Steuer auf gekaufte Ware aus dem Ausland

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3 Antworten

Nimm' zum Zoll die "richtige" Rechnung mit. Da Du Unternehmer bist, ist es ja für Dich auch wichtig, daß Deine Buchhaltung - und somit auch die EUST - stimmt. Das mit der falschen Rechnung kennt der Zoll. Wenn Du offen mit denen sprichst, daß der Absender Dir einen vermeintlichen Gefallen damit tun wollte, ist das in Ordnung, Dir wird da nichts angehängt werden. Im Gegenteil: die Zöllner werden durch solch eine Offenheit sehr umgänglich.

Bis 1000 EUR kannst Du die Einfuhr-Anmeldung selbst durchführen. Über diesen Betrag hinaus benötigst Du einen Zolldeklaranten. Bei Fragen melde Dich gerne über www.zollservice.wordpress.com bei mir.

Nimm die echte Rechnung (mit Zahlungsbeleg) mit zum Zoll. Wenn Du so ehrlich bist, hast Du keine Probleme - die Zöllner kennen das eher andersherum.

Außerdem "sparst" Du nicht viel. Auf der Ware liegen wahrscheinlich nur ein paar % Zoll. Da macht es wenig aus, wenn die Rechnung niedriger ausfäält.

Die zu zahlende 19% Einfuhrumsatzsteuer bekommst Du vom Finanzamt über die Umsatzsteuervoranmeldung wieder. Da ist es egal, wie hoch die Rechnung ausfällt.

Wenn Du aber mit der zu niedrigen Rechnung beim Zoll auftauchst und es kommt heraus, bekommst Du ein Starfverfahren wegen (gewerbsmäßiger) Steuerhinterziehung an den Hals. Das kann richtig teuer werden.

Nimm die originale Rechnung mit. Das Paket wird beim Zoll geöffnet und mit der Rechnung abgeglichen. Wenn alles stimmt, zahlst Du bei einem Warenwert( incl. Versandkosten) von über 23 € die Einfuhrumsatzsteuer von 19%; bei einem Warenwert von über 150€ zusätzlich je nach Warentyp ( es gibt auch zollfreie Waren) Zoll.

Was passiert aber wenn meine original Rechnung mit der Rechnung am Paket nicht stimmt?

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@LaAnita

Dann siehst Du im schlimmsten Fall einem Steuerstrafverfahren entgegen. Wenn alles halbwegs im Rahmen bleibt, bezahlst Du nur eine Geldbuße.

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@EP2fan

Das ist aber ohne meines Wissens passiert...das kann doch nicht sein. Ist das den üblich, dass es manche Händler machen?

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@EP2fan

Was? Dann hat sich der Absender ganz offensichtlich verschrieben, sich geirrt. Der Empfänger, der dem Zoll freiwillig die Originalrechnung vorlegt, hat überhaupt nichts zu erwarten, er verhält sich 100% korrekt und verstößt gegen keinerlei Gesetze

Sie werden vielliecht zukünftig alles von diesem Absender genauer kontrollieren, damit ihnen keine Einfuhrumsatzsteuern durch die Lappen gehen. Das hat aber nichts mit dem Empfänger zu tun.

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@Fraganti

Fakt ist, der Zoll wird hellhörig werden. Laß Dich überraschen. Mir persönlich ist das was da abläuft nicht ganz geheuer.

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@EP2fan

Fakt ist, dass du ganz offensichtlich noch nie etwas selbst importiert und verzollt hast. Ich bin mir nicht mal sicher, ob du das Anliegen des Fragestellers überhaupt verstanden hast.

Es ist vollkommen irrelevant, was der Versender da drauf schreibt. Ob er zu wenig angibt oder es als Geschenk deklariert. Du bist für dessen Tun nicht verantwortlich. Problematisch wird nur die Auseinandersetzung mit der Transportversicherung, wenn Ware beschädigt wird/verloren geht für die du z.B. 500$ bezahlt hast, sie aber vom Verkäufer nur mit 20$ oder als "Geschenk, Wert 40$" auf den Transportpapieren angegeben war!

Für den Zoll zählt nur der Zahlungsbeleg und die Rechnung über den von dir real gezahlten Betrag für diese Ware. Das musst du ihnen bringen. Solange du ihnen die Originale (Ausdrucke/Kopien der Originale) vorlegst - so wie es der Fragesteller vor hat - hast du null Probleme, denn du hältst dich an alle Gesetze. Legst du ihnen gefotoshopten Mist vor um weniger zahlen zu müssen und die Angaben des Absenders zu treffen, ist es Steuerhinterziehung und Betrug.

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@Fraganti

Eben ganau das ist falsch. Ich habe schon mehr als genug selbst importiert. Nur: Meine Sachen wurden nicht vom Absender ohne mein Wissen falsch deklariert.

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