Steuererklärung - Aufwendungen des Kindes durch Fahrten zu Vorstellungsgespräch

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3 Antworten

@EnnoBecker: und dann? Was passiert denn hier genau: Die Tochter gibt eine Steuererklärung ab, macht die Kosten als Werbungskosten geltend und weil sie keine Einnahmen hat, entsteht hier ein Verlust. Steuerlich reizvoll, weil man einen Verlust ---(Einnahmen=0,00 Euro abzüglich Werbungskosten mache eíne "negative Einkunft" und somit einen Verlust)--- mit in die Zukunft nehmen kann oder ein Jahr zurück tragen kann, was hier ohne Auswirkungen bliebe. Bleiben wir beim praktischen Beispiel: Die Tochter bekommt einen Ausbildungsplatz, hat ihre Einkünfte und kann nun den Verlust mit verrechnen. Hier fängt es an, uninteressant zu werden: Ausbildungsplätze sind selten im ersten Ausbildungsjahr so gut bezahlt, dass die Tochter überhaupt Steuern zahlen würde. Beispiel: Einnahmen: 6500 - 2000 Werbungskosten = 4500 Einkommen.... Aber: schon bei den 6500 zahlt sie keine Steuern und man bekommt ja nur die "bezahlten" Steuern/Kirchensteuern/Soli zurück. ---- Viel Arbeit für nichts...


In der eigenen Erklärung haben die Ausgaben auch nichts zu suchen, da mit dem Kindergeld/Kinderfreibetrag alles abgegolten ist!


Solche Kosten wären z.B. interessant, wenn die eigenen Einnahmen der Tochter insgesamt z.B. so hoch wären, dass man hier Kindergeld retten will....

EnnoBecker 03.06.2010, 07:22

Ich kenne die Tochter nicht und auch nicht die Höhe der künftigen Ausbildungsvergütung. Da hast du mir etwas voraus.

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EnnoBecker 03.06.2010, 09:44
@EnnoBecker

Und: Ich kenne auch nicht die übrigen Einkünfte, die die Tochter vielleicht hat. Ich halte es für ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt,den Antrag auf Verlustfeststellung nicht stellen zu wollen, weil es sein könnte, dass der spurlos im Schornstein verschwindet und keiner was davon hat.
 
Sowas ist keine Beratung

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Ihiazel 03.06.2010, 10:39
@EnnoBecker

Nein, da gehört schon eine genaue Abfrage dazu. Das sollte schon gewährleistet sein. Ich würde auch niemanden mit "ich glaube..." wieder nach Hause schicken. Hier ging es nur um den Inhalt: Schule beendet = keine steuerpflichtigen Einkünfte, Ausbildung ab Herbst. Da habe ich reine Erfahrungswerte zu Grunde gelegt und wenn dem nicht so ist, ist Testwinner bestimmt in der Lage, den anderen Sachverhalt zu erkennen...

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EnnoBecker 03.06.2010, 10:51
@Ihiazel

"Schule beendet = keine steuerpflichtigen Einkünfte"
 
So einfach? Dann darf ich dich auch gern mit Beispielen konfrontieren, in denen Kinder, die die Schule beendet haben und im nächsten Herbst eine Ausbildung beginnen, durchaus signifikante Einkünfte haben.
 
Aber wie schon mehrfach erwähnt: Ich kenne diese Familie nicht so gut wie du und daher im Übrigen auch nicht einschätzen, ob der Fragesteller deinen Ausführungen entnehmen könnte, dass es bei einem anderen Sachverhalt anders wäre und was da anders ist.

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Ich würde meinen, daß das mit dem Kinderfreibetrag abgegolten ist.....

Testwinner 02.06.2010, 20:05

Mag sein, aber ich weiss es nicht. Deshalb meine Frage.

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Ihiazel 03.06.2010, 06:47
@BEAFEE

da zwei von drei Bescheiden falsch sind, ist das ein guter Tipp ^^

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Natürlich, das sind Werbungskosten. Anzugeben in der Steuererklärung der Tochter. Aber hier haben wir das Problem des Drittaufwands:
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Die Tochter hat ja keinen eigenen Aufwand getragen und kann daher keinen geltend machen, Du hast zwar den Aufwand, aber nicht für deine eigene Einkunftserzielungsabsicht, daher auch nicht in der elterlichen EStE abziehbar.
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Die Lösung ist die Schenkung im Zusammenhang mit dem abgekürzten Zahlungsweg. Praktisch sieht das so aus, dass die Tochter die Aufwendungen als WK geltend macht. Auf eine eventuelle Nachfrage des FA muss argumentiert werden, dass der Tochter dieses Geld zweckbestimmt geschenkt wurde.

Ihiazel 03.06.2010, 06:46

Denkfehler! Zwingende Überlegung: was passiert denn mit dem Verlust, der ja erst mal steuerlich reizvoll ist.... Auswirkungen bedenken, die hier schließlich gegen Null laufen und das für viel Aufwand...

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EnnoBecker 03.06.2010, 07:21
@Ihiazel

Was eben so mit Verlusten passiert: Er wird vorgetragen ins Folgejahr und mindert dort das zvE.
 
Wo ist da der Denkfehler?

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Ihiazel 03.06.2010, 07:34
@EnnoBecker

sag ich ja: von der Sache her richtig! Aber: welcher AZUBI hat im ersten Jahr monatlich über 1.900 Brutto, um den Grundfreibetrag zu überschreiten... Vorausgesetzt die Ausbildung fängt im August an und vorher wurde kein steuerpflichiges Arbeitsentgeld verdient...

Somit verbleiben ja nur ein paar Monate für die Einnahmen und der Verlust läuft ins Leere...

Ansonsten arbeite auch ich generell sehr gerne mit Verlustvorträgen/Verlustrückträgen....

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EnnoBecker 03.06.2010, 09:46
@Ihiazel

"Vorausgesetzt ...vorher wurde kein steuerpflichiges Arbeitsentgeld verdient... "
 
Und keine anderen Einkünfte. Du scheinst die Familie recht gut zu kennen.

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EnnoBecker 03.06.2010, 10:49
@Ihiazel

Ich sag ja, du hast mir die Kenntnis der Familienverhältnisse voraus.

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