Steuererklärung:Tagespflegepauschale

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2 Antworten

Also, hier geht es wie gesagt um die Verpflegungsmehraufwendungen bzw. die entsprechenden Pauschalen.

Erstens, nein, dein Arbeitgeber muss die dir nicht auszahlen. Er kann diese auszahlen, muss dies aber nicht.

Such mal im Internet nach dem Begriff. weil diese Pauschale bekommt nicht jeder. Deine Aussage "wenn man am Tag über 8 Stunden arbeitet" ist falsch. Weil sonst würde die ja fast jeder Arbeitnehmer bekommen. Eine Voraussetzung ist, dass man sich "sich aus beruflichen Gründen außerhalb der eigenen Wohnung und außerhalb der regelmäßigen Arbeitsstätte aufhält."

Da stellt sich bei dir ja schon die Frage ob du diese Voraussetzung überhaupt erfüllst. Du bist ja lt. eigener Darstellung "6-7 stunden Tour gefahren, und im Anschluss 2-3 Stunden im Büro gearbeitet". Tour wäre ja auswärts, Büro wäre aber regelmäßige Arbeitsstätte. Also, keine 8 Stunden.

Die Sache mit den 1.000 Euro bzw. 8 km bzw. Verpflegungsmehraufwendungen ist relativ einfach.

Jeder Arbeitnehmer bekommt automatisch eine Werbungskostenpauschale von 1.000 Euro. Wenn du einzeln WK nachweisen willst, musst du also über 1.000 Euro kommen, sonst kannst du es gleich lassen.

Wenn du nun z.B. 220 Tage arbeitest, 8 km zur Arbeitsstätte fährst, dann hättest du WK von 220 Tage * 8 km * 0,30 Euro = 528 Euro.

Wären dies alle WK, wärst du ja unter der Pauschale von 1.000 Euro und du bräuchtest die Fahrtkosten nicht einzeln angeben, da es sich nicht lohnt. Würdest du aber z.B. den Verpflegungsmehraufwand bekommen, könnte es sein, dass es sich doch lohnen würde. Weil die WK aus den Fahrtkosten und die aus dem Verpflegungsmehraufwendungen werden ja zusammengerechnet. Wäre diese Zahl also höher als 1.000 Euro solltest du beides angeben.

serene26 03.02.2015, 17:41

Hallo,

erst einmal danke für deine ausführliche Antwort, also das Büro ist nicht meine regelmäßige Arbeitsstätte, eher die Tour... und da sind die Arbeitszeiten sehr variabel (Personalmangel, zu viele Pat. wegen Krankheitsfall etc.)

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Tagespflegepauschale kenne ich nicht, aber eine Verpflegungskostenpauschale.

Bei über 8 Stunden Abwesenheit könnte Dir Dein Arbeitgeber für den Tag 12,- Euro steuerfreie Verpflegungskostenpauschale zahlen.

Macht er das nicht, kannst Du für diese Tage einen entsprechenden Betrag bei der Einkommensteuer als Werbungskosten abziehen.

Da Du damit schon über die 1000 Euro Arbeitnehmerpauschbetrag kommst, gewinnen dann die Entfernungspauschlae für die 8 Kilometer an Bedeutung.

Beim Mobiltelefon sehe ich schwarz, aber versuche 1/2 der Grundgebühr abzuziehen.

serene26 01.02.2015, 19:43

ok dann meinte ich die Verpflegungskostenpauschale :-) Hm, das heißt eigentlich müsste mein Arbeitgeber für diese Pauschale aufkommen? Das macht er denk ich nicht...müsste ich mal fragen.

Was meinst du mit 1000 euro Arbeitnehmerpauschbetrag? das sagt mir jetzt nichts...und warum spielen die 8 km dann eine Rolle?

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wfwbinder 05.02.2015, 11:55
@serene26

Jeder Arbeitnehmer bekommt bei der Einkommensteuer einen Arbeitnehmerpauschbetrag von 1.000,- vom Gehalt abgezogen, der auch schon in die Lohnsteuertabelle enthalten ist.

Werbungskosten fallen erst ins Gewicht, wenn sie die 1.000,- übersteigen. ist man aber einmal drüber, bringt jede kleine Ausgabe schon etwas.

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wfwbinder 05.02.2015, 11:57
@serene26
Hm, das heißt eigentlich müsste mein Arbeitgeber für diese Pauschale aufkommen?

Er muss nicht, er darf und es wäre steuerfrei. Wenn er es nicht macht, dann kann man es eben abziehen.

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serene26 01.02.2015, 19:46

Auuhhh, jetzt habe ich auf den falschen Smiley geklickt, tut mir leid...

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mausespitz 02.02.2015, 07:34

ohne Probleme gehen 20% der gesamten Telefonkosten beim Finanzamt über den Tisch, wenn man nachweisen kann das das Telefon auch geschäftlich genutzt wird.

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