Steuererklärung nicht abgegeben - Zwangsgeld Vollstreckungsankündigung - muss ich zahlen?

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Ja, man kann die Vollstreckung vermeiden, wenn man noch kurz davor einreicht. Das Finanzamt darf nach Eingang der Steuererklärung nicht mehr vollstrecken. Selbst wenn der Vollstreckungsbeamte an die Tür klopft und einen Kuckuck an die Stereoanlage kleben will, kann man ihn durch Übergabe der Steuererklärung stoppen.

Zwangsgeld sollte man nie bezahlen. Das Geld wäre unwiederbringlich verloren. Und es wäre lediglich teuer erkaufte Zeit. Das Finanzamt wird auch nach Zahlung des Zwangsgeldes weiter Druck machen und neues Zwangsgeld androhen oder die Steuer schätzen.

Vielen Dank noch einmal. Ich habe die Steuerklärung dann umgehend abgegeben und die Sache war dann auch vom Tisch.. Glück gehabt!

Rein aus Interesse.. Was wäre denn geschehen, wenn die Kontopfändung nun eingegangen wäre? Hätte man mit Einreichung der Steuererklärung die Pfändung aufheben können, also bevor der Betrag tatsächlich runter vom Konto ist? 

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Natürlich gilt § 335 AO. Mit Abgabe der Steuererklärung muss das Zwangsverfahren eingestellt werden.

Welches Bundesland verschickt Vollstreckungsankündigungen bei Zwangsgeldern? Auf meiner Vollstreckung wird innerhalb von  zehn Tage nach Fälligkeit gepfändet.

Also ich hatte solch eine Ankündigung bekommen.. Bundesland Hessen

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tja, leider verloren.

hättest Du die Erklärung innerhalb der gesetzten Frist eingereicht, wäre das Zwangsgeld wieder aufgehoben worden.

Somit wirst Du die Macht des Fiskus mit aller Härte kennenlernen.

zahl das Zwangsgeld, befor Dir das Finanzamt Dein Konto dichtmacht

So ein Unsinn. Man sollte das Zwangsgeld nicht bezahlen, sondern umgehend die Steuererklärung einreichen.

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Verlustvortrag - Steuererklärung, duales Studium

Hallo zusammen,

ich habe eine Frage bezüglich meines dualen Studiums (2011-2015).

In 2011 habe ich zeitgleich eine Ausbildung und ein Studium an einer privaten Hochschule angefangen. Ende 2013 beendete ich meine Ausbildung und arbeite nun Vollzeit. Letzte Jahr habe ich meine Steuererklärung für die Jahre 2011, 2012 und 2013 eingereicht. Meine Ausgaben für das private Studium beliefen sich auf 350 € im Monat. Im Jahr 2013 waren dies Kosten von 2.100 € (Juli - Dezember). Während meiner Ausbildung habe ich unter den Freibetrag von ~8.000 € verdient und hätte ja für dieses Jahr keine Lohnsteuer zahlen müssen. Der gleiche Sachverhalt war in 2012, wo ich 4.200 € für die Hochschule bezahlt habe und weniger als 8.000€ verdient habe. In 2013 reichte ich dann rückwirkend die Steuererklärung für die Jahre 2011 und 2012, sowie die Steuererklärung für 2013 ein. Ich erhielt zwar eine angemessene Summe zurück, es wurde jedoch trotzdem ein Betrag festgesetzt. Was ich mich bereits zu diesem Zeitpunkt fragte war, ob ich nicht, aufgrund dem Verdienst <8.000 € in 2011 und 2012, einen Verlustvortrag aus diesen Jahren aufbaue.

Ich stellte diese Frage einen Mitarbeiter des Finanzamtes und dieser gab mir folgende Antwort: Ein Verlustvortrag ergibt sich nur, wenn die Werbungskosten > dem Bruttoeinkommen sind. Dies war in keinem Jahr der Fall, somit ergebe sich kein Verlustvortrag und das festgesetze Einkommen ist in Ordnung.

Frage: Ich dachte immer, dass durch Einkommen < 8.000 € eine Zahlung von Lohnsteuer ausgesetzt wird. Falls das Einkommen 8.000 € übersteigt, werden die absetzungsfähigen Werbungskosten gegen gerechnet und die Lohnsteuer für das neu ermittelte Einkommen von der gezahlten Lohnsteuer abgezogen und die Differenz wieder zurück gezahlt. Wie kann ich dann keinen Verlustvortrag aus den Jahren 2011 und 2012 haben? Für das Jahr 2014 würde ich gerade mal die Häfte zurückbekommen und hatte Werbungskosten von über 8.000 € (Uni, Fahrten, Pauschalen etc.)

Falls der gute Herr (Was ich natürlich annehme aber die Erklärung mir nicht ganz plausibel erscheint) recht hat, reicht eine einfache Antwort (würde mich aber auch sehr über eine detailierte Antwort freuen).

Danke vorab für ihre Bemühungen und viele Grüße, Selyria21

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Vollstreckungsankündigung vom Finanzamt?

Hallo. Habe Probleme mit dem Finanzamt. Ich habe gestern eine Vollstreckungsankündigung bekommen. Ich soll ein Zwangsgeld bezahlen weil ich meine Steuererklärung wohl zu spät abgegeben habe. Meine Unterlagen habe ich letztes Jahr alle bei meinen Steuerberater im November abgegeben. Also dachte ich alles geht seinen gang. Als ich meine Steuerunterlagen die Woche beim Steuerberater abgeholt habe, waren mehrere schreiben mit bei die ich aber erst gesehen habe, als ich zuhause war. Eine Erinnerung zur Abgabe der Steuererklärung vom ende Januar diesen Jahres, sowie einer Aufforderung zur Abgabe der Steuererklärung vom Ende April und ein Bescheid über die Zwangsgeldfestsetzung von Mai. All diese Schreiben waren an meinen Steuerberater Adressiert. Ich habe kein einziges davon bekommen und habe erst im Mai telefonisch erfahren, dass das FA. ein Zwangsgeld androht. Am selben Tag habe ich mich auf den weg zu meinen Steuerberater gemacht und nochmal alle Unterlagen vorbei gebracht. Da wohl unterlagen abhanden gekommen sind. Muss ich trotzdem das Zwangsgeld zahlen obwohl ich bis Mai nichts davon erfahren habe, dass meine Steuererklärung immer noch nicht beim FA war ? Zumal das FA selbst mich nie angeschrieben hat, sodass ich hätte reagieren können.

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