Stereoanlage 6Ω, Lautsprecher aber 4Ω?

5 Antworten

Hallo, es gibt im Bereich Beschallung 2 Weisheiten, die man zumindest mal gehört haben sollte. Ein Verstärker, auch wenn dessen Leistung geringer ist, als die angeschlossenen Lautsprecher, kann diese zerstören. Das passiert, wenn der Verstärker im höchsten Leistungsbereich arbeiten muss und dann keine sauberen Sinusschwingungen abgibt, sondern Sägezähne und Rechtecke. Beides sind Zeichen geringer Qualitäten des Verstärkers. Begünstigt wird der Effekt, wenn die Impedanzen der Lautsprecher zu niedrig sind. Physikalisch betrachtet bedeutet das  >> Widerstand Gering- Leistung hoch.

Umgekehrt ist auch nicht Ideal. Passt man jedoch die jeweilige Hörlautstärke den technischen Gegebenheiten an, kann beides funktionieren.

Bei der angefragten Kombination 6 Ohm und 4 Ohm kämen etwa 3 Ohm raus. Das stellt auf jeden Fall eine deutliche Herausforderung für den Verstärker dar. Nutzt man aber nur etwa 1/3 der Verstärkerleistung aus, dürfte das Kein Problem ergeben.

Überlastschutz in Verstärkern lässt sich meistens daran erkennen, wenn beim Einschalten des Verstärkers es ein paar Sekunden dauert, bis ein Ton wiedergegeben wird, weil zunächst die Arbeitsspannung der MOS Fet Endstufen erreicht werden muss. Sackt diese im Betrieb unter ein bestimmtes Level ab, weil Mehr Leistung verbraucht wird, als das Netzteil zur Verfügung stellen kann, schaltet ein Relais den Verstärker aus, bis die Spannung wieder angestiegen ist. Dieses Relais macht sich durch ein dezentes Klick bemerkbar. Fast alle höherwertigen Verstärker sind so ausgerüstet. Eine thermische Überwachung ist ebenfalls möglich.

Irgendwo war da noch die Frage nach guten Geräten.                                 Da spricht meine Erfahrung für den Heimbereich für Pioneer, Yamaha und Denon. Im Stagebereich müsste ich ein wenig recherchieren. Da gibt es aber auch Unterschiede ob für den Profibereich oder im Gelegenheitsbedarf beschallt werden muss.

Zu letzt noch ein kleiner Blick auf das non plus ultra der Verstärkertechnik.

Nichts für den "kleinen Geldbeutel" aber unglaublich gut. Röhrenverstärker: klanglich nicht zu übertreffen und unempfindlich dazu. Nachteil: Röhren altern etwas schneller als Halbleiter, sind aber nicht überlastbar. Sie arbeiten mit hohen Spannungen und wenig Ampere. Für die angeschlossenen Lautsprecher wird mit sog. Tonfrequenzübertragern die hohe Spannung gewissermaßen herunter transformiert. Die haben dann oft mehrere Abgriffe für die verschiedenen Impedanzen. Die Röhren sind etwas für Nostalgiker und Klangpuristen. Leider liegt der Stromverbrauch eher etwas höher, wegen der Röhrenheizungen.

Ich wünsche viele Stunden echten Hörgenusses.

Carsten1

Das darfst du nicht machen, weil bei Parallelschaltung die Impedanz (Ohmzahl) zu klein, und der Verstärker überlastet wird. Du könntest sie höchstens in Reihe schalten, was aber auf Kosten der erreichbaren Lautstärke geht.

wieviel watt rms haben die lautsprecher und der Verstärker?

es kann bei hohen pegeln zur Überlastung des Verstärkers kommen.

also solange du nicht permanent laut aufdrehst, passiert nicht.

wenn der verstärker eine Schutzschaltung hat geht er aus bevor was kaputt geht, ansonsten quittiert er irgendwann seinen dienst.

ps, die lautsprecher nicht parrallel schalten das wäre der Tod

Wie kann ich schauen ob der Verstärker eine Schutzschaltung hat?

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