Steuererklärung als Student, auch rückwirkend?

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4 Antworten

Mir wurde gesagt dass ich als Student Kosten wie Semesterbeitrag, Rechner, Drucker etc. alles mit angeben kann

Habe die Info bekommen, dass es ja scheinbar egal ist ob ich Steuern zahle (durch Einkünfte), da ich ja auch Ausgaben habe und auf diese Steuern zahle... Selbst wenn erst nur irgendwann verrechnet wird wenn ich arbeite, kann ich das alles angeben.

Nein, dann ist es zu spät !

Du musst jetzt bereits für jedes Jahr einzeln eine Einkommensteuererklärung einreichen. Auf der ersten Seite des Mantelbogens kreuzt du statt Einkommensteuererklärung das Feld "Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags" an.

Wichtig, s.a. @kevin1905:
deine Studienkosten unbedingt in die ANLAGE N als berufliche Werbungskosten eintragen (nicht im Mantelbogen unter SONDERAUSGABEN > Aufwendungen für die eigene Berufsausbildung - bei elektr. Erklärung sind die Felder Lohn,Lohnsteuer usw. ggfls. mit Nullen zu füllen - die Minijobs sind abgegolten und brauchen in die Erklärung nicht mehr angegeben zu werden).

Das Finanzamt muss dies zunächst ablehnen - allerdings mit einem Vorläufigkeitsvermerk (Entscheidung des BVG wird abgewartet). Damit hast du aber alles getan, um deine Rechte zu wahren - und zwar unabhängig davon, wieviele Jahre das BVG jetzt für seine (m.E. schwierige) Entscheidung benötigt... 

https://www.lohnsteuer-kompakt.de/steuerwissen/steuererklaerung-fuer-studenten/

Über dieses Portal kannst du dir auch die Formulare ab 2011 ausdrucken.
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Per Go-Suche mit "Student Steuererklärung" findest du etliche Seiten mit verständlichen Infos, welche Kosten du als Student geltend machen kannst.

Kann mir da jemand genauere Infos geben?

Also für die Jahre 2011 und später ist noch keine Festsetzungsverjährung eingetreten.

Bei Minijobs, welche pauschal besteuert wurden gibt es nicht was hier steuerlich irgendwie anzusetzen wäre.

Die Kosten des Erststudiums sind laut aktueller Rechtslage Sonderausgaben und keine Werbungskosten. Da jedoch der BFH den § 9 Abs. 6 EStG für verfassungswidrig hält, würde ich sie dennoch als Werbungskosten angeben und die Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags beantragen. Dann abwarten wie das BVerfG entscheidet.

Also Lohnsteuerhilfeverein oder Steuerberater aufsuchen.

Für 2010 ist auch noch keine Festsetzungsverjährung eingetreten, die könnte man bis zum 31.12.2015 abgeben (solange keine Ablaufhemmung das ganze noch verlängert oder Steuerhinterziehung oder leichtfertige Verkürzung vorliegt, in diesen Fällen, dann noch länger).

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Hi Hamva. 

Guck dir mal zu dem Thema so ein Steuer-Online Tool an. Das hab ich gerade ausprobiert und ist super easy und schnell. Da kann man auch nichts falsch machen. 

https://studentensteuererklaerung.de 

Da findest du auch voll viele Infos und so. Die haben so nen Blog 

Frage:

Erststudium oder Aufbaustudium?

erststudium

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@Hamva

Dann hast du leider verloren. Eine Verlustfeststellung kommt nicht in Frage, da die Kosten für ein Erststudium nur als Sonderausgaben zählen und keine Werbungskosten darstellen.

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@MenschMitPlan

Dann hast du leider verloren.

Nicht zwingend, da der BFH davon ausgeht, dass dies gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz des Grundgesetzes verstößt, liegt der Fall beim BVerfG.

Daher auch das Erststudium als Werbungskosten angeben.

2 BvL 23/14

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