Steuererklaerungpflichtig oder nicht?

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6 Antworten

ein Kumpel von mir ist seit Oktober 2013 in Deutschland

Darf man so verstehen, dass er einen Wohnsitz in Deutschland hat.

Damit unbeschränkt einkommensteuerpflichtig.

Berater(Wirschafts) privat gearbeitet und Rechnungen geschrieben.

Es stellt sich die Frage, ob er schon damals, oder zumindest seit Anfang 2014 auch umsatzsteuerpflichtige Umsätze ausführt und nun auch Regelbesteuerer ist

Um das zu prüfen:

Wieviel Einnahmen von Oktober bis zum 31. 12. 2013?

Einnahmen-Ausgaben-Überschussrechnung erstellen.

Wieviel Einkünfte vorher in anderen Länddern? Es handelt sich um einen Fall der Zuzugbesteuerung.

Ohne Beratung kann das ein sehr teurer Fall für ihn werden.

Er wohnt seit 01.10.2013 in Deutschland, ist noch kein Bürger. Ich meinte damit, dass er weniger als 6 Monate in DE wohnt und ist deswegen nicht Einkommensteuerpflichtig.

In 2013 wurden 8000 euro Einnahmen erzielt, kein Umsatzsteuer wurde ausgewiesen. Ich glaube wegen freiberufliche Tätigkeit oder Kleinunternehmenregelung.

In anderen Ländern wurden keine einnahmen erzielt, hat vor kurzem Studium abgeschlossen.

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@PGeismar

Das mit den "183" gilt nicht bei Zuzug und Wegzugbesteuerung.

Er hat hier einen Wohnsitz, damit unbeschränkt steuerpflichtig.

(1) 1Natürliche Personen, die im Inland einen Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben, sind unbeschränkt einkommensteuerpflichtig.

Steht da was von 6 Monaten, 183 Tagen, oder Staatsangehörigkeit?

In 2013 wurden 8000 euro Einnahmen erzielt, kein Umsatzsteuer wurde ausgewiesen

Dann gehen wir mal davon aus, dass er mit den 8.000,- vorher nicht gerechnet hatte, sondern nur mit 4.350,-, oder weniger. dann ist er wenigstens in 2013 Kleinunternehmer.

Sein maßgeblicher Umsatz in 2013 ist= 8.000,- Euro in 3 Monaten, also in 12 Monaten = 32.000,-. Damit war er ab 01. 01. 2014 kein Kleinunternehmer mehr udn muss auf die 2014er Umsätze die Umsatzsteuer nachzahlen. Bei den Kunden, die selbst Unternehmer sind, kann er die Rechnungen ändern und sich die 19 % nachholen.

Er ist völlig blauäugig in die Selbständigkeit gestartet. Keinen Gründercoach genommen (wird subventioniert), keinen Steuerberater (die 100,- bis 200,- hätten sich locken mehrfach amortisiert).

Nur zur Information, mit 8.000,- Einnahmen, wird keine Einkommensteuer anfallen. Also da Entwarnung. Aber ich sehe ein Problem in 2014.

Er hat im Ausland studiert. arbeitet in Deutschland. OK, aber warum fragt er dann keinen, der sich auskennt, wenn er selbst von Beratung lebt?

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Einkommensteuererklärung -> Abgabepflicht, da Wohnsitz §8 AO in Deutschland und somit ungeschränkt EStpflichtig §1(1) EStG

http://www.gutefrage.net/tipp/wann-muss-ich-eine-steuererklaerung-abgeben

Grds. ist diese nach § 25 III S.1 EStG abzugeben, allerdings haben Arbeitnehmer über die einbehaltene Lohnsteuer bereits ihre "Abgabe" geleistet. . Sie müssen keine Einkommensteuererklärung abgeben (§46 II EStG), wenn •unbeschränkt einkommensteuerpflichtig (dies gilt auch für den evtl. auf der Lohnsteuerkarte vermerkten Ehepartner) und ** •nur Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit §19 EStG (Arbeitnehmer) bestehen und •Ihre anderen Einkünfte (auch die, die dem Progressionsvorbehalt §32b EStG unterliegen) unter 410 € (Härteausgleich §46 EStG) liegen. Dies wären u.a. Kapitaleinkünfte §20 EStG, sonstige Einkünfte §22 EStG wie z.B. Unterhaltszahlungen. und** •keine Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte eingetragen haben und •nur Lohnsteuerklasse I oder IV (ohne Faktor!) (d.h. nicht III oder V oder VI) •keine Zusammenveranlagung n. §26b EStG und •keine gemeinsame Aufteilung der Pauschbeträge §§33a, 33b EStG und •keine außerordntlichen Einkünfte §34 EStG (Vergütungen für mehrjährige Tätigkeiten, Entschädigungen §24 I EStG, Veräußerungsgewinne §§14 ff. etc.) und •kein Arbeitslohn aus früheren Dienstverhältnissen in die Lohnsteuerberechnung einbezogen wurde (für sonstigen Bezug) und •Ehe nicht durch Tod, Scheidung oder Aufhebung aufgelöst worden und •Steuerabzug vom Arbeitslohn vorgenommen worden ist

Damit muss eine Einkommensteuererklärung in diesem Fall abgegeben werden!**

Natürlich ist es Einkommensteuerpflichtig. wäre nicht schlecht, wenn er eine Erklärung abgibt, sonst schätzt das FA und die schätzen meist zu hoch.

Einkommenssteuer muss jeder zahlen.

Also als Freiberufler besteht kein Gewerbesteuererklaerungspflicht.

Das ist zwar richtig, aber er ist einkommensteuerpflichtig.

Er wohnt seit 01.10.2013 in Deutschland, ist noch kein Bürger. Ich meinte damit, dass er weniger als 6 Monate in DE wohnt und ist deswegen nicht Einkommensteuerpflichtig.

In 2013 wurden 8000 euro Einnahmen erzielt, kein Umsatzsteuer wurde ausgewiesen. Ich glaube wegen freiberufliche Tätigkeit oder Kleinunternehmenregelung. Ist das hier richtig?

In anderen Ländern wurden keine einnahmen erzielt, hat vor kurzem Studium abgeschlossen.

Soll er immer noch was an FA abgeben?

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@PGeismar

Er soll mal meine Antwort und vor allem den Kommentar auf Deine Rückfrage lesen.

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Wirtschaftsberater und er weiss nicht,ob er eine Einkommenssteuererklärung abgeben muss??? Die Frage nach der Kompetenz in seinem Beruf lasse ich dann mal offen. Einkommensteuerpflicht definitiv und ggf. Umsatzsteuerpflicht sofern er sich nicht befreien ließ.

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