Steuererklärung für Studienzeit (bis 2012) noch möglich/sinnvoll?

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3 Antworten

Steuererklärungen kannst du für 2012 und weiter zurück liegende Jahre aufgrund der eingesetzten Festsetzungsverjährung nicht mehr einreichen.

Möglich wäre für die betreffenden Jahre lediglich einen Antrag auf Feststellung eines verbleibenden Verlustvortrages zu stellen (das ist 7 Jahre rückwirkend möglich). Dafür benötigst du die selben Formulare wie bei der Einkommensteuererklärung - du musst nur oben auf dem Mantelbogen das entsprechende Feld für Verlustvortrag ankreuzen.

Allerdings kann nur ein Verlust festgestellt werden, wenn du negative Einkünfte hattest. Das bedeutet die Ausgaben haben die Einnahmen überstiegen.
Das ist der Fall, wenn du nicht steuerpflichtig neben deinem Studium gejobbt hast. Ein Minijob, der vom Arbeitgeber pauschal versteuert wurde, spielt bei  der Ermittlung des Einkommens keine Rolle und muss demnach in der Steuererklärung nicht angegeben werden.

Die Sache mit dem Verlustvortrag hat aber einen kleinen Haken. Die Möglichkeit der Bildung  eines Verlustvortrages hängt davon ab, ob es sich um eine Erstausbildung handelt oder nicht. Vom Gesetzgeber her, wären nur Kosten für eine Weiterbildung als Werbungskosten vortragsfähig. Kosten für das Erststudium stellen nur nicht vortragsfähige Sonderausgaben dar. Gegen  diese Rechtsauffassung ist aber derzeit ein Verfahren beim Bundesverfassungsgericht anhängig, was diese kippen könnte. Du könntest  also in dem Fall für deine Ausgaben einen Verlustvortrag beantragen, um von einem ggf. positiven Urteil zu profitieren.

Hallo,

die Frist für die freiwillige Steuererklärung für 2012 im letzten Jahr abgelaufen. Es gibt eine 4-Jahres-Frist und du bist für die Studienzeit eindeutig zu spät dran. 

Als Privatperson kannst Du Deine Steuererklärung bis zu 4 Jahre rückwirkend einreichen.
Mit dem kommenden Abgabetermin sind das die Jahre 2016, 2015, 2014 und 2013.

Da die Abgabefrist (31. Mai) noch nicht erreicht ist, kann theoretisch auch noch die Steuererklärung für 2012 abgegeben werden, ob die in der Praxis auch angenommen wird, kann ich nicht versprechen.

Frühere Steuererklärungen kannst Du nicht mehr einreichen (Versuchen schadet allerdings auch nicht).

Für die meisten Angaben gibt es Pauschale, ja, Du musst also nicht alle Daten 100%ig genau wissen.
Allgemein empfiehlt sich das Programm TAX (oder allgemein eine Software dafür). Diese erklärt verständlich, in Form eines Fragebogens, welche Daten benötigt werden.
In der Testversion kann man alle funktionen nutzen, die Erklärung nur nicht abschicken. Die 15€, die das Programm kostet, kann man übrigens ebenfalls von der Steuer absetzen lassen. :)

PatrickLassan 16.01.2017, 10:19

Die Frist für die Abgabe der Einkommensteuererklärung endete mit Ablauf des 31.12.2016. Mit dem Termin 3.15. hat das nichts zu tun.

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