Sterbehilfe mit Patientenverfügung?

...komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Kein Arzt wird einem Patienten die nötige Dosis übergeben. Weil er es nicht darf!

Was der Arzt jedoch darf, ist die Dosis immer höher ansetzen, um den Patienten schmerzfrei zu halten. Auch in dem Wissen, daß die nächste Gabe durchaus den Tod bedeutet.

In Fällen, in denen keine Heilung möglich ist, läuft es genau so.

Man kann in seiner Patientenverfügung verfügen, dass keine lebensverlängernden Maßnahmen ergriffen werden. Ebenso, dass auf eine Wiederbelebung verzichtet wird.

Meine Mutter hatte das verfügt. Somit wurde sie nach ihrem Sturz mit Hinrnblutungen als Folge, nicht intubiert, nicht künstlich beatmet. Auch wiederbelebende Maßnahmen hatte sie abgelehnt.

Sie wollte keine Schmerzen, kein Ängste, Hunger oder Durst leiden müssen. Die Ärzte haben dem entsprochen und das respektiert. Sie ist dann recht schnell verstorben.

Beihilfe zum Suizid mag kein  strafrechtliches Problem sein, für einen Arzt ist es jedoch ein standesrechtliches. Die Berufsordnung der Ärzte verbietet eine solche Handlung, und damit auch das Bereitstellen einer tödlichen Überdosis. Der Arzt spielt also mit seiner Approbation, wenn er sowas macht. Bezüglich Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz überlegen wir mal gar nicht, denn da kenne ich mich juristisch zu wenig aus.

Sei es wie es sei, gelingt es einem Menschen, erfolgreich Suizid zu begehen, greift in der Tat eine Patientenverfügung, in der Wiederbelebungsmaßnahmen abgelehnt werden. Man würde diesen Patienten nicht reanimieren dürfen. 

Sollte er aber noch nicht ganz tot sein, würde alles unternommen, um den Patienten zu retten. Bei einem Suizid unterstellt man ja immer erst einmal eine psychiatrische Erkrankung als Auslöser des Versuchs, rettet denjenigen und packt ihn in die Psychiatrie. Wegen des Verdachts auf eine psychische Erkrankung würde auch gegen den ausdrücklich geäußerten Willen des Patienten behandelt (da dieser ja wegen der psychischen Erkrankung als nichtig gewertet wird). 

Ich kann Menschen unter Umständen verstehen, wenn sie Suizid begehen wollen.  Patienten mit sehr schmerzhaften, entstellenden oder verkrüppelnden Erkrankungen sollten nicht unnütz daran gehindert werden, frei über das Ende ihres Lebens zu entscheiden. Eine Form organisierter assistierter Suizide, insbesondere durch Ärzte, lehne ich allerdings ab. Dann lieber das Netz der Palliativmedizin ausbauen. Was ich für unproblematisch halte ist, dass Ärzte auch mal nicht gegen den Willen des Patienten handeln und einfach den Dingen ihren Lauf lassen. Denn schließlich sollte es nicht rein um Erhalt des Lebens gehen, sondern darum, dass ein  Patient ein würdevoll und selbstbestimmtes Leben führen kann - inklusive dessen Beendigung. 

Nein, auch bei psychischer Erkrankung darf nicht gegen den Willen des Patienten gehandelt werden wenn seine Patientenverfügung einwandfrei nachweisbar in einem zuverlässigen Zustand verfasst wurde.

Diese ist dann nicht zu umgehen.

Was soll nur an organisierter Sterbehilfe schlecht sein? Stell dir vor es gibt sowas wie eine Caritas, da kannst du dich schnell schlau machen und dann ordentlich und schnell dein Leben beenden. Was ist schlecht daran?

Das Geschäft mit dem Tod ist nicht einmal moralisch verwerflich, man erfüllt Leuten ihre Wünsche und verdient dabei für die geleistete Hilfe. Bestattern wirft man doch auch nicht Amoralität vor, weil sie mit dem Tod Geschäfte machen.

0
@Evoluzzer213

wenn seine Patientenverfügung einwandfrei nachweisbar in einem zuverlässigen Zustand verfasst wurde

Das stimmt natürlich prinzipiell. Stell dir aber mal vor, du kommst als Arzt zu jemandem, der gerade in den fiesesten Zuckungen liegt, weil er sich selbst stranguliert hat. Da ist zwar ein Bekannter, der irgendwas von einer Patietenverfügung schreit, aber was tust du in diesem Moment? Riskierst du, die Patientenverfügung auf ihre Richtigkeit zu prüfen, während der Patient stirbt? Wenn die Verfügung nicht echt oder wirksam ist, dann ist der Patient tot und du der Doofe. Oder verhinderst du doch eher erstmal, dass der Patient erstickt und kümmerst dich dann um den Papierkram? Leider war das dann vielleicht auch nicht richtig, aber vielleicht doch das geringere Übel.

Das Problem bei psychisch kranken Suizidenten ist eben immer, dass sie in der Notfallsituation erst einmal schnell behandelt werden, da dieses nachweisbar wirksame eben nachweisbar sein muss, und das zu prüfen dauert ein wenig. Ist der Patient dem Arzt vielleicht persönlich bekannt, mag das etwas anderes sein.

Was soll nur an organisierter Sterbehilfe schlecht sein?

Das ist Gegenstand zahlloser Diskussionen. Die Rechtslage in Deutschland:

  • aktive Sterbehilfe ist verboten (Arzt spritzt Patient ein tödliches Mittel, egal ob auf Verlangen oder aus Eigenantrieb)
  • Passive Sterbehilfe ist erlaubt (Arzt verzichtet bewusst auf gebotene Maßnahmen)
  • Sterbehilfe durch Unterlassen (also Abschalten lebenserhaltende Maschinen bei ansonsten infauster Prognose) ist eine Zwischenform, da man ja aktiv die Maschinen abschalten muss, sie ist aber zulässig, da man letztlich den Patienten nicht tötet sondern nur nicht den Tod weiter hinauszögert.
  • Assistierter Suizid ist straffrei für dem Suizidenten nahesetehende Menschen (!), ein behandelnder Arzt würde sich eventuell strafrechtlich sehr aus dem Fenster lehnen, mal abgesehen vom in der Berufsordnung der Ärzte verankerten Standesrecht. Gewerblicher assistierter Suizid ist damit auch verboten.

So weit die Rechtslage. Dazu noch die ethischen Gesichtspunkte, z.B.

  • wäre Sterbehilfe erlaubt, besteht die Gefahr, dass sie auch ausgenutzt wird, z.B. durch Organisationen, die dann doch Geld mit der Unterbringung mitreisender Angehöriger machen oder so etwas. Deinen Vergleich mit dem Bestatter, den du weiter ben gemacht hast, finde ich unpassend. Ein Bestatter sorgt dafür, dass ein bereits toter Mensch würdevoll und nach geltendem Recht beigesetzt wird. Er tötet ihn nicht. Das ist was komplett anderes.
  • Alte oder pflegebedürftige Menschen könnten sich durch die Möglichkeit der Sterbehilfe gedrängt sehen, sich selbst zu töten, um den Angehörigen nicht zur Last zu fallen, obwohl sie eigentlich nicht so stark leiden.
  • Was ist, wenn man assistierten Suizid erlaubt, aber ein Suizid-Williger wegen Lähmungen oder ähnlichem nicht in der Lage ist, sich selbst zu töten? Nach dem Grundgesetz sind alle gleich, also hätte auch dieser Mensch ein Recht auf Suizid. Dann müsste das also erweitert werden und der Betroffene müsste doch von jemand anderem aktiv getötet werden. Und was kommt dann als nächstes? Plötzlich darf man entscheiden, Patienten im Wachkoma, die sich ja nicht mehr äußern können, zu töten, weil der Betreuer denkt, dass der Patient das bestimmt wollen würde.
  • Angehörige könnten wirtschaftliche Vorteile daraus ziehen, wenn ein kranker Patient zu Tode kommt (Erbschaft, etc.), Sterbehilfe ist da schnell mal ein verdeckter Mord
  • Viele Menschen, die einen Suizid versuchen und umfassend behandelt werden (schmerztherapeutisch und psychiatrisch) können hinterher meist nicht mehr nachvollziehen, was sie zu dem Suizidversuch getrieben hat. Viele assistierte Suizide würden also Menschen das Leben kosten, die das egentlich doch gar nicht wollen.
  • etc

Sicher gibt es auch Argumente für Sterbehilfe, aber wie ich finde weniger als dagegen, insbesondere da man mit zunehmender Stärkung der Palliativmedizin eine gute Alternative hat.

0
@DorktorNoth

Es eröffnet einen neuen Wirtschaftszweig. Schafft Arbeitsstellen und entlastet Krankenhäuser, Palliativmediziner und Ärzte, wenn es solche Organisationen gäbe.

Ich finde den Vergleich mit dem Bestatter wiederum sehr passend. Denn die Leute dieser Organisation ermöglichen den Suizid der Leute, sie würden im Regelfall nicht töten. Zusätzlich begleiten sie Angehörige und den Suizidenten durch den Prozess. Da auch die Unterbringung des Suizidenten inklusive naher Angehöriger Geld kostet, ist es völlig legitim, für eben jene Dienstleistung Geld zu verlangen.

Organisationen, die damit Geld verdienen, sind keine Gefahr sondern eine Bereicherung für die Gesellschaft und die Wirtschaft.

Natürlich können sich einige dazu gedrängt fühlen. Dies ist aber eine Angelegenheit, die sich in den allermeisten Fällen wohl in vorhergehenden psychiatrischen Sitzungen offenbart und dann verhindert werden kann, oder?

Schließlich soll das Wünsche erfüllen, und keinen Druck machen. Ich denke aber auch nicht, dass das allzu viel Druck auslösen wollen würde.

Der Suizid von behinderten Menschen, die nicht selbst dazu in der Lage sind, stellt wohl ein Problem dar. Allerdings ist es kein Problem, welches nicht durch ausreichend Papierkram beseitigt werden könnte, meiner Meinung nach.

Immerhin könnte eine etwaige Tötungshandlung auf Bitte des Patienten ausgeführt werden, solange eine Patientenverfügung einwandfrei und ausdrücklich diesen Wunsch beinhaltet, getötet zu werden, und die Nachprüfung der Verfügung keine Zweifel offen lässt. In diesem Falle müsste zwar das Strafgesetzbuch geändert werden, allerdings wäre dann auch hier eine Tötung auf Bitte des Patienten möglich.

Dabei schätzt der Betreuer ja nicht ab und übernimmt die Entscheidung für den Patienten. Es wird eine Entscheidung ausgeführt, die der Mensch ausdrücklich schriftlich geäußert hat. Damit wäre dies meiner Meinung nach auch möglich.

Dementsprechend ist eine Tötung ohne einwandfreie schriftliche Vorlage dieses Wunsches natürlich nicht möglich.

Um auf den letzten Punkt einzugehen, schlage ich wieder die vorher genannten psychiatrischen Sitzungen vor, in denen das Leben, das Motiv und der Wunsch des jeweiligen Patienten beleuchtet wird.

So eine Organisation wäre viel mehr, als ein reiner Verein zum Sterben. Man kann auch Psychotherapie verpflichtend voraussetzen (ähnlich wie das verpflichtende Aufklärungsgespräch für Abtreibung) und danach den letzten Schritt zum Tod anbieten, falls man dies immer noch wünscht.

Es gibt mehr Argumente für eine solche Sterbehilfe als dagegen.

Schon alleine der Punkt, dass es in Deutschland unmöglich ist, human abzutreten finde ich grässlich.

0
@Evoluzzer213

Das ist es keineswegs. Man muss nur wissen wie. Es gibt genügend Ansprechpartner in den diversen Palliativnetzwerken, Hospizvereinen und Krankenhäusern. Das Palliativssystem in Deutschland wird erst noch richtig große, aber es ist auf einem sehr guten Weg. Bei Krankheit in Würde sterben zu dürfen ist also gar nicht so schwierig. Schwieriger sieht es bei Leuten aus, die einfach nur lebensmüde sind, sonst aber völlig gesund. Aber mal ehrlich - die können auch von einer Autobahnbrücke springen, wenn sie unbedingt sterben wollen. Da braucht es nun wirklich keine Sterbehilfe für.

Fakt bleibt, dass bei einer Legalisierung der Sterbehilfe auch Schindluder betrieben werden würde. Es würde Missbrauch und Betrug geben. Garantiert. Insofern macht es eindeutig mehr Sinn (meine ethischen Überlegungen von oben führe ich nicht noch mal aus), die Palliativmedizin weiter zu stärken, um Menschen, die sterben werden menschenwürdig zu betreuen.

0

Also Sterbehilfe ist nur in bestimmten Ländern erlaubt

0

In deinem Fall von besorgen von tödlichen Dosen würde ein Arzt die Approbation in Deutschland kosten. Er dürfte per Patienten Verfügung dürfte keine Reanimation getätigt werden aber kein beifügen von Suizid

0

In DE ist es erlaubt den Patienten in die Nähe der Mittel zu bringen, geben und verabreichen ist Illegal, in Schweiz ist alles in dem Zusammenhang legal solang man ein Psychologisches Gutachten hat
Lg Andi

leider nicht in deutschland ist die aktive sterbehilfe verboten wenn der das machen würde würde er sich der fahlässigen tötung strafbar machen in der schweiz ist das erlaubt


Ich rede nicht von aktiver Sterbehilfe, die ist zu Recht verboten. Das ist kein Suizid mehr und damit Totschlag oder Mord auf Verlangen (der Straftatbestand macht keinen Sinn aber egal)

Ich rede von Suizidassistenz

0

beihilfe zum suizid ist verwerflich, denn:

Wenn die Menschen ihrer Naturanlage nach die Lust erstrebten, sie aber unmöglich erreichen kön-nen, dann wäre Vernichtung des Daseins und Erlösung durch das Nichtsein das einzig vernünftige Ziel. Und wenn man der Ansicht ist, daß der eigentliche Träger des Weltschmerzes Gott sei, so müßten die Menschen es sich zur Aufgabe machen, die Erlösung Gottes herbeizuführen.  

Durch den Selbstmord des einzelnen wird die Erreichung dieses Zieles nicht gefördert, sondern beeinträchtigt. Gott kann vernünftigerweise die Menschen nur geschaffen haben, damit sie durch ihr Handeln seine Erlösung herbeiführen. Sonst wäre die Schöpfung zwecklos. Und an außer-menschliche Zwecke denkt eine solche Weltansicht. Jeder muß in dem allgemeinen Erlösungswer-ke seine bestimmte Arbeit verrichten. Entzieht er sich derselben durch den Selbstmord, so muß die ihm zugedachte Arbeit von einem anderen verrichtet werden.

Dieser muß statt ihm die Daseinsqual ertragen.

Und da in jedem Wesen Gott steckt als der eigentliche Schmerzträger, so hat der Selbstmörder die Menge des Gottesschmerzes nicht im geringsten vermindert, vielmehr Gott die neue Schwierigkeit auferlegt, für ihn einen Ersatzmann zu schaffen.

(von Dr. R. Steiner aus der GA 004: Der Wert des Lebens XIII)

Man kann Menschen wohl kaum den Suizid mit einer Begründung auf Gott verbieten.

Das verstößt gegen das Grundgesetz.

Außerdem hätte Gott doch den Menschen mit der Fähigkeit erschaffen, selbst zu denken und zu entscheiden.

Wenn ein Mensch durch die ihm von Gott gegebene Fähigkeit zum Entschluss kommt, dass der Suizid die beste Entscheidung für ihn sei, wieso sollte diese Entscheidung dann nicht von Gott gewollt sein?

Und wieso schafft sich Gott nicht selbst Erlösung? Er wäre doch am ehesten dazu in der Lage oder muss er dazu erst auf die Erde kommen und einen Psychotherapeuten aufsuchen?

0
@Evoluzzer213

Wenn die Menschen ihrer Naturanlage nach die Lust erstrebten, sie aber unmöglich erreichen können, dann wäre Vernichtung des Daseins und Erlösung durch das Nichtsein das einzig vernünftige Ziel. Und wenn man der Ansicht ist, daß der eigentliche Träger des Weltschmerzes Gott sei, so müßten die Menschen es sich zur Aufgabe machen, die Erlösung Gottes herbeizuführen.
Durch den Selbstmord des einzelnen wird die Erreichung dieses Zieles nicht gefördert, sondern beeinträchtigt. Gott kann vernünftigerweise die Menschen nur geschaffen haben, damit sie durch ihr Handeln seine Erlösung herbeiführen. Sonst wäre die Schöpfung zwecklos. Und an außer-menschliche Zwecke denkt eine solche Weltansicht. Jeder muß in dem allgemeinen Erlösungswer-ke seine bestimmte Arbeit verrichten. Entzieht er sich derselben durch den Selbstmord, so muß die ihm zugedachte Arbeit von einem anderen verrichtet werden.

Dieser muß statt ihm die Daseinsqual ertragen.

Und da in jedem Wesen Gott steckt als der eigentliche Schmerzträger, so hat der Selbstmörder die Menge des Gottesschmerzes nicht im geringsten vermindert, vielmehr Gott die neue Schwierigkeit auferlegt, für ihn einen Ersatzmann zu schaffen.

(von Dr. R. Steiner aus der GA 004: Der Wert des Lebens XIII)

-------------------------------------------------------------------------

oder sprengt dieser text die synopsenverbindungen deiner grauen zellen?

dann ist das auch in ordnung!

0

Die Ansichten einer antiken Märchenfigur bzw. deren Vertreter zu diesem Thema sind allerdings vollkommen irrelevant. Wenn ein Mensch die Entscheidung trifft sein Leben zu beenden, so ist dies sein gutes Recht denn es ist sein Leben und er allein hat darüber zu bestimmen.

 

0
@dadita

@dadida!

lerne, als schüler, sich mal andere gedankenketten anzueignen!

hier ist eine:

Wenn die Menschen ihrer Naturanlage nach die Lust erstrebten, sie aber unmöglich erreichen kön-nen, dann wäre Vernichtung des Daseins und Erlösung durch das Nichtsein das einzig vernünftige Ziel. Und wenn man der Ansicht ist, daß der eigentliche Träger des Weltschmerzes Gott sei, so müßten die Menschen es sich zur Aufgabe machen, die Erlösung Gottes herbeizuführen.
Durch den Selbstmord des einzelnen wird die Erreichung dieses Zieles nicht gefördert, sondern beeinträchtigt. Gott kann vernünftigerweise die Menschen nur geschaffen haben, damit sie durch ihr Handeln seine Erlösung herbeiführen. Sonst wäre die Schöpfung zwecklos. Und an außer-menschliche Zwecke denkt eine solche Weltansicht. Jeder muß in dem allgemeinen Erlösungswer-ke seine bestimmte Arbeit verrichten. Entzieht er sich derselben durch den Selbstmord, so muß die ihm zugedachte Arbeit von einem anderen verrichtet werden.

Dieser muß statt ihm die Daseinsqual ertragen.

Und da in jedem Wesen Gott steckt als der eigentliche Schmerzträger, so hat der Selbstmörder die Menge des Gottesschmerzes nicht im geringsten vermindert, vielmehr Gott die neue Schwierigkeit auferlegt, für ihn einen Ersatzmann zu schaffen.

(von Dr. R. Steiner aus der GA 004: Der Wert des Lebens XIII)

0
@nowka20

Wie oft willst du das eigentlich noch kopieren und reinklatschen, ohne dass es einen Sinn ergibt??

Ich habe auf diese Sichtweise schon geantwortet und habe den genau gleichen Text wieder erhalten, das macht keinen Sinn.

Abgesehen von meiner logischen Argumentationen kannst du Menschen nicht das Sterben verbieten und dich dabei auf Gott berufen.

Das kann man in Deutschland nicht, sowas wird vorm Bundesverfassungsgericht als nicht verfassungskonform abgelehnt!

0
@Evoluzzer213

@Evol!

du hast ja völlig recht in deinem bewußtsein, aber du scheinst nicht fähig zu sein, etwas neues lernen zu wollen

deshalb vergiß einfach meinen text

ciao

0

Kein Arzt wird dies tun.

Für soetwas gibt es spezielle Institutionen.

Ich glaube nicht, dass eine Arzt in Deutschland eine tödliche Dosis bereitstellen darf. Und Wiederbelebungsmaßnahmen kann man klar in eine PV verbieten.

Beihilfe zum Suizid ist nicht strafbar weil es sich um keinen Tatbestand nach dem Strafgesetzbuch handelt. Damit ist es legal.

Wenn der Arzt also Morphium verschreibt und aus "Versehen" die Spritze mit dem Morphium daneben in Patientenreichweite aufbewahrt, dann wäre dies erstmal nicht strafbar denke ich zumindest^^

0
@Evoluzzer213

Ich bin der Meinung, dass das aktive Sterbehilfe wäre, und die ist in Deutschland verboten. Aber weiß es nicht ganz genau.

0
@asdfjkll

Inwiefern dieses Verhalten das Standesrecht verletzt, ist mir vollkommen schleierhaft.

Welchen Sinn macht dann überhaupt die Legalität der Suizidassistenz, wenn ohnehin alles gegen das Betäubungsmittelgesetz verstößt?

Gibt es denn überhaupt Medikamente, die dafür bereit gestellt werden können?

Oder ist es die einzige legale Methode, den Kranken mitsamt Bett auf die Schienen zu rollen und ihm einen Knopf zu geben, der einen Zug losfahren lässt, der ihn dann in Stücke reißt?

Schönes Deutschland wenn nur solche Methoden zugelassen werden...

0
@Evoluzzer213

Ich habe dir meine Quelle genannt in welcher Hinsicht es das Standesrecht verletzt wage ich nicht zu beurteilen.

Es ist ein recht komplexes Thema bei dem sich meines Wissens nach unter anderem die Kirche quer stellt. Und auf ein einheitliches EU-Recht wird man noch länger warten können

0
@asdfjkll

Was die Kirche sagt, sollte eigentlich komplett egal sein für diese Menschen.

Ihnen christliche Werte aufzuzwingen, die ihren Todeswunsch unterbinden verstößt gegen mehrere Paragraphen des Grundgesetzes!

Aber da schaut ja jeder drüber weg, weils die blöde Kirche ist...

Ein richtiger Arzt erkennt, dass man manchmal einfach nur noch abtreten kann und sorgt für die Ermöglichung eines schnellen und humanen Todes.

Ein Danebenstehen und Zuschauen verstößt dabei nicht nur gegen das Standesrecht sondern auch gleich noch gegen den hippokratischen Eid...

0
@Evoluzzer213

Wenn ein Arzt erkennt, dass ein Tod nicht abwendbar ist, darf er auf Therapie verzichten. Das ist keine Sterbehilfe! Es ist nur Verzicht auf aussichtslose Therapie.

Einem Patienten, der abtreten will, es aber eigentlich noch nicht muss, Medikamente zu geben, auf dass er es selbst tun kann, das wäre Sterbehilfe und ist für Ärzte nicht zulässig.

Den hippokratischen Eid leistet seit Jahrzehnten kein Arzt mehr. Er wurde durch die Berufsordnung für Ärzte abgelöst. Übrigens ist im hippokratischen Eid Sterbehilfe verboten, egal ob aktiv oder passiv...

0
@DorktorNoth

Allerdings steht in diesem Eid auch, dass der Arzt bestmögliches tun muss, um dem Patienten zu helfen. Er muss leid mindern und heilen und soll nicht gegen den Willen handeln.

Armes Deutschland, dass sowas nicht geht. Damit werden Leute gezwungen, dahin zu siechen und einen qualvollen Tod zu sterben, wenn man ihnen ein humanes Abtreten verbietet...

0

Was möchtest Du wissen?