Steuererklärung (2011) rückwirkend korrigieren?

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2 Antworten

Nein, wenn die Vorläufigkeit sich nicht auf die Werbungskosten bezieht, kann man das nciht mehr ändern, der Bescheid ist Bestandskräftig.

Sind es einfach vergessene Belege, oder warum fehlten die Ausgaben in der Erklärung?

Die Änderungsvorschriften für Rechtskräftige Bescheide beschränken sich auf ganz wenige Fälle. Nachreichen von Ausgaben, die man vergessen hat, zählen nicht dazu.

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Kommentar von DaliKlick87
22.12.2015, 16:27

Danke für die Antwort!

Es handelt sich um folgenden Fall:
Bis September 2011 war ich als Arbeitnehmer beschäftigt. Ab September / Oktober als Student bis Anfang 2015. Nun habe ich gehört, dass ich Werbungskosten wie z.B. Fahrtkosten, Semesterbeiträge und Arbeitsutensilien (wie z.B. Computer) absetzen kann.

Zu dem Zeitpunkt wusste ich das nicht. Ohnehin habe ich die Erklärung über den Lohnsteuerhilfen abwickeln lassen damals. Die haben es anscheinend auch nicht berücksichtigt.

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die Vorläufigkeitsvermerke, welche das Finanzamt im Bescheid aufführt und die zur teilweisen Vorläufigkeit fürhen, gehen auf div. Prozesse vor den Finanzgerichten / BFH zurück, hier sind Urteile zu erwarten, die u.U. zu Gunsten der Steuerpflichtigen ausfallen, dann würden die Bescheide rückwirkend geändert.

Vergessene Werbungskosten (und um diese dürfte es hier gehen ....) sind von der Vorläufigkeit NICHT betroffen.

Hier greift auch keine andere Vorschrift aus der AO (insbes. § 173 AO neue Tatsachen). Die Tatsache der Werbungskosten ist zwar eigentlich neu, aber bei sorgfältigem Lesen der Anleitung bzw. der Anlage wäre zu erkennen gewesen, dass die Kosten ansetzbar sind. Somit scheidet die neue Tatsache aus, da bei § 173 AO auch Voraussetzung ist, dass den Steuerpflichtigen KEIN grobes Verschulden trifft. Und wer diese vergißt bzw. nicht weiß, dass die Kosten ansetzbar sind, den trifft ein grobes Verschulden (hierzu gibt es meines Wissens bereits einschlägige Urteile ...)

Der Bescheid 2011 ist somit Fort Knox-sicher bestandskräftig (bis auf die oben erwähnten vorläufige Festsetzung ...)

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Kommentar von DerSchopenhauer
22.12.2015, 14:26

Völlig richtig, wie auch der Beitrag von "wfwbinder"!!!

Es gäbe nur eine kleine Chance, wenn es sich um Werbungskosten handeln würde, die weder im Formular der Steuererklärung noch in der Anleitung ausdrücklich erwähnt werden.

Dann läge kein grobes Verschulden des Steuerpflichtigen vor, wenn er diese aus Unkenntnis nicht angegeben hat.

Das ist aber die sehr seltene Ausnahme...

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