Sterben manche deutsche Vornamen langsam aus?

... komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Bei Jungen ist es anscheinend tatsächlich so, daß der Name keinesfalls deutsch klingen darf. Das ist zwar überwiegend in der Unterschicht so, aber auch bildungsnahe Eltern glauben, ihre Kinder möglichst exotisch benamen zu müssen.

Hierzu kann man übrigens eine ganz vergnügliche Betrachtung in dem Buch "Schantall tu ma die Omma winken" von Kau Twilfer nachlesen. Da wird der Kevinsmus / Chantalismus gehörig auf die Schippe genommen.

Bei Mädchennamen finden sich  aber immer noch "traditionelle" Namen wie Katharina, Sophie, Maria usw. Eine Bekannte von mir hat ihre kleine Tochter Ida genannt, und auch eine kleine Elisabeth findet sich in unserer Nachbarschaft

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Malavatica
20.08.2016, 14:08

Ich finde das total schade, die eigene Kultur so unter den Scheffel zu stellen. Ich beobachte das auch mit Sorge. Gut, dass es noch Ausnahmen gibt. Ida ist nicht schlecht und Elisabeth wirkt seriös und international.

0

Reine Modefrage. Namen kommen aus und wieder in Mode. Als ich geboren wurde wäre niemand auf die Idee gekommen sein Kind z.B. Oskar oder Emil zu nennen. Mittlerweile ist das wieder ganz geläufig. Und was damals üblich war ist heute ein No-go. Ich würde nicht einmal die völlig abstrusen mittelalterlichen Namensungetüme wie Kunibert und Arbogast wirklich totsagen. Warte mal 10 Jahre, wer weiß wie sich die Mode bis dahin entwickelt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Noch bin ich nicht tot und mein Name ist ganz klassisch deutsch.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Malavatica
29.08.2016, 12:21

Der war gut :)

0

Sie werden wohl irgendwann wieder kommen. Der Name meines Taufpaten (Fritz) war lange Zeit aus der Mode gekommen, inzwischen tauchen wieder mehr Jungen mit diesem Vornamen auf. Völlig aus der Mode gekommen ist wegen eines unseligen Österreichers AdoIf, obwohl es noch andere bekannte Männer mit diesen Namen gibt (und ich meine jetzt nicht unbedingt Eichmann).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Im Bildungsbürgertum sicherlich nicht. Da heißen die Kinder nach wie vor Karoline und Maximilian. Nur kriegen die eben weniger Kinder. In der Unterschicht hingegen scheint die Wahl des Namens für den ungeplanten Nachwuchs offenbar die einzige wirkliche Freiheit zu sein. Deswegen dort die Zoe-Cheyenne-Alayas für die Mädels und die Justins, Jeffersons und Kevins für die Jungs.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Manche kehren auch wieder; so hatten beispielsweise die fast hundert Jahre lang ungenutzten Wilhelme, die Friedriche (Fritz), die Emmas mittlerweile längst wieder Nachwuchs. Auch gibt es zeitlose Namen, die man kaum einer bestimmten Epoche zuordnen kann: Evelyn, Thomas ... Zugegeben: Klaus und Dieter, Frank oder Doris sind derzeit nicht die Renner; ihre Zeit kommt noch (wieder).

So vielleicht auch "Malavatica". :)


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Malavatica
20.08.2016, 14:04

Hoffentlich, sind schließlich ganz normale Namen. Ich hätte nie gedacht, dass Emma jemals beliebt sein könnte. Meine Eltern wollten mich so nennen. Glück gehabt, sie haben anders entschieden :)

1

Natürlich kommen Namen aus der Mode, es gibt schon seit mehreren Jahrhunderten keine "Kunigunden" oder "Jeronimus" mehr, bis auf wenigste Ausnahmen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Malavatica
20.08.2016, 13:57

Ja gut. In dem Fall verständlich. Aber Alexander zum Beispiel ist auch alt, aber scheinbar nicht in Gefahr :)

0
Kommentar von Autolover
20.08.2016, 13:59

Manche setzen sich durch, andere nicht. Beide Namen waren mal sehr häufig und beliebt. Namen wie Alexander, Sebastian etc sind so Klassiker, die immer wieder kommen. Sie werden auch immer wieder kommen. Aber die Namen aus der Generation unserer Großeltern/Eltern werden zum Teil sicherlich aus der Mode kommen. Vielleicht kommen sie aber eines Tages wieder

1

Was möchtest Du wissen?