Sterberate bei Psychologen?

...komplette Frage anzeigen

11 Antworten

Ich will weder Ja noch Nein sagen. Das kommt ganz auf die Person an, jeder Mensch ist da anders. So kommt es, dass viele Psychologie studieren, weil sie allgemein an dem Thema interessiert sind, und andere das studieren, weil sie selber unter seelischen Konflikten leiden und so Profit ziehen wollen, um mehr Selbsterkenntnis zu bekommen.

Aber letztendlich ist es statistisch gesehen so, dass Du unter jedem Berufszweig sowohl "psychisch Gesunde" als auch "psychisch Kranke" finden wirst. Der Vorteil eines Psychologen/Neurologen/Psychiaters/Psychotherapeuten ist, dass er im Falle eines seelischen Konflikts selbst schnell Hilfe sucht, weil er weiß, was ein seelischer Konflikt (oder eine seelische/psychische Krankheit) für ihn und andere bedeutet, oder er benutzt sein Wissen, um sich selbst zu helfen (mittelst Eigentherapie zum Beispiel).

Also: Die Beschäftigung mit Psychologie kann sowohl positiv als auch negativ auf einen auswirken, je nach Einstellung. Wer zum Beispiel depressiv und suizidal ist, der kann sich viel mit Psychologie (oder Depressionen, also psychiatrische oder psychosomatische Störungen/Krankheiten/Konflikte) auseinandersetzen und so entweder sich selbst einen positiven Weg aufbauen oder aber - wenn's nach hinten losgeht - in eine Falle rutschen.

Dass sich Psychologen öfters selbst umbringen, ist nichtssagend und sehr willkürlich von Deiner Freundin behauptet. Hat sie irgendwelche Statistiken/Beweise dafür? Obwohl eine kleine Portion Risiko bei all dem dabei ist, würde ich Dir nimmer davon abraten, Dich mit Psychologie auseinanderzusetzen. Mach's einfach, das ist ein sehr interessantes Fach. Ich selber leide unter psychischen Konflikten und habe mich viel damit beschäftigt. Manchmal habe ich es zu sehr übertrieben und bin so mal auf tiefstimmige Phasen gerutscht, aber insgesamt hat es mir geholfen, mehr über mich zu verstehen und die Dinge mit klareren Augen zu sehen! Und nun bin ich weit weniger depressiv als früher.

Ach, und noch etwas: Psychologen, Neurologen, Psychiater und Psychotherapeuten, also alle, die sich mit Problemen anderer auseinandersetzen, stehen unter regelmäßiger "Supervision", das heißt, sie werden regelmäßig von einem Team beobachtet. Das hat den Zweck, dass er sich mit dem Patienten befasst, ohne selbst anzufangen zu grübeln und so in ein Loch des Patienten zu fallen. Deswegen bleibt er immer in seiner Position und hilft dem Patienten von dort aus.

0

Es gab mal eine Studie die gezeigt hat, dass die Selbstmordrate bei Psychologen höher ist als in anderen Berufen, allerdings ist es immer abhängig davon wie man mit dem beruf umgeht. Man darf die Arbeit nicht mit nach Hause nehmen, klar leichter gesagt als getan. Deswegen sollte man ein gesundes Selbstbewusstsein und eine Starke Persönlichkeit haben, ansonsten kann man in dem Beruf untergehen, daher stammt auch die hohe selbstmordrate. Aber lass dich davon nicht verrückt machen ich will selbst auch Psychologie studieren! Insgesammt ein wirklich interressanter beruf wie ich finde.

Soweit ich weiß, ist die Suizidrate bei Juristen und BWLern höher als bei Psychologen. Evtl. liegt das aber auch daran, dass es mehr Juristen und BLer gibt (dazu habe ich keine Statistik zur Hand).

Bei Psychologen glaube ich noch nicht, bei Psychotherapeuten kann ich mir das eher vorstellen ;-) In jedem sozialen oder "Gesundheitsberuf" hört man viele Probleme, viel Schlimmes, erfährt viele Schicksale. Wie man sich dagegen abgrenzt, muss man lernen. Da gibt es normalerweise in der Ausbildung auch Hilfen. Belastend ist das schon, aber man muss eben damit umgehen. Aber erhöhte Selbstmordrate? Glaube ich nicht. Wenn es dich noch immer sehr interessiert, frag doch mal ein bis zwei Psychologen, wie sie damit umgehen. Lass dir nichts vermiesen!

Nicht, dass du sooo endest :-) Sorry, ich sehe gerade Frauentausch, das hatte Auswirkungen auf mein Gehirn!

0

Nein ganz gewiss nicht. Es ist ein hochinteressanter Beruf, der aber teilweise auch eine harte Schale verlangt. Wenn ich noch mal die Wahl zum Studieren hätte, würde ich mich auch dafür entscheiden.

davon habe ich noch nie was gehört und aus welchen Grund auch??Es gibt doch profesionelle.Distanz und dort wird doch eh nur gelabert und nicht alles ernst genommen,was die Pat.so von sich geben.

Über die Selbstmordrate weiß ich nichts.

Über die Sterberate schon - die liegt bei 100%.

Genau, kriegst ein DH von mir!

0

DH! Aber trotzdem ein kleines bisschen unrelevant.

0

Daraufhin meinte sie , dass Psychologen sich öfter selber umbringen.

Stimmt, sie verzweifeln an der Nutzlosigkeit ihrer "Therapien."

Das ist schlicht und ergreifend nicht wahr. Man muss sich halt auch drauf einlassen, sonst bringt es tatsächlich nichts-

0

Woher hat er das denn oder vermutet er es nur?

Wenn da ein Zusammenhang "statistisch auffällig" sein sollte, dann denke ich mir das so:

der Beruf an sich ist nicht die Ursache, das ist natürlich immer eine persönliche Problematik, die aus der Lebensgeschichte kommt und sowieso schon da war. Genau diese Problematik kann auch zu dem Berufswunsch führen, zu einer Art Sehnsucht, etwas zu verstehen oder etwas zu geben, was man für sich selbst gern hätte - aber dann ist es immer noch die Person und nicht ihr Beruf.

Es würde mich nicht wundern, wenn vergleichende Statistiken sich auf eher Student/innen der Psychologie beziehen und nicht auf Psycholog/innen.

0

http://www.gutefrage.net/frage/psycholog-ein-guter-beruf#answer25902561

Schau dir meine ausführliche Antwort an was zudem auch noch vom Fragensteller als hilfreichste Antwort ausgezeichnet wurde.

Vielleicht auch interessant für dich: h ttp://w ww.gutefrage.net/frage/haben-psychologen-es-generell-einfacher-im-leben

Und natürlich: h ttp://w ww.gutefrage.net/tipp/dank-im-voraus-und-nicht-danke-im-vorraus

Was möchtest Du wissen?