Steht mir bei eigener Kündigung eine Auszahlung der Überstunden zu?

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2 Antworten

Ist dir bewußt, dass du Anspruch auf den vollen Jahresurlaub hast, wenn du länger als 6 Monate beschäftigt warst und in der zweiten Jahreshälfte ausscheidest?

Wie mit Überstunden zu verfahren ist, sollte dein Arbeitsvertrag regeln. Was du an Urlaub und Überstunden vor Ende des Vertrages nicht mehr in Freizeit abbauen kannst, ist aber in jedem Fall auszuzahlen.

xeinefragenochx 21.08.2012, 17:16

das stimmt so nicht ganz. es ist das relevant , was im Arbeitsvertrag vereinbart wurde. Bei unseren Arbeitsverträgen mit Angestellten wird das unter einem extra Punkt zusammengefasst .

Was du an Urlaub und Überstunden vor Ende des Vertrages nicht mehr in Freizeit abbauen kannst, ist aber in jedem Fall auszuzahlen. auch hier gilt das , was vertraglich vereinbart wurde. :-))

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ralosaviv 21.08.2012, 17:21
@xeinefragenochx

Es ist richtig, dass ein übergesetzlicher freiwilliger Urlaub lt. vertraglicher Vereinbarung bei unterjährigem Ein- oder Austritt gezwölftelt werden darf. Der volle gesetzliche Mindesturlaub steht dem ArbN nach erfüllter Wartezeit und Ausscheiden nach dem 30.06. aber in jedem Fall zu. Das kann auch vertraglich nicht ausgeschlossen oder eingeschränkt werden.

Urlaub der nicht genommen werden kann ist schon gem. § 7 BUrlG auszuzahlen.

Eine andere Möglichkeit für das Verfahren mit Überstunden gibt es bei Austritt wohl auch kaum, wenn sie nicht mehr abgebaut werden können. Egal was im Vertrag steht.

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Hobbert 21.08.2012, 17:22

Nein,das war mir nicht bewusst. Bin Schon länger da. Danke für den Hinweis. Ist das denn immer so? In meinem Arbeisvertrag steht Folgendes: "Im Lauf des Beschäftigungsverhältnisses ensteht für jeden vollen Kalendermonat ein Anspruch auf 1/12 des Jahresurlaubs. Im Laufe des Jahres eintretende oder ausscheidende AN haben Anspruch auf so viele Zwölftel ihres Jahresurlaubs,wie sie in diesem Jahre volle Kalendermonate im Betrieb beschäftigt worden sind."

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ralosaviv 21.08.2012, 18:21
@Hobbert

Bei dieser vertraglichen Vereinbarung darf der ArbG zwar anteilig den Urlaub rechnen, den gesetzlichen Mindesturlaub aber nicht unterschreiten. D. h., das Minimum an Urlaub, dass dir zum Austrittstermin gewährt werden muss sind 24 Werktage (bei einer 6-Tage-Woche) bzw. 20 Arbeitstage (bei einer 5-Tage-Woche).

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Da hast du dir ja viel mühe gemacht , das alles auszurechnen .Leider kommt es nur darauf an , was ihr vertraglich vereinbart habt. Alles andere ist Auslegungssache. Ich würde bei Ausspruch der Kündigung gleich eine Art Vorschlag mit einreichen wie ihr da verbleibt. Die Kosten und Urlaubszeit würde ich nicht in zahlen präsentieren ,sondern gesprächstechnisch gut unterbringen . So wirkt es auf den Chef eher als ob du die tage zählst wie lange du noch aushalten müsstest. :-)) also etwas Cheffreundlich verpackt kommt es besser.

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