Sterben zu Hause

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Vielleicht suchst Du mal Kontakt zu einer Hospizbewegung.

Die sind kompetent, was Fragen zur Sterbebegleitung angeht, die helfen auch beim Verfassen einer Patientenverfügung.

So etwas ist besonders sinnvoll, wenn man eine lebens- oder leidensverlängernde Apparatemedizin vermeiden will.

Man braucht einen guten Hausarzt, der den Sterbenden begleitet. Meine Mutter war krebskrank und wollte nicht im Krankenhaus sterben,. Das haben wir bei ihr zu Haus gelöst. Die Hausärztin ist regelmäßig vorbeigekommen und hat nach ihr geguckt. Wir hatten einen Pflegedienst bei Pflegestufe drei, der sie täglich zweimal versorgt hat, gewaschen und so, und noch privat jemanden bezahlt und dann haben wir uns abgewechselt, meine Schwester, mein Sohn und ich. Es kam auch eine Frau von einer Sterbebegleitung, die auch mit ihr geredet hat.Sie hatte Morphiumpflaster und hatte keine Schmerzen. Sie hat dann irgendwann nichts mehr gegessen, dann nichts mehr getrunken, dann war nicht mehr ansprechbar und dann war sie tot. War für alle so o.k. So hatte sie es haben wollen. Sie hat nicht gelitten. Nachdem sie tot war, kam die Ärztin und hat den Totenschein ausgestellt.

Sterben ist keine Krankheit. Und wenn klar ist, dass ein Mensch im Sterben liegt, dann sollte er auch wirklich nur dann ins Krankenhaus verbracht werden, wenn man ihm nur dort starke Schmerzen und Qualen ersparen kann. Ansonsten gibt es keinen Grund für einen Krankenhausaufenthalt.

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