Steuererklärung 2011 - Insolvenzgeld aus 2009

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3 Antworten

Deine 660 EUR sind aber Insolvenzgeld, ob dir das nun gefällt oder nicht. Die Rechtsgrundlage dafür ist § 183 Abs. 1 SGB III:

"Arbeitnehmer haben Anspruch auf Insolvenzgeld, wenn sie im Inland beschäftigt waren und bei ... Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen ihres Arbeitgebers ... für die vorausgehenden drei Monate des Arbeitsverhältnisses noch Ansprüche auf Arbeitsentgelt haben."

Genauso hast du den Sachverhalt doch beschrieben:

aber nur häppchenweise ausbezahlt und das auch nur nach hartnäckigem Nachfragen per eMail. Zu guter Letzt hatte ich noch einen Ausstand von rund 660 Euro (für mich viel Geld).

Wenn dir die rechtliche Folge nicht gefällt, dass die 660 EUR als Insolvenzgeld behandelt werden, hättest du nur 2 Möglichkeiten gehabt:

  • Du hättest sie entweder nicht annehmen dürfen oder

  • Du hättest die Insolvenz deines Arbeitgebers verhindern müssen.

Insolvenzgeld, das im Jahr 2011 an dich ausbezahlt wurde (Wertstellungsdatum auf deinem Konto) gehört als Einahme im Jahr 2011 bei Lohnersatzleistungen in deine Einkommensteuererklärung für das Jahr 2011.

Strenges einkommensteuerliches Zu- und Abflussprinzip.

Das "Insolvenzgeld lt. Nachweis der Agentur für Arbeit" gehört in die Zeile 26 der Anlage N. Diesen Nachweis auch der ESt-Erklärung beifügen

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