Sternenhimmel fotografieren mit folgendem Objektiv?

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2 Antworten

Abraten bestimmt nicht. Das Ding ist eben, dass du bei 50mm keine so großen Ausschnitt hinbekommst wie mit beispielsweise 10 oder 18mm.

Dann ist Offenblende 2.8 auch nicht so gut, wie Offenblende 1.8. Es ist ja so, dass bei jeder vollen Blendenstufe die Lichtmenge, die auf den Sensor trifft, verdoppelt bzw. halbiert.

Somit: Probier es aus. Du wirst auch etwas auf dem Bild erkennen. Die Frage ist eben, wie lange du belichten kannst, ohne dass die Sterne keine Punkte mehr mehr sind sondern zu Strichen werden. Ich denke mal, dass bei 10 Sekunden Schluss ist.

Dann musst du schauen, wie hoch du mit der ISO an der Kamera gehen kannst. Fang mal mit ISO 3200 an und schaue, wie es bei 6400 aussieht. Evtl. rauscht das schon zu stark.

50mm sind ziemlich eng für den Zweck - wenn du keine Star Trails kriegen willst, musst du die Verschlusszeit auf nicht mehr als 7s einstellen. Im Prinzip kannst du das probieren: https://www.lonelyspeck.com/medium-format-astrophotography-with-panorama-stitching/ 

Ansonsten brauchst du ein Objektiv mit Brennweite unter 20mm für optimale Ergebnisse (an APS-C sind 14-15mm für mich am besten, aber manche bevorzugen sogar 10mm). Bei solchen Objektiven ist die Lichtstärke nicht so extrem wie bei den Normalbrennweiten, die meisten haben f/2.8. Eine Ausnahme ist das Sigma 14mm f/1.8 ART, das genau wegen der Lichtstärke und der Leistung bei offener Blende der Spezialist für Astro zur Zeit ist.

Wenn du Deep Sky fotografieren willst, brauchst du schon ein gutes Teleobjektiv und unbedingt eine Motorsteuerung für ausreichende Verschlusszeit.

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