Steuererklärung 2012 in 2017?

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3 Antworten

und dort haben die gemeint, dass man seine Steuererklärung bis zu sieben Jahre rückwirkend abgeben kann.

Wenn die es so exakt geschrieben haben war es falsch.

  • Die Einkommensteuererklärung kann bei freiwilliger Veranlagung bis zu 4 Jahre rückwirkend abgegeben werden. Heißt für die Jahre bis einschließlich 2012 ist bereits Festsetzungsverjährung eingetreten. Diese dürfen nicht mehr bearbeitet werden.
  • 7 Jahre rückwirkend möglich ist die Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags. Ein Verlustvortrag entsteht aber nur wenn die Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben höher waren als die gegenübergesetzten Einnahmen. Dieser Verlust wird dann so lange vorgetragen bis er mit positiven Einkünften verrechnet werden kann (löst Abgabepflicht aus!).

Wenn du nur einen Verlust feststellen und vortragen lassen wolltest so wäre dies möglich, dann musst du aber das Kreuzchen im Mantelbogen an der richtigen Stelle setzen.

Benz65 14.07.2017, 09:32

Vielen Dank für Ihre hilfreiche Antwort. Ich verstehe nicht so ganz was Sie mit "Wenn du nur einen Verlust feststellen und vortragen lassen wolltest so wäre dies möglich, dann musst du aber das Kreuzchen im Mantelbogen an der richtigen Stelle setzen" meinen.

Gibt es dazu einen zusätzliche Anlage? Wenn ja welche Anlage ware das?

Viele Grüße

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kevin1905 14.07.2017, 12:25
@Benz65

Gibt es dazu einen zusätzliche Anlage? Wenn ja welche Anlage ware das?

Nein gibt es nicht. Auf dem Mantelbogen in den Zeilen 1 und 2, gibt es insgesamt 4 Felder die man ankreuzen kann.

  1. Einkommensteuererklärung und Antrag auf Festsetzung der Arbeitnehmersparzulage
  2. Erklärung zur Feststellung der Kirchensteuer auf Kapitalerträge und Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags.

Setzt du für 2012 das Kreuz bei "Einkommensteuererkärung" so kriegst du die Antwort zurück das Festsetzungsverjährung eingetreten ist und die Erklärung nicht bearbeitet werden darf.

Wenn du aber das Kreuz weiter unten machst bei Erklärung zur Feststellung der verbleibenden Verlustvortrags, so wird das Finanzamt prüfen ob deine Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben im jeweiligen Jahr höher waren als der Gesamtbetrag der Einkünfte.

Ist dies der Fall entsteht ein Verlust, dieser wird festgestellt und vorgetragen nach 2013, 2014 etc. bis er vollständig verrechnet werden kann.

Dies geht 7 Jahre lang, nicht nur 4.

¿Comprendes, amigo?

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Benz65 18.07.2017, 09:23
@kevin1905

Wenn ich das schreiben wiederrufen würde gäbe es da eine Möglichkeit, dass es als verlustvortrag umgeändert wird?

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kevin1905 18.07.2017, 14:34
@Benz65

Du gibst es ganz einfach nochmal ab mit dem Kreuzchen an der richtigen Stelle.

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Bei Antragsveranlagungen (wie in diesem Fall) sind es nur 4 Jahre.

Bei Pflichtveranlagungen 7 Jahre.

Laut meinem Steuerberater sind das nur 4 Jahre.

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