Sterne Massenunter- und Massenobergrenze?

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5 Antworten

Die Untergrenze wurde ja begründet. Wenn die Masse einer Gaswolke zu gering ist, reicht die Kompressionswärme nicht aus, um die Kernfusion zu starten.

Dann bildet sich entweder sowas wie unser Jupiter, oder ein Brauner Zwerg.
Der Unterschied liegt darin, dass in einem Jupiter außer dem Zerfall instabiler Isotope keine Kernreaktionen stattfinden.
In einem Braunen Zwerg reagiert aber das im Urknall gebildete Deuterium (und evtll. auch etwas Helium-3, Lithium oder Beryllium, das musstest du prüfen). Für einige Zeit leuchtet er also, aber sehr dunkel verglichen mit einem "echten" Stern, und recht kurz.

Die Obergrenze liegt m.W. nicht darin begründet, dass eine sehr massereiche Gaswolke sofort zu einem Schwarzen Loch zusammenstürzt.
Schwarze Löcher sind immer das letzte Stadium im Sternenleben.

Die genauen Gründe kenne ich nicht, und die Experten wohl noch nicht so genau. Zumindest wurde die Grenze in den letzten Jahren mehrfach nach oben verschoben.
Wahrscheinlich sind es komplizierte Vorgänge in der Gaswolke, die eine Höchstgrenze verursachen. Zumindest ist die einsetzende Kernfusion um so heftiger, je größer der sich bildende Stern ist. Wenn wenn sie gar zu heftig ist, wird ein großer Teil des Gases einfach weggeweht.

Ohnehin ist die Entstehung von Einzelsternen nicht der Regelfall. Häufiger bilden sich aus Gaswolken Doppel- oder Mehrfachsterne.
Genaueres kann ich nicht beitragen.

Also eine Massenobergrenze besteht, weil ein Stern ab einer gewissen Masse zu einem schwarzen Loch kollabiert.

Eine Untergrenze besteht, weil ein Stern keine Wasserstoff-Fusion betreiben kann, wenn er eine bestimmte Masse nicht erreicht. Solche Objekte werden als "Braune Zwerge" bezeichnet. Von der Zusammensetzung her eigentlich ein Stern, aber mit zu geringer Masse für den Start von Wasserstoff-Fusion, die aber nötig ist, bevor man ein Objekt als Stern bezeichnen kann.

damit in einer durch gravitation entstandenen gasmasse eine kernfusion in gang kommt, durch die erst ein stern "geboren" wird, braucht es eben eine bestimmte mindestmasse, in der sich gravitation und expansionsdruck der kernfusion die waage halten. vergleich unser jupiter : sonne, beide sind gasgebilde, nur der jupiter ist zu kein, um eine sonne zu werden.

ist die masse zu groß, wird eher ein schwarzes loch entstehen, da der gravitationsdruck größer sein wird als der druck der kernfusion.

kennst du stanley kubrick's "2001"?


Schwer das kurz zu erklären.

wenn ein Stern zu klein ist, "zündet" er nicht. der Jupiter ist so ein verhinderter Stern.

Wenn er zu groß ist, ist die Schwerkraft in ihm so groß, dass das Licht nicht mehr raus kommt. Dann ist es eins schwarzes Loch und kein Stern.

Also : Damit ein Stern entsteht ist eine gewisse Masse nötig, sonst wird es nichts. Ist die nicht vorhanden kommt kein Stern zustande, weil die nötigen Bedingungen zur "Zündung" nicht erreicht werden, weil die Gaswolke wieder auseinanderfällt statt sich - durch den Druck der Masse- zu verdichten und zu erhitzen und so einen Stern zu bilden.

Ist eine Gaswolke (daraus entstehen Sterne) zu schwer, also hat sie zu viel Masse, dann entsteht ebenfalls kein Stern, weil ab einer gewissen Masse eben ein schwarzes Loch entsteht (für die gibts im übrigen keine Grenzen).

Daher können Sterne - wie auch alles andere außer schwarzen Löchern- nur innerhalb einer bestimmten Größe existieren, weil alles andere zu einer Veränderung führt.

Soooo. Hoffe ich konnte helfen

LG Mimir

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