefristen kanns auch extrem stressig sein.
Weiterbildungsmöglichkeiten: Steuerfachwirt, Bilanzbuchhalter, Steuerberater (alles nach entsprechender Berufserfahrung).

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Ein netter Arbeitgeber? Lohn nett?

Vollkommen falsche Vorstellungen vom Arbeitsleben. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind zwar keine Feinde, aber sie sehen sich täglich. Mehr als man die eigene Familie um sich hat.

Haben in der Zeit noch oft andere Interessen.

Wer mit Konflikten nicht umgehen kann, Interessenunterschieden usw. sollte dem Beruf ganz fern bleiben.

Wer nicht das Interesse für mindestens drei der vier Arbeitsbereiche mitbringt, wird die Zusammenhänge auch nicht verstehen. Auch dann was anderes Suchen.

Die Bereiche liegen

  • in der Buchhaltung/Grundaufzeichnungen/Belegwesen
  • Abschluss/Gewinnermittlung
  • Steuerdeklaration (Steuererklärungen)
  • Verwaltungsvorschriften/Formalien usw.

Ein fünfter Bereich ist wirtschaftliche Beratung. Ob die Steuerberater diesen nie bearbeiteten Bereich aus der Schublade ziehen - Ich glaube nicht.

Steuerfachgehilfen verdienen nicht nur im Vergleich zu anderen wenig. Stehen unter einem im Vergleich zu anderen Berufen starkem Stress. Unbezahlte Überstunden sind normal. Es gibt andere Büros, die sind aber selten.

Genug Gründe entweder das Steuerberaterexamen zu machen oder die Branche zu wechseln.

Aber: Wem die Materie Spaß macht, wird darin immer Arbeit finden. Auch ohne Branchen oder Berufswechsel.

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Kommentar von MikeRat
18.02.2016, 06:15

Unbezahlte Überstunden, wer sowas macht ist ein Idiot.

Wir reden nicht über ein paar Minuten, aber richtige komplette Stunden von 60 Minuten gehören bezahlt mit dem dazugehörigen Zuschlag! Wo kämen wir denn dahin? 5, 10 oder 20 Stunden im Monat mehr, da kann man ja gleich einen Nebenjob annehmen,
Wer hat denn 100 bis 300 Euro im Monat zu verschenken!

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Ich würds nicht machen, der Job ist gerade dabei komplett von Software automatisiert zu werden.

Jeder hat zuhause eine Steuersoftware, die Betriebe vewenden viel bessere Versionen um diese Aufgabe vollautomatisch durchzuführen.

Die meisten Steuerkanzleien sind in den letzen 10 Jahren daran zugrunde gegangen und zig tausende Stellen wurden über Nacht abgebaut.

Lohnbuchhaltung wird auch großteils durch Software erledigt.

Zusammengefasst ist es ein Bereich der sehr sehr anfällig für Automatisierung ist und daher als Erwerbstätigkeit keine Zukunft hat.

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Kommentar von Joergi666
17.02.2016, 12:19

da würde ich aber hinsichtlich der Arbeitsaussichten widersprechen. Nach wie vor sind unsere Steuergesetze so kompliziert / dämlich, dass die Nachfrage nach Steuerfachleuten immer noch groß ist. Ich kenne mehrere Leute in dem Arbeitsbereich und keiner beklagt sich über mangelnde Nachfrage. Mein Chef hat mir z.B. auch vorhin erst erzählt welche neuen steuerlichen Hürden (zu erbringende Nachweise) wir gerade bekommen haben und welchen Mehraufwand das für unser Steuerbüro bedeutet.

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Kommentar von MenschMitPlan
17.02.2016, 12:35

Du hast keine Ahnung! Klar wird mit Software gearbeitet, die Entscheidung, welche Zahl warum wo (und ob überhaupt) einzugeben ist, kann nicht automatisiert werden. Dazu sind die Steuergesetze zu komplex und veränderlich. Qualifizierte(!) Mitarbeiter werden da immer gesucht werden.

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Kommentar von wurzlsepp668
17.02.2016, 13:03

achso, weil Software da ist, brauchts kein Personal mehr .....

wer soll dann die Zahlen in die Software rein"klopfen"? macht das auch der Computer?

dummerweise sind die Zahl der Stellen, welche mit Lohn-/Finanz-Buchführung sowie mit Steuererklärungen zu tun haben, in den letzten Jahren GEWACHSEN.

widerspricht irgendwie komplett Deiner These, oder?

und Steuerberater haben keine Zukunft?

wurde vor mehr als 10 Jahren auch schon gesagt.

die Stellenanzeigen sagen da aber dummerweise auch ganz was anderes .... hier fehlt massiv an Personal, sowohl Steuerfachangestellte als auch Steuerberater .....

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Klingt nach geregelter Langeweile....

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Kommentar von wurzlsepp668
17.02.2016, 13:04

ich habe noch keine Buchhaltung erlebt, die Langweilig ist ......

auch Steuererklärungen sind selten langweilig ...

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