Steht mir Arbeitslosengeld in voller Höhe zu?

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6 Antworten

Bei ALG 1 darfst du einer Nebentätigkeit von unter 15 Stunden pro Woche nachgehen, bei Arbeitszeiten darüber giltst du nicht mehr als arbeitslos (und hättest keinen Anspruch auf Leistungen.

Ein Nebenverdienst bleibt bis zur Höhe von 165 € anrechnungsfrei, wenn dein Einkommen darüber liegt, wird der die 165 € überschreitende Betrag auf das ALG 1 angerechnet.

Eine Ausnahmeregelung besteht, wenn du in den 18 Monaten vor Beginn des Anspruchs auf ALG I bereits einen Nebenjob hattest. Dann wird das Nebeneinkommen, das du aus diesem schon bestehenden Arbeitsverhältnis erzielst, bis zur Höhe des damals erzielten Nebeneinkommens nicht angerechnet.

Wenn du dir jetzt also einen Teilzeitjob mit 20 Stunden pro Wochen oder einen Minijob mit 450 € (Grenze für steuerfreie Jobs) suchst, dann wirst du Einbußen beim ALG 1 hinnehmen müssen bzw. im ersten Fall entfällt der Anspruch ganz.

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spu89 09.07.2016, 08:02

Nein ich meine ob mir volles Arbeitslosengeld zusteht obwohl in Zukunft nur Teilzeit arbeiten möchte :-)

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EstherNele 09.07.2016, 19:40
@spu89

Dein ALG I ist eine Versicherungsleistung, die steht dir zu, bis du wieder einen Job hast (max. ein Jahr). Du musst höchstens der Arbeitsagentur, die dich sicher schnellstmöglich vermitteln will in einen Job, irgendwie verklickern, dass du maximal Teilzeit arbeiten willst.

Dein "erarbeitetes" ALG hat damit nichts zu tun.

Dein Text klang ein bisschen so, als würdest du dein ALG 1 beziehen wollen und zeitgleich einen Teilzeitjob annehmen wollen. (ca. 15 Stunden pro Woche sind ja auch Teilzeit). 

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spu89 09.07.2016, 22:48
@EstherNele

Ein anderer Kommentar hier sagt mir wenn ich in Zukunft nur Teilzeit arbeiten möchte kein volles Arbeitslosengeld erhalte. Ich habe 7 JahreVollzeit gearbeitet und mir stehen doch 65% vom letzten netto zu, oder? Ich bekomme ein Baby und kann dann erstmal nicht Vollzeit arbeiten. LG 

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EstherNele 10.07.2016, 00:57
@spu89

Erst einmal alles Gute zum Familiennachwuchs.

Was hindert dich daran, im AA anzugeben, dass du nach Schonzeit und Erziehungsjahr wieder Vollzeit arbeiten willst? Das ist noch lange hin. 

Und wenn du dann feststellst, dass der Elternjob dich doch mehr braucht und du nur einen Teilzeitjob verkraftest - dann ist es eben so.

Da haben sicxh schon eine Menge Leute verschätzt, was das heißt: Mutter sein, 24 Stunden am Tag.

Ich kenne das auch, dass die Höhe des ALG 1 von den Wünschen bezüglich Stundenzahl abhängig gemacht wird. 

Das nächste Jobcenter wiederum hat die Auffassung, dass du das Geld jetzt mit deiner früheren Arbeit "verdient" hast.

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spu89 10.07.2016, 09:28
@EstherNele

Es muss dafür aber doch eine gesetzliche Regelung geben, oder? Ich kann dem Arbeitsamt ja jetzt nicht sagen ich möchte Vollzeit arbeiten und kann das dann nicht weil ich mein Kind nicht so lange betreut bekomme. Außerdem möchte ich von denen ja Teilzeitstellen bekommen auf die ich mich dann bewerben kann. Wie mache ich das denn jetzt am besten?

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EstherNele 10.07.2016, 17:26
@spu89

Im Prinzip hast du recht - aber was hindert dich, nach einer
30-Stunden-Stelle zu suchen und dann doch umzuschwenken, wenn es betreuungstechnisch so nicht klappt?

Das muss man nicht unbedingt vorher - in deinem Fall ja noch vor der Elternpause - schon so genau wissen.

Aber da du nicht geschrieben hast, wann euer Nachwuchs kommt und ob du schon arbeitslos bist oder den Vollzeitjob jetzt aufgeben willst oder beenden musst, ist da schwer zu raten.

Trotzdem noch eine Link:

http://trabhardt-arbeitsrecht.de/arbeitslosengeld-nach-elternzeit/

Da findest du vielleicht noch ein paar Infos für dich.

Alle Gute

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spu89 10.07.2016, 18:47
@EstherNele

Lieben Dank, da stand wirklich viel informatives drin. Gelten 30 Stunden denn schon als Vollze oder soll ich besser 40 Stunden angeben? 

Bei mir ist alles viel komplizierter. Ich bin bereits gekündigt worden, beziehe Krankengeld und bekomme im Dezember Nachwuchs.

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EstherNele 11.07.2016, 00:53
@spu89

Bist du in der Schwangerschaft gekündigt worden bzw. wusste dein Chef bei der Kündigung von deiner Schwangerschaft?

Oder bist du schon länger arbeitslos?

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spu89 11.07.2016, 05:25
@EstherNele

Nein er hat mich ein paar Wochen vor der Schwangerschaft gekündigt zu diesem Zeitpunkt war ich noch gar nicht schwanger. 

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EstherNele 11.07.2016, 11:30
@spu89

Dann könntest du doch - wenn du aus ärztlicher Sicht arbeitsfähig bist - jetzt angeben, dass du bis zum Mutterschutz auch Vollzeit arbeiten willst. Wie groß die Chance ist, dass du eingestellt wirst für ein paar Monate, das kannst du besser einschätzen, das hat ja was mit der Art deiner Tätigkeit zu tun und mit dem regionalen Arbeitsmarkt.

Ich würde vermutlich erst mal Vollzeit angeben, zumindest für die nächsten Monate und mich darauf berufen, dass ich über mögliche Arbeitszeitmodelle nach der Elternzeit auch erst nach der Elternzeit entscheiden will - und wenn die es nicht anders wollen, dann eben 30Wochenstunden anvisieren würde.

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wenn du gekündigt hast nicht, und du musst ein Jahr sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben.

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Grundsätzlich ja. Was hast du denn angestellt und wie sind deine Rahmenbedingungen?

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nein, die Höhe des Alg1 richtet sich auch nach den Stunden, die Du in Zukunft leisten willst bzw. kannst.

Siehe: §151 Absatz 5 des 3.Sozialgesetzbuch

https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__151.html

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spu89 09.07.2016, 19:39

Ich werde am Montag mal beim Arbeitsamt anrufen. Es kann ja nicht sein dass ich weniger bekomme weil ich in Zukunft Teilzeit arbeiten möchte und ein Kind habe obwohl ich davor 7 Jahre Vollzeit gearbeitet habe 

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SimonG30 09.07.2016, 19:46
@spu89

Aber genau so sieht es das Gesetz vor.

Alg1 soll als Entgeltersatzleistung dienen für die Zeit in der Du arbeitslos bist. Wenn Du in dieser Zeit nur Teilzeit arbeiten willst, steht Dir nur für dafür Arbeitslosengeld zu.

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n bißchen wenig infos

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