Sterneköchinnen?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Der Beruf des Kochs hat sehr viel mit Ellenbogen zu tun, wenn man sich nach oben arbeiten will. Ebenso mit Einstecken und Austeilen. Das ist etwas, das 49% der Frauen nicht können und 49% der anderen nicht wollen.
Zudem muss man dazu zu einem sehr großen Teil auf sein Privat- und Sozialleben verzichten, man verliert Freunde, arbeitet 16 Stunden und mehr, muss morgens um 4 im Großmarkt sein um seine Zutaten einzukaufen und Abends bis spät in die Nacht in der Küche und nachdem dann alle Gäste um 24.00 Uhr nach Hause gehen wird noch die Küche aufgeräumt. Spätestens an dem Punkt sind die meisten Frauen einfach raus. Denen bedeutet ihr Sozialleben zu viel. Für die Karriere auf sowas zu verzichten ist eher etwas das Männer machen, Frauen ticken da eben einfach anders, die machen sowas nicht. Dementsprechend gibt es halt nur sehr wenige Ausnahmen die sich da trotzdem durch kämpfen.

Ich sehe das ansatzweise so ähnlich auch bei uns in der Fotografie, für die meisten weiblichen Azubis die wir in den letzten Jahren hatten war das zu viel, sie haben entweder die Ausbildung nach einigen Monaten geschmissen oder, wenn sie die Ausbildung zu Ende gemacht haben, sich dann anschliessend doch einem anderen Beruf zugewandt. Alle, die nach ihrer Ausbildung noch in der Fotografie weiter arbeiten sind ausnahmslos Männer!
Natürlich gibt es auch sehr viele Fotografinnen, wie es auch Köchinnen gibt. Nur der Weg nach oben, eben mehr zu leisten als die anderen, sich tiefer rein zu knien, Tag und nacht zu arbeiten um weiter zu kommen, was nötig ist um es ganz nach oben zu schaffen und dabei eben hart zu arbeiten, wenig zu schlafen, keine Freizeit zu haben, kein Privatleben, keine Zeit für Freunde und Familie, das ist etwas das Frauen meist nicht wollen (oder können) weshalb eben mehr Männer diesen Weg gehen und es deshalb auch mehr Männer git die es weit nach oben schaffen. Und der beruf des Kochs ist, was alle genannten Faktoren wie Zeit, die Härte der körperlichen Arbeit, die psychische Belastung, den rauen Ton in der Küche etc. angeht nochmal ein wenig härter als es die Fotografie ist und deshalb gibt es dort eben noch weniger Frauen, die es nach ganz oben schaffen

Es starten wesentlich weniger Frauen als Männer eine Ausbildung in der Küche. Der Beruf ist körperlich sehr anstrengend und gilt noch immer als traditioneller Männerberuf. Frauen die heute in einer Küche anfangen werden frühestens in 10 Jahren in die Sternkategorie aufgestiegen sein. Der Weg ist lang.

Dazu kommen die in der Gastronomie üblichen häufig als unattraktiv empfundenen Arbeitszeiten. Die meisten Gäste wollen in den Abendstunden essen. Frauen wollen bei ihren Arbeitszeiten häufiger auf die Wünsche ihrer Partner nehmen, da sind Arbeitszeiten in den Abendstunden und an den Wochenenden eher hinderlich.

Wer es in die Sterneliga geschafft hat, hat in der Regel viele Jahre mit langen Arbeitstagen, mehreren Standortwechseln und wenig Freizeit hinter sich. Sich ernsthaft um eine Familie zu kümmern ist dabei meist nicht drin. Diese Aufgabe wird aber immer noch überwiegend von Frauen übernommen. Da wird es schwer in sich zu etablieren.

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung

Es ist ein sehr harter Job, in den meisten Jobs herrscht ein extrem rauer bis sexistischer Ton. Das schreckt viele Frauen ab.... wenn man mal davon ausgeht, dass ein Mädchen mit 16 ihre Ausbildung in einer Küche beginnt, dann muss man in dem Alter schon ziemlich abgebrüht sein, um da nicht unterzugehen. Was Mädchen in dem Alter aber meist nicht sind. Das trifft natürlich auch auf Jungs zu, jedoch nicht im selben Maße.

Hinzu kommen schlechte Arbeitszeiten, die nicht unbedingt geeignet sind, eine Familie zu gründen.

57

Der Sohn meiner Freunde lernt Koch. Im ersten Jahr. Er ist wirklich kein Hochsensibelchen, aber er geht oft auf dem Zahnfleisch, weil es in der Küche so extrem stressig und auch unfreundlich ist. Da wird beleidigt und gebrüllt, was das Zeug hält. Er überlegt sich daher, den Beruf zu wechseln.

5
45

Und zusätzlich haben solche "Männerdomänen" generell die Tendenz, sich selbst als solche zu erhalten. Als Frau hat man es in einem solchen Umfeld doppelt schwer.

4

Was meint ihr zu Feminismus?

...zur Frage

Was ist ein Feminist/in?

...zur Frage

Ist der Mythos vom privilegierten Mann wahr?

Ich bin da anderer Meinung als die meisten heutigen Feministen. Meiner Meinung nach, gleichen sich in Industrieländern die Privilegien beider Geschlächter grob aus. Die meisten Männer haben Nachteile im Punkt Scheidung, kriegen bei gleicher Straftat höhere Strafen, etc. Auch der "Gender Pay Gap" (der Lohnunterschied) ist bewiesenermaßen so gut wie gar nicht vorhanden. Also entweder rede ich Müll. Was ist eure Meinung? Fühlt ihr euch Frauen wirklich so sehr benachteiligt?

...zur Frage

Warum haben Männer wie Jens Jessen Angst vor Frauen und Feminismus?

In meinen Augen ist das Ziel des Feminismus die Gleichstellung der gesellschaftlichen Geschlechter. Damit bringt er positive Veränderungen für Männer – Vaterschaftsurlaub ist etwas ganz normales, Männer die Gefühle oder auch mal Schwäche zeigen sind nix außergewöhnliches… Schließlich sind wir alle Menschen mit unterschiedlichsten Bedürfnissen. Und da sollte das Geschlecht nicht im Weg stehen. Warum also die Angst von Männern vor feministischen Frauen??

(Der Frage kam mir, nach dem ich den Beitrag „Der bedrohte Mann“ von Jens Jessen in der Zeit gelesen habe.)

...zur Frage

Was wollen Feministen erreichen?

Ich meine bloß...klar Gleichberechtigung ist gut,aber irgendwie kommt mir das manchmal teilweise eher albern vor. Ich mein bloß z.B. die Aufschrift auf Pullovern "Mädels an die Macht" oder "Who runs the world? -Girls" aber wenn da jetzt stünde "Kerle an die Macht" würden ja alle gleich rumheulen. Da wäre doch ein gerechtes Miteinander besser.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?