Stetiger Kampf zwischen Lebens- und Todestrieb?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Na ja, das Ganze ist denn doch schon etwas komplexer und zB ohne intime Kenntnisse der Treibtheorie nicht zu verstehen.

Man muss auch zwischen Freuds zur Diskussion gestellten Spekulationen (die er, mit Rückgriff auf eine entsprechende Idee von Sabina Spielrein auch als solche betont hat) und den Erweiterungen von Melanie Klein und dort Entwicklungen im Kleinianismus und dann auch bei Neokleinianern unterscheiden.

Wenn du dich wirklich mit Freuds Konzept des Todestriebes befassen möchtest, solltest du dich in die Trieblehre einarbeiten und dann den Aufsatz "Jenseits des Lustprinzips" durcharbeiten.

Es geht auch nicht um eine "brodelnde Masse" im Innern die nur zerstören will, sondern um Freuds Ringen, klinische Beobachtungen mit dem ökonomischen Prinzip erklären zu können, ohne es aufgeben zu müssen. Das Konzept steht Anätzen der Biologie zur Beschreibung regulativer Systeme recht nahe, wird zB immer wieder mit der Apoptose verglichen.

Aber vielleicht ist das ja auch wieder ein Beispiel, wie in der Psychologie mit der Psychoanalyse bzw. deren Darstellung umgegangen wird, so dass selbige in Konseqenz nachvollziehbarerweise dann entweder für krankes Zeug, völliger Unsinn oder platte, banale Küchenpsychologie bewertet wird bzw. werden muss.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Charonmond
27.11.2016, 16:38

naja es geht mir darum zu verstehen was damit gemeint ist der ganze andere Rest in meinen Buch hab ich ja auch leicht verstanden aber du drückst dich hier aus als würdest du hier die Stringtheorie beschreiben und selbst das könnte ich noch einfacher und verständlicher tun .

0

Freud hat das Postulat eine "Todes", "Zerstörungs-" oder oder "Aggressions-Triebes" erst relativ spät unter dem Eindruck des ersten Weltkrieges in seine Lehre aufgenommen unter dem Namen "Thanatos" (gr."Tod"). Heute wird er meistens Aggressionstrieb genannt. Ob es sich bei der Aggression tatsächlich um einen Trieb, vergleichbar mit dem libidinösen Trieb Eros, handelt, gilt unter den Psychoanalytikern nach wie vor als umstritten. Aber klar ist, dass es Aggressionen gibt und die Disposition der Menschen, auf bestimmte Situationen mit Aggression zu reagieren, und dann haben sie oft eine ähnliches, wenn auch teilweise umgekehrtes Erscheinungsbild wie die Libido. Ich empfehle dazu die Lektüre des Psychoanalytikers Rudolf Rattner. Menschen, die Aggressionen haben, müssen diese abreagieren, weil sie sonst in die Gefahr kommen, sie gegen sich selbst zu richten, und das kann bis zum Suizid gehen. Aber das heißt ja nicht, dass sie das Bedürfnis haben, Fliegen die Beine auszureißen oder Kinder zu quälen. Auch Aggressivität kann man ja kulturell verfeinern und in gesellschaftlich nützliches Handeln umsetzen. Eine nützliche Art und Weise war in meiner Jugend das Holzhacken. Ja, es hat mir große Lust bereitet und zusätzlich eine warme Stube. Auch militärische Erziehung ist in meinen Augen eine systematische Methode, Aggressivität zu erzeugen und sie dann in das jeweils gewünschte Handeln umzusetzen. Allerdings habe ich ernsthafte Zweifel am gesellschaftlichen Nutzen dieses Systems. In anderen Fällen ist es kaum zu unterscheiden, ob es nun meine Libido oder meine Aggressionen sind, die ich gerade sublimiere. Wenn ich z.B. gegen Krieg und Militär und für den Weltfrieden politisch kämpfe und mir das Lust bereitet - was sublimiere ich da gerade ? Meine Menschenliebe oder meinen Hass auf Krieg und Militär ? Beides? Und wenn es mein Aggressionstrieb ist, dann ist eben die Aggression, wie Rattner schriebt, Kraft zum Guten und Kraft zum Bösen. Möge Gott Vernunft ausschütten in Eimern !

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Charonmond
27.11.2016, 16:50

Nunja wenn mir böses wiederfährt und ich Hass bekomme dann tue ich in der regel mich nicht iwie abreagieren ich weiß auch ehrlich gesagt nicht wie das gehen soll . Mir würde dein Holzhacken nicht das gewünschte resultat bescheren .

Bei mir ist es so das sich iwann der Spuk legt, ich kenne das auch wenn man richtig Hass hat aber oftmals steht Hass mit Disziplin in Korelation aber wenn man dann auch keine Disziplin hat kann es sein das man sich schnell mal auf den A**** setzt oder iwas dummes macht dass stimmt schon .

Das äußert sich ja bei jedem anders der eine ritzt sich der andere greift zu Drogen .

Aber mir hilft meistens nur es auszusitzen oder mich weiter nach vorne zu puschen wenn ich die Disziplin habe . Aber Disziplin setzt wieder Motivation voraus .

0

Hi,

auf die schnelle :

Freud hat einen wichtigen Beitrag zur modernen Psychologie geleistet. Bei ihm habe ich jedoch immer im Hinterkopf das er selbst Depressiv war und ein ziemlich viel Kokain genommen hat und die chance besteht das einige seiner Ansichten dadurch mit geprägt wurden.

Liebe Grüße

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Charonmond
27.11.2016, 16:57

ja mit drogen lernt man psychologie erst richtig kennen . Psychosen, schizophrenie, phobien, Wahnvorstellungen um nur ein paar zu nennen die Liste ist elendig lang und voller eigenwürdigkeiten die die heutige psychologie nicht einmal kennt geschweige denn einen Namen dafür weiß .

0

Die Psychoanalyse darf man nicht wörtlich nehmen. Das ergibt dann nur überzogenes und unverständliches Kauderwelsch.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Charonmond
27.11.2016, 13:49

wenns nicht stimmt welchen sinn hatt es denn bzw welche Richtigkeit ? ich kann diese Triebe bei mir nicht erkennen .

0
Kommentar von Seanna
27.11.2016, 13:50

Ich sage nicht, das es nicht stimmt, sondern dass man das nicht WÖRTLICH nehmen darf.

0

Ich denke auch wenn man versucht andere Menschen zu studieren, studieren viele auch vermeidlich nur sich selbst bzw andere die sie verstehen können  die ihnen dann aber zwangsweise ähneln .

Was ich indem Buch gelesen habe verstehe ich einfach nicht 

Ich hatte nie mit Selbsthass zu kämpfen auch habe ich noch nie Zerstörungslust empfunden oder wollte anderen oder Tieren weh tun .

Ich bin durchaus glücklich und zufrieden wenn ich erreiche was ich erreichen will !!! Ich habe diese innere Taubheit einfach nicht ganz gleich welchen Stand oder welches Level ich in dieser Welt erreiche demgegenüber gleichgültig zu sein oder dann immernoch unzufrieden zu sein .

Wenn das alles stimmt gibts ja eig nur kaputte Leute und einige wenige bilden die glorreiche goldene Ausnahme .

Zu mindest wäre das auch eine Erklärung für die vielen Kriege die es bis jetzt gegeben hat ein Spiegelbild ihres völlig kaputten inneren .

Da möchte man am liebsten auf einen anderen Planeten wohnen weit weg und absolut unerreichbar für die " Mongos " dieser Welt .

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Charonmond
27.11.2016, 13:58

und die ganzen Tiere würde ich auch mitnehmen .

0

Was möchtest Du wissen?