Steuerersparnis bei GdB 30?

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5 Antworten

Sofern die Schwerbehinderung zu einer "Einbuße der körperlichen Beweglichkeit" führt hat auch der GdB in Höhe von 30 eine steuerliche Relevanz.

Ist dies nicht der Fall, so gibt es keine Pauschale für Schwerbehinderung.

Am Besten Du prüfst den Bescheid vom Versorgungsamt, ob hier der genannte Satz ( Die Behinderung führt zur Einbuße der körperlichen Beweglichkeit) aufgeführt ist. Wenn ja, dann Einspruch beim Finanzamt einlegen.

Nanopixel 15.07.2016, 12:00

Wie bitte, ist das wirklich so? Ich habe keine Einbuße der körperlichen Beweglichkeit - allerdings verursacht der Grund meines GdB 30 erhebliche Kosten, die einzig von mir zu tragen sind.

Aber weil ich mich körperlich bewegen kann, bekomme ich keine Steuervergünstigung - verstehe ich das richtig??

Wenn das wirklich so wäre ist das wohl das allerletzte - was soll dann der ganze Mist mit GdB in meinem Fall?

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123dieanni 15.07.2016, 15:54
@Nanopixel

Leider ist das mit der Steuervergünstigung tatsächlich so.

Steuerlich nutzt der GdB dir somit nichts. Es gibt jedoch die Möglichkeit einen Gleichstellungsantrag bei der Arbeitsagentur ( glaube ich) zu stellen und somit eine Gleichstellung mit einem Schwerbehinderten bei Deinem Arbeitgeber zu erhalten. Wie das ganz genau funktioniert und welche Vorteile aus der Gleichstellung entstehen, kann ich Dir jedoch nicht genau sagen ( eventuell zusätzlicher Urlaub, Kündigungsschutz usw).

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tt290 15.07.2016, 16:16
@123dieanni

Völlig korrekt, wenn keine Einbuße der körperlichen Beweglichkeit vorliegt, gibt es auch keinen Behinderten-Pauschbetrag.

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PatrickLassan 16.07.2016, 17:47
@tt290


allerdings verursacht der Grund meines GdB 30 erhebliche Kosten, die einzig von mir zu tragen sind.

Und die du als außergwähnliche Belastungen (§ 33 Einkommensteuergesetz) geltend machen kannst. Lediglich der Pauschbetrag für Körperbehinderte steht dir nicht zu, nachzulesen übrigens in § 33b Einkommensteuergesetz.

https://www.gesetze-im-internet.de/estg/\_\_33b.html

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Nanopixel 19.07.2016, 10:32
@PatrickLassan

Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass spezielle Nahrungsmittel (auch wenn sie fünf mal teurer sind als die "normalen" Pendants) irgendwie von der Steuer abgesetzt werden können.

Lasse mich aber gern eines besseren belehren, wie das geht. =)

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Der Betrag sollte in den außergewöhnlichen Belastungen auftauchen ?

Schau mal in deinen Steuerbescheid ob das dort auftaucht bzw sehe in die Erläuterungen. Hier schreibt das Finanzmt wenn sie von deiner Erklärung abweichen. Ggf steht hier das sie dir den Betrag nicht gegeben haben weil ihnen der Nachweis fehlt ?

Ich meine der "Ausweis" gilt als eine Art Grundlagenbescheid und du kannst ihn auch nach Einspruchsfrist noch einsenden (sollte das Fehlen der Grund sein) und das Finanzamt würde es noch ändern müssen.

Apfelwerfer 15.07.2016, 10:59

Bei GdB von 30 gibt es noch keinen Ausweis, nur eine schriftliche Mitteilung.

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123Paluna 15.07.2016, 10:59

Einen Ausweis gibt es erst ab einem GdB von 50.

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zonkie 15.07.2016, 11:01
@123Paluna

oh ^^ ok danke :) wieder was gelernt. Dann aber die Mitteilung eben als Nachweis seitens des Finanzamts dienen und selben Effekt haben ?

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Das müsste im Steuerbescheid unter "ausergewöhnliche Belastungen" aufgeführt sein, nach den Sonderuasgaben.

Wenn das Finanzamt im Bescheid von der Erklärung abweicht, dann wird das meist auch in den "Erläuterungen zur Festsetzung" auf den letzten Seiten des Bescheides angegeben.

Veileicht kannst Du den Bescheid ja mal scannen und hier ( ohne Beträge ) posten.

Bei einem GdB von weniger als 50 gibt es zusätzliche Voraussetzungen.
Siehe dazu § 33b Abs. 2 EStG:

"Die Pauschbeträge erhalten

1.
behinderte Menschen, deren Grad der Behinderung auf mindestens 50 festgestellt ist;
2.
behinderte Menschen, deren Grad der Behinderung auf weniger als 50, aber mindestens auf 25 festgestellt ist, wenn
a)
dem
behinderten Menschen wegen seiner Behinderung nach gesetzlichen
Vorschriften Renten oder andere laufende Bezüge zustehen, und zwar auch
dann, wenn das Recht auf die Bezüge ruht oder der Anspruch auf die
Bezüge durch Zahlung eines Kapitals abgefunden worden ist, oder
b)
die
Behinderung zu einer dauernden Einbuße der körperlichen Beweglichkeit
geführt hat oder auf einer typischen Berufskrankheit beruht."

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