Sterbefälle bei Entbindungen

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5 Antworten

Nach der Geburt meiner Tochter, löste sich die Plazenta nicht, sie war anhaftend. Während der Spontan-Geburt und während der Schwangerschaft gabe es keinerlei Probleme oder Komplikationen. Der Arzt führte eine manuelle Lösung unter PDA durch, danach begann ich zu bluten. Es wurde versucht die Blutungen durch Nalador (Wehenmittel) und unter einem bestimmten Handgriff über den oberen Bauchbereich die Gebärmutter zur Kontraktion zu bewegen. Als ich mehr und mehr Blut verlor (zog sich über etwa 10 Std) und einen Erythrozyten-Wert bei 6 hatte, meinten die Ärzte, man könne noch mit der Bluttransfusion warten. Ich spürte, dass die Blutung nicht stoppte... Plötzlich ging alles sehr schnell, ich verlor einen Schwall Blut, das ganze Bett war rot mit Blut und Blutkoageln und ich sagte "Muss ich jetzt sterben?", danach war ich bewusstlos. Mir wurde unter Vollnarkose in einer Notoperation die Gebärmutterentfernt. Nach zwei Stunden im Aufwachraum und weitern Blut- und Plasmatransfusionen wurde festgestellt, dass ich innere Blutungen hatte, da eine Arterie, welche die Gebärmutter versorgt hatte, weiter in den Bauch Innenraum blutete. Eine weitere Notoperation, wobei es um Leben und Tod ging folgte! Wochen später war ich noch schwach, hatte Herz- und Lungenprobleme... Aber ich habe überlebt!

Nach der Geburt meiner Tochter, löste sich die Plazenta nicht, sie war anhaftend. Während der Spontan-Geburt und während der Schwangerschaft gabe es keinerlei Probleme oder Komplikationen. Der Arzt führte eine manuelle Lösung unter PDA durch, danach begann ich zu bluten. Es wurde versucht die Blutungen durch Nalador (Wehenmittel) und unter einem bestimmten Handgriff über den oberen Bauchbereich die Gebärmutter zur Kontraktion zu bewegen. Als ich mehr und mehr Blut verlor (zog sich über etwa 10 Std) und einen Erythrozyten-Wert bei 6 hatte, meinten die Ärzte, man könne noch mit der Bluttransfusion warten. Ich spürte, dass die Blutung nicht stoppte... Plötzlich ging alles sehr schnell, ich verlor einen Schwall Blut, das ganze Bett war rot mit Blut und Blutkoageln und ich sagte "Muss ich jetzt sterben?", danach war ich bewusstlos. Mir wurde unter Vollnarkose in einer Notoperation die Gebärmutterentfernt. Nach zwei Stunden im Aufwachraum und weitern Blut- und Plasmatransfusionen wurde festgestellt, dass ich innere Blutungen hatte, da eine Arterie, welche die Gebärmutter versorgt hatte, weiter in den Bauch Innenraum blutete. Eine weitere Notoperation, wobei es um Leben und Tod ging folgte! Wochen später war ich noch schwach, hatte Herz- und Lungenprobleme... Aber ich habe überlebt!

Es gibt viele Komplikationen während einer Geburt, die tödlich enden können. In Industrieländern mit guter medizinischer Versorgung kommt das glücklicherweise extrem selten vor. In Regionen ohne medizinische Versorgung sieht das ganz anders aus. 

Mögliche Ursachen sind z.B. unerkannte Vorerkranken (z.B. Herz-, Gefäßerkrankungen, Blutgerinnungsstörungen), unerkannte Erkrankungen in der Schwangerschaft (z.B. Gestose) und akut auftretende Komplikationen wie z.B. eine Fruchtwasserembolie. 

Vorbeugen kann man durch regelmässige Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft und durch eine gute medizinische Betreuung bei der Geburt. 

Da Vorerkrankungen und Erkrankungen während der Schwangerschaft in Industrieländern meistens rechtzeitig erkannt werden, kann medizinisch sinnvoll darauf reagiert werden, was dann vielleicht zu einer medikamentösen Behandlung, einem Kaiserschnitt, einer vorzeitigen Beendigung der Schwangerschaft durch Kaiserschnitt oder Einleitung oder anderen Interventionen führt, aber das Leben von Mutter und Kind retten kann. 

Auch akut auftretende Komplikationen sind nicht notwendigerweise tödlich, wenn gut geschultes medizinisches Personal und die passende Infrastruktur vorhanden sind. 

Alles in allem ist eine Geburt bei guter medizinischer Versorgung sicher nicht gefährlicher als das tägliche Autofahren. 

Bei einem Kaiserschnitt ist die Sterberate um das Doppelte erhöht; bei einer normalen Geburt kann man u.a. an Blutungen/zu hohem Blutverlust sterben; wenn sich nicht die ganze Plazenta z.B. löst können Entzündungen entstehen. Bei einem Kaiserschnitt kann es immer mal zu Komplikationen kommen (hatte aber noch keinen). Aber bei beiden Arten der Entbindung ist ein gewisses Risiko vorhanden - jedoch ist bei unserem heutigen medizinischen Standart das Risiko von Komplikationen als gering einzustufen. Vorbeugen kann man es nicht immer - nur durch Eisentabletten, wenn der Eisenwert im Blut zu gering ist (muß bei der Geburt 11 - 12 sein).  Wichtig ist, daß sich die Frau nicht zu sehr "reinsteigert" oder sich über alles und jenes Gedanken macht - je mehr man sich über Kleinigkeiten den Kopf zerbricht, desto eher passiert was. Je lockerer man in die Geburt geht - ist meine Erfahrung - desto unkomplizierter verläuft sie.

"Bei einem Kaiserschnitt ist die Sterberate um das Doppelte erhöht" - gegenüber welcher Zahl?? 

Nur in Industrieländern mit guter medizinischer Versorgung ist ein Kaiserschnitt wenig gefährlicher als eine natürliche Geburt, in anderen Ländern ist es andersherum. 

Lies mal den Report von amnesty international zur Müttersterblichkeit aus dem Jahr 2010, da wirds Dir schlecht. Da hilft es auch nicht, die Sache "locker anzugehen". Was für ein Quatsch. Damit sagst Du ja, dass zumindest ein Teil der Frauen, die Komplikationen erleiden, im Prinzip selbst schuld sind, denn sie hätten es ja lockerer angehen können. 

Schön, wenn Du unkomplizierte Geburten hattest - aber die Einstellung ist da bei weitem nicht alles. 

Und offensichtlich hast Du nicht den geringsten Schimmer, was für Komplikationen es alles geben kann bei einer natürlichen Geburt. Sei froh darüber, aber urteile doch bitte nicht über rauen, denen es anders geht. 

 

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@Eva1979DL

Im Übrigen sind viele Kaiserschnitte in Deutschland immer noch Notkaiserschnitte. Dass diese die Sterberate bei Kaiserschnitten erhöhen, liegt auf der Hand, denn dann gab es ja vorher schon Komplikationen. 

Wenn dann versucht wird, die Situation durch einen Kaiserschnitt zu retten, und das schief geht, liegt das in der Regel nicht am Kaiserschnitt selbst. 

 

Vergleichen kann man also nur geplante Kaiserschnitte und natürliche Geburten. Mir liegen da keine aktuellen Zahlen vor, Dir vielleicht? Würde mich interessieren. 

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@Eva1979DL

Ich mußte mich bei meinem jüngeren mit einem Kaiserschnitt aufgrund BEL auseinandersetzen. Mein Arzt hat zu mir gesagt, daß der Kaiserschnitt risikoreicher ist. Es handelt sich dabei immer noch um einen operativen Eingriff ! Eine natürliche Geburt ist eine natürliche Geburt !

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@Polo86

Und weil ein Vorgang "natürlich" ist, geht er seltener schief, oder was? Das ist nun wirklich Unsinn. Dann schau Dich doch mal um in der Natur. Lies mal den Report zur Mütersterblichkeit von amnesty international aus dem Jahr 2010. Ohne medizinische Betreuung stirbt in manchen Regionen dieser Erde jede 5. Frau an den Folgen von Schwangerschaften und Geburten! Alles natürliche Vorgänge. 

Natürliche Vorgänge gehen oft genug gut, um die Art zu erhalten. Meistens jedenfalls, denn schließlich sterben Arten auch aus. Das heißt aber nicht, dass nicht jede 5. Frau sterben kann, wenn man nicht etwas dagegen tut. 

Natürlich ist ein Kaiserschnitt ein Eingriff und hat Risiken. Aber eine natürliche Geburt auch! Das wird hier immer totgeschwiegen. 

Dass der Arzt sagt, ein Kaiserschnitt sei gefährlicher, ist nicht verwunderlich, denn in allen mir bekannten Statistiken zu diesem Thema wird nicht zwischen Notkaiserschnitt und geplantem Kaiserschnitt unterschieden. Das Problem daran habe ich ja bereits erklärt. 

Wenn Du andere Studien kennst, lasse ich mich gerne belehren, ansonsten muss ich leider sagen: Es bleibt dabei, sei doch froh, dass Du keine Ahnung hast, was bei "natürlichen" Geburten so alles passieren kann. 

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@Eva1979DL

dann wären wir alle schon ausgestorben, wenn man nur die Risiken sieht !

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@Polo86

Diese Aussage ist ziemlich unsinnig, da ich nie geschrieben habe, es gäbe "nur Risiken". Sie totzuschweigen ändert aber an der Realität nichts. Siehe meine Antwort auf die Frage. 

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heute stirbt fast niemand mehr an einer geburt, weil das kindbettfieber, dank moderner hygiene ausgerottet ist

Es gibt auch andere Komplikationen als das Kindbettfieber, die tödlich enden können. Heute stirbt IN INDUSTRIELÄNDERN fast niemand mehr an einer Geburt, in anderen Ländern sieht das anders aus. In manchen Regionen dieser Erde stirbt fast jede 5. Frau an den Folgen von Schwangerschaften und Geburten.  Quelle: Bericht zur Müttersterblichkeit von amnesty international aus dem Jahr 2010. 

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