Steuererklärung Pflicht Arbeitnehmer?

4 Antworten

In Deinem Fall besteht keine Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung; Du solltest aber Elster runterladen und die entsprechenden Eingaben machen und prüfen, ob nicht durch Werbungskosten (insbesondere durch die Fahrt zur Arbeit - mind. 1.000 € Gesamt-Werbungskosten) oder andere steuerlich relevante Abzüge eine Steuererstattung herauskommt, da ansonsten bei Steuerklasse 1 und ganzjähriger Beschäftigung die Steuer bereits in der korrekten Höhe abgeführt wurde.

Du könntest, im Falle einer Erstattungsmöglichkeit, sogar die letzten 4 Jahre rückwirkend abgeben.


Absatz Nr.3 ist für dich wichtig

§ 25 EStG
Veranlagungszeitraum, Steuererklärungspflicht

(1) Die Einkommensteuer wird nach Ablauf
des Kalenderjahres (Veranlagungszeitraum) nach dem Einkommen veranlagt,
das der Steuerpflichtige in diesem Veranlagungszeitraum bezogen hat,
soweit nicht nach § 43 Absatz 5 und § 46 eine Veranlagung unterbleibt.

(2) (weggefallen)

(3)  Die steuerpflichtige Person hat für den Veranlagungszeitraum eine eigenhändig unterschriebene Einkommensteuererklärung abzugeben.  Wählen Ehegatten die Zusammenveranlagung (§ 26b), haben sie eine gemeinsame Steuererklärung abzugeben, die von beiden eigenhändig zu unterschreiben ist.

(4)  Die
Erklärung nach Absatz 3 ist nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz
durch Datenfernübertragung zu übermitteln, wenn Einkünfte nach § 2 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 erzielt werden und es sich nicht um einen der Veranlagungsfälle gemäß § 46 Absatz 2 Nummer 2 bis 8 handelt.  Auf Antrag kann die Finanzbehörde zur Vermeidung unbilliger Härten auf eine Übermittlung durch Datenfernübertragung verzichten.

2013 hab ich sie gemacht. 

Bin ich jetzt für 2014 trotzdem verpflichtet sie bis 31.5 abzugeben oder gelten dann auch die 4 Jahre freiwillig? 

Absatz Nr 3 von der ersten Antwort verwirrt mich leider komplett 

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Die Steuererklärung ist für dich als Arbeitnehmer freiwillig. Wenn du jedoch wegen deiner Arbeit Anschaffungen hast (Arbeitsbekleidung - Computer -Benzin u.s.w.), kannst du dafür die Steuern zurückholen. Ist alles freiwillig, kein Zwang.

das wäre schön wenn das Finanzamt das so auch sehen würde.

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@LMAADF

Wenn die dich anschreiben hast Du eine Erklärung abzuliefern. In der Regel lassen die dich in Ruhe wenn sie sehen das bei dir eine Erstattung zu erwarten ist. Ändert sich was Gravierendes dann melden die sich schon sobald die Möglichkeit da ist Steuern nachzufordern.

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@ZuumZuum

Mich hat noch nie ein Finanzamt angeschrieben. Und ich bin schon seit 19 Jahren berufstätig. Die schreiben dich nur an, wenn irgendwas verdächtig erscheint (z.B. mehr als 10 Artikel pro Monat bei Ebay verkaufen).

Edit: Eben lese ich, dass du schon Geld zurückbekommen hast (vorher mal - 7000€) - Ja wenn du einmal die Erklärung gemacht hast, musst du sie immer machen. Wenn du sie aber noch nie gemacht hast, musst du sie auch nicht machen.

Diese Info fehlte übrigens oben in deiner Frage.

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@LMAADF

woher kommt nur das Märchen, einmal abgegeben, immer abgeben?

NIEMAND muss, nachdem er einmal eine Steuererklärung beim Finanzamt eingereicht hat, IMMER eine Erklärung abgeben.

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@wurzlsepp668

Mir stellt sich aber die Frage, warum er eine abgeben muss. Denn normalerweise ist das nicht üblich, außer die oben genannten "Verdachts"punkte bestehen.

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@LMAADF

@ LMAADF: "Ja wenn du einmal die Erklärung gemacht hast, musst du sie immer machen"

Das ist falsch - man muß nur eine Steuererklärung abgeben, wenn man in einem Jahr die Voraussetzungen zur Abgabepflicht erfüllt - selbst wenn man die Formulare zugeschickt bekommt (das machen sie oft) kann keine Zwangsveranlagung durchgeführt werden - auch nicht nach anderweitiger Aufforderung zur Abgabe einer Steuererklärung, da Arbeitnehmer nicht veranlagt werden dürfen, wenn keine der in § 46 EStG aufgeführten Tatbestände erfüllt sind - diese Vorschrift geht der Abgabepflicht vor. Man kann, wenn kein Tatbestand nach § 46 vorliegt, nur freiwillig eine Veranlagung durchführen lassen.

Selbst wenn man aus anderen Gründen (Verdacht, daß noch andere Einkünfte vorliegen würden) zur Abgabe aufgefordert werden würde, dürfte die Veranlagung nicht durchgeführt werden, wenn der Verdacht nicht zutrifft.

Das man nicht veranlagt werden darf, ist besonders im Hinblick auf eine Steuernachzahlung bei Arbeitnehmern ohne Abgabepflicht  von Bedeutung - dann kann man durch Einspruch die freiwillige Veranlagung wieder zurückziehen und braucht die Steuer nicht nachzahlen.

Eine Zwangsveranlagung wäre sogar hier dann ebenfalls nicht möglich.

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