Stellen die Medien Ereignisse richtig und neutral dar?

Das Ergebnis basiert auf 13 Abstimmungen

Nein 69%
Ja 31%

8 Antworten

In der Frage gibt es gleich zwei Missverständnisse: Es gibt nicht "die Medien" als monolithischen Block, man kann nicht alle in einen Topf werfen. Zwischen Qualitäts- und Boulevardjournalismus, politischem Journalismus, öffentlich rechtlichen und privaten Anstalten usw. gibt es ein sehr großes Spektrum.

Das zweite Missverständnis ist, dass "die Medien" neutral sein müssen. Das müssen sie nämlich absolut nicht. Guter Journalismus hat Dinge auf den Punkt zu bringen. Dabei sollte er bei der Wahrheit bleiben und sich an nachvollziehbare Quellen halten, aber "neutral" muss er dabei nicht sein. Ganz im Gegenteil, gute Journalisten beziehen ganz deutlich Stellung, wenn etwas schief läuft.

Nein

"richtig": ja, fast immer

"neutral": nein, jedenfalls nicht bei politischen Themen

Interessant, das du "richtig" und "neutral" in einen Topf wirfst.

Das wird in den selbsternannten Qualitätsmedien gerne gemacht. Es wird so getan, als würde ein Faktencheck automatisch Objektivität garantieren.

Man kann aber auch ohne Lügen (Fake News) prima manipulieren. Propaganda braucht keine Lügen.

"Experten vermuten, Putin will den Mond sprengen" ist zum Beispiel keine Lüge, aber auch nicht neutral;) Ein angeblicher "vermuteter Auftragsmord des Kreml" oder "mutmaßliche russische Hackerangriffe oder Wahlbeeinflussung, Trollfabriken" sind auch keine Lügen, sonden nur unbewiesene Verschwörungstheorien, also erlaubt im Qualitätsfernsehen;)

Ja

Hei, 21CenturyNow, nehmen wir mal an, du wärst Reporter eines bedeutenden Nachrichten-Mediums und würdest von der Redaktion zu einem x-beliebigen wichtigen Ereignis geschickt zwecks Berichterstattung. Welchen Sinn könntest du darin sehen, jetzt deinen Lesern davon vorsätzlich falsch zu berichten? Und so. Grüße!

P.S.: Es wäre die sichere Methode, dass du deinen Job loswirst und das betreffende Medium Auflage verliert. So blöd war nicht einmal die Illustrierte Stern.

"richtig" und "neutral" sind zwei völlig verschiedene Dinge.

Propaganda braucht keine Lügen, die Dinge, die gesagt werden sind also selten falsch aber trotzdem sehr manipulativ. (Weglassen, Gewichtung ständige Wiederholung von Vermutungen, Emotionen, Andeutungen usw.)

"Es wäre die sichere Methode, dass du deinen Job loswirst"

man riskiert eher den Job, wenn man was negatives über das transatlantische Bündnis oder was positives über die Russen schreibt. Vor allem bei Springer, wo diese Orientierung sogar im Arbeitsvertrag steht.

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schöne Vorstellung davon wie Journalismus heute aussieht und funktioniert hast du .. hat mir der Realität zwar nichts zu tun aber trotzdem schön

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@zehnvorzwei

Schon mal was von Blattlinie oder Tendenzschutzparagraphen gehört? Wenn nein, google hilft.
Das Wissen geben dir Journalisten selbst die aufgehört haben dort zu arbeiten du Genie .. und das unterscheidet sich grundlegend von deiner Vorstellung.
Mal davon abgesehen dass die Qualität der Artikel ebenfalls deiner Vorstellung widersprechen.

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Neutral definitiv nicht, das einzige Medium dem ich in Punkto Neutralität vertrauen würde, wäre die Bild.

Denen geht es nur um die Schlagzeile, da isses egal wer was getan hat oder wer man ist, Hauptsache durch den Dreck ziehen ^^

Ja

Richtig ja, aber neutral ist schwierig weil es immer verschiedene Blickwinkel gibt.

Aber der Sachverhalt als solcher schon.

Allerdings kann durch weglassen von dazugehörigen Daten etliches in Schieflage geraten

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