Stellungnahme, Religion?!

4 Antworten

  • Ja, Tillich ist schwer verständlich und generell ist die Sprache von Theologen dem Normalbürger kaum zugänglich. Da wird sich in ellenlange Phrasen geflüchtet, anstatt auf den Punkt zu kommen. Sprachbeherrschung und rhetorische Kompetenz besteht eigentlich darin, auch komplexe Ideen so prägnant und präzise formulieren zu können, dass die Mehrheit sie versteht.
  • Konkret zu Deiner Frage: Tillich geht es primär darum, dass er behauptet, dass sehr viele Menschen eigentlich sehr religiös sind -- er misst das daran, dass sie sich für den Sinn des Lebens interessieren und tiefergehende Antworten wünschen (Zitat: "Religiös sein bedeutet, leidenschaftlich nach dem Sinn unseres Lebens zu fragen und für Antworten offen zu sein, auch wenn sie uns tief erschüttern."). Er meint aber, dass diese Mehrheit sich bei den modernen Religionen nicht zuhause fühlt, weil die Religionsgemeinschaften die Frage nach dem Sinn des Lebens nicht ins Zentrum rücken, sondern mit Symbolen, Ritualen, Organisationen, Vorschriften überfrachtet sind, die letztlich mit dem Sinn des Lebens und des Daseins nichts zu tun haben.

Vielleicht hilft dem ein oder anderen das (Lebensweg Paul Tillich):

Vortrag über Paul Tillich: Religion (Handout) 

Link: dokumente-online.com/vortrag-ueber-paul-tillich-religion-handout.html 

Kind taufen lassen, ja oder nein?

Hallo!

Zwischen meinem Mann und mir gibt es wirklich nie Meinungsverschiedenheiten. Außer bei dieser Sache. Er ist evangelisch, glaubt aber nicht an einen Gott oder ähnliches. Ich war katholisch, wurde gezwungen in die Kirche zu gehen und bei der Kommunion mitzumachen.

Einen Tag nach meinem 14 Geburtstag bin ich zum Standesamt gegangen und bin ausgetreten, sofort habe ich vom katholischen Religionsunterricht in der Schule zum Philosophieunterricht gewechselt. Ich glaube auch nicht an einen Gott.

Mein Mann und ich respektieren jedoch trotzdem den Glauben und die Religion anderer Menschen.

Unser Sohn ist inzwischen 3 und wir konnten und bis heute nicht einigen. Also haben wir beschlossen, hier nach anderen Meinungen zu fragen.

Er sagt: Wir sollten ihn evangelisch taufen lassen. Die meisten seiner Spielkameraden sind evangelisch und er könnte später in der Grundschule von einigen Kindern gehänselt werden, weil alle etwas haben, was er nicht hat. Selbst wenn er selbst wählen könnte, würde er evangelisch werden wollen. Zumal ihm andere Glaubensrichtungen bis zur weiterführenden Schule nicht erklärt werden.

Ich sage: Wir sollten ihn nicht taufen lassen, da er seine Religion selbst bestimmen soll. Wenn er dann in der Grundschule mit seinen Freunden in den Religionsunterricht möchte, wird das auch gehen wenn er nicht getauft ist. Wir sollten ihn einige Jahre später fragen, ob er glaubt dass es einen Gott gibt und wenn er mit ja antwortet fragen, ob er gern einer Religion beitreten möchte, die wir ihm dann vorher erklären.

Was sagt ihr?

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