Steht im Koran, dass man sich verhüllen muss?

13 Antworten

Alte Frage, leider bis heute immer wieder aktuell.

Hier mal einige Quellen dazu:


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http://tavhid.de/?p=1416

Man wird im Koran keine Kopftuchpflicht finden. Unkritische Muslime berufen sich dabei jedoch trotzdem stets auf Sure 7, Vers 26 und Sure 24, Vers 31 (dazu weiter unten gleich mehr).

Nein, es ist keine Pflicht, das Kopftuch zu tragen!

Der beste Beweis dafür ist ein ganz einfacher: Zur Zeit des Propheten gab es bei der Gebetswaschung keine Geschlechtertrennung, Frauen und Männer haben gemeinsam die rituelle Waschung vollzogen. Da die Haare bei der Gebetswaschung befeuchtet werden ist es selbstverständlich, dass die Frauen sie in diesem Moment nicht bedeckt hatten (klar, sonst hätten sie diese ja nicht anfeuchten können).

Sowohl Koran als auch Sunna besagen, daß alle Körperteile, die der rituellen Waschung zu unterziehen sind, nicht unter das Verhüllungsgebot fallen. Also müssen Haare ebenfalls NICHT verhüllt werden.

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Sowohl Koran als auch Sunna besagen, daß alle Körperteile, die der rituellen Waschung zu unterziehen sind (also auch die Haare), nicht unter das Verhüllungsgebot fallen. Bestätigt wurde diese Auffassung von:
- Abu Hamid al-Ghazali 1111 n. Chr.
- Ibrahim en-Nehai 714 n. Chr.
- Tabari Tafsir 18/120.
- Imam abu yusuf 798 n. Chr.
- Imam es-serahsi 1090 n. Chr.
- Abdullah el mawsili 1285 n. Chr.
- Ibn Nudscheym 1563 n. Chr.
- Razi Tafsir 23/206.

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Der vierte Teil der Waschung:

Das Haupt zu befeuchten ist Pflicht, ihn ganz zu befeuchten ist Sunna. Dies macht man folgendermaßen: Beginnend vom Stirnansatz befeuchtet man die Haare mit beiden Händen.

Das Befeuchten geschieht mit der Handfläche und mit sauberem, unbenutztem Wasser. Man befeuchtet den oberen Teil des Kopfes, nicht aber die Hinterhaare.

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Wenn es also eine religiöse Pflicht gewesen wäre, dass Frauen ihre Haare vor den Männern bedecken müssen, dann hätte es logischerweise eine Geschlechtertrennung bei der rituellen Waschung gegeben. Die gab es aber nun mal nicht.

Trotzdem hat sich dieser Irrtum, man müsse als Muslimin ein Kopftuchtragen, mit der Zeit sehr verbreitet. Dazu muss man einen Blick in die Geschichte werfen:

Im gesamten Mittelmeerraum (und natürlich auch in den Wüstengegenden) bedeckten in damaligen Zeiten Männer wie Frauen ihren Kopf, um sich vor Sonne und Staub zu schützen. Das galt für Christen, Juden und Muslime.

In der islamischen Kultur wurde das Kopftuch später dann zu einem sozialen Statussymbol, das zwischen "freien" und "unfreien" Frauen unterscheiden sollte. Frauen von höherem gesellschaftlichen Stand verschleierten sich, Dienerinnen und Sklavinnen war es bei Strafe verboten, sich zu verschleiern.

Das von allen Rechtsschulen anerkannte Werk "El-Mebsut" besagt, dass der Weggefährte des Propheten und zweiter Khalif Omar ibn al Khattap sogar eine Sklavin (unfreie) schlug, weil sie ihre Haare bedeckte.

Es hatte also rein GAR NICHTS mit der Religion zu tun, denn die Dienerinnen und Sklavinnen (denen es verboten war ein Kopftuch zu tragen) waren ja ebenso Muslime.

Erst später, lange nachdem Tod des Propheten, missbrauchten dann besonders konservative Prediger diese (ursprünglich soziale) Regelung zu einem religiösen Gebot. Sie behaupteten, muslimische Frauen seien dazu verpflichtet Kopftücher zu tragen und begründeten es damit, dass die Haare ein Reizobjekt darstellen würden, das die Männer provozieren würde. Aber wären die Haare einer Frau tatsächlich "reizend", dann müßte der Mann ja auch seinen Bart verdecken, denn "der Bart ist die Schönheit des Mannes".

Das Kopftuch (und erst recht andere Verschleierungsformen wie der Tschador, der Niqab oder die Burqa) sind also eindeutig keine religiöse Pflicht, sondern wurden erst später (von Männern, wohlbemerkt) als solche bezeichnet. Selbstverständlich können sich Musliminnen freiwillig verschleiern, wenn sie meinen dass sie damit dem Gebot, in der Öffentlichkeit nicht zu aufreizend zu erscheinen, näher kommen.

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http://www.deutsche-islam-konferenz.de/DIK/DE/Magazin/SchwerpunktKopftuch/Koran/koran-node.html

"...sie sollen die Augen niederschlagen, und sie sollen darauf achten, dass ihre Scham bedeckt ist, den Schmuck, den sie tragen, nicht offen zeigen, soweit er nicht sichtbar ist, ihren himār (Im Originaltext steht der Plural dieses Wortes, humur.) über den Schlitz ziehen und den Schmuck, den sie tragen, niemandem offen zeigen, außer ihrem Mann..."

Die Aufforderung des Koranverses lautet also nicht, die Frauen sollten ihren Kopf mit dem himār bedecken - sondern sie sollen den Schlitz an der Seite ihres Kleides (der damals seitlich bis zur Hüfte hinunterlief) mit dem Schleiertuch (himār) bedecken, damit man dort hindurch keine aufreizenden Blicke auf ihren Busen werfen kann. Außerdem sollten sie getragenen Schmuck und auch anderen Schmuck (wie Henna) bedecken.

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Damals sollte die Frau "ihre Keuschheit wahren und schmückende Stellen" bedecken (Sure24, Vers31)

Damit waren Busen und Nacken gemeint. Nicht aber ein Kopftuch, das war nämlich den "gewöhnlichen" Muslimen verboten. Nur Höhergestellte durften überhaupt ein Kopftuch tragen.

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Auszug aus dem Buch "Ilahi Hikmette kadin":

Verweist darauf, dass das Wort “Khimar” in vielen Koranübersetzungen als “Kopftuch” falsch übersetzt wird. Wenn im Vers 31 der Sure 24 von “gläubigen Frauen” die Rede ist, dann sind die unfreien Frauen nicht ausgeschlossen (und die durften ja gar kein Kopftuch tragen).

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http://www.meine-islam-reform.de/index.php/artikel/fiqh/336-hijabkoran.html

Es gibt unzählige Artikel und Texte mit dem Titel "Hijab nach Koran und Sunna". Tatsache ist aber, daß der Begriff Hijab (Kopftuch) im Koran gar nicht direkt mit Frauen in Verbindung gebracht wird. Es gibt sogar nur einen einzigen Vers, der überhaupt mit Hijab und bestimmten (!) Frauen zu tun hat.

["Und wenn ihr die Gattinnen des Propheten um etwas bittet, das ihr benötigt, dann tut das hinter einem hijāb hervor! Auf diese Weise bleibt ihr und euer Herz rein."]

Es ist also klar ersichtlich, daß dieser Vers nichts mit einer Kopfbedeckung zu tun hat - und auch nicht auf alle Frauen angewandt werden kann, da es sich hier nur um die Frauen des Propheten handelt. “Frauen des Propheten! Ihr seid nicht wie irgendeine von den Frauen”. Koran 33:32

Und besagter "Schleier" war auch kein Kopftuch, sondern tatsächlich ein Schleier/Vorhang der die Frauen vom Propheten trennte. Erst einige Generationen später wurde das Wort hidschab von den Fukhaha (Gesetzgebern) zum Kopftuch umgewandelt.

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hijāb:

Das Wort ist heutzutage die arabische Standardbezeichnung für den Kopfschleier, das war es zu Zeiten der Verkündung des Koran aber noch nicht. Es heißt seiner Grundbedeutung nach "Absperrung" oder "Verhüllung vor jemandes Blicken" - und von daher dann auch "Vorhang" oder "Schleier".

Wenn der Koranvers sagt, die männlichen Besucher sollten mit den Prophetengattinnen nur "hinter einem hijāb hervor" sprechen, dann ist hier offensichtlich an einen Vorhang gedacht, nicht an ein Tuch das die Frau auf dem Kopf trägt.

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Der hijāb ist keinesfalls ein Kleidungsstück, sondern eine Trennwand/Vorhang. Er wird auch an anderen Stellen im Koran erwähnt:
- zwischen den Bewohnern des Paradieses und der Hölle ist ein hijāb (7, 46)
- Maria zieht sich richtung Osten zurück und verbirgt sich hinter einem hijāb (19, 16f)
- zwischen Mohammed und den Ungläubigen besteht ein trennender hijāb (17, 45 und 41, 5)
- Gott spricht zu Menschen nur hinter einem hijāb (42, 51)

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Es gibt es keine feste Interpretation der großen Gelehrten, um die Begriffe Hijab, Khimar, und Dschilbab als das Tragen eines Kopftuchs als solchen zu definieren.

Die häufig verwendete Begründung ist die Vorbildfunktion der Ehefrauen des Propheten. Jedoch sehen wir anhand der Koranverse, dass diese nicht allgemein verbindlich sind - z.B. der eben schon erwähnte Vers “Frauen des Propheten! Ihr seid nicht wie irgendeine von den Frauen”. Koran 33:32

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Es gibt nur drei Stellen in der heiligen Schrift, aus denen muslimische Rechtsgelehrte die Pflicht von Frauen herleiten, sich zu verschleiern. Der Koran fordert Frauen auf, einen Schal zu tragen, der ihren Schmuck verdeckt. Zudem wird ihnen befohlen, dass sie "etwas von ihrem Überwurf über sich herunterziehen", damit sie nicht belästigt werden.

Auch heißt es in der heiligen Schrift der Muslime etwa, dass Männer keinen direkten Zutritt zu den Frauen des Propheten haben dürften, sondern nur getrennt durch einen Hijab, also einen Vorhang, mit ihnen reden dürften. Konservative sehen darin den Befehl, dass ein "Hijab" ("Vorhang") den gesamten Körper (bis auf Gesicht und Hände) bedeckt.

Tatsache ist: Frauen die Burka oder Niqab tragen, berufen sich auf den Quran oder Hadithe - aber auch Nicht-Trägerinnen berufen sich auf genau dieselben Verse und Hadithe!

Verschiedene islamische Strömungen kommen daher zu unterschiedlichen Auslegungen, so z.B. ob die Verhüllung des Gesichtes vorgeschrieben sei oder ob das Gesicht und die Hände der Frau sichtbar sein dürfen.


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Und zuletzt hier noch ein Bild, wie der Hijab aus dem Koran inetwa ausgesehen haben dürfte, bevor er später zum Kopftuch umgewandelt wurde:



Hijab - (Religion, Islam)

hm...

das kann ich mir jetzt ebenfalls nicht vorstellen....

Auch Jesus ließ es zu, dass eine Frau seine Füße mit ihrem Haar abtrocknete......

.. was wohl schwerlich möglich gewesen wäre, wenn sie irgendwelche (Haar)Bedeckungsgebote eingehalten hätte...

UND:

Jesus wird ja auch von den Muslimen als Prophet voll anerkannt....

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....manche Muslime sagen allerdings, dass das NT verfälscht wurde.....

Das ist natürlich eine einfache Lösung, damit kann man alles begründen und ablehnen, was nicht ins System "Mohammed" passt.....

weißt du überhaupt wer das neue Testament verfasst hat? Die Bibel hat mehr als 40 verschiedene Autoren.

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@IslamisTruth

und der Koran hat nur einen Autor... UND, wenn der falsch liegt, liegen alle Muslime falsch....

bei rund 40 Autoren, die sich weitgehend einig sind,  ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass da "mehr dran" ist....

Mann !....

Was glaubst denn Du ?

Dass ein Mensch in einer Höhle eine Vision hatte, von jemandem der sich  Engel ausgab, und das Wort Allahs offenbarte ?

überleg mal...

UND.. wenn Du das glaubst, dann läge es nahe, dass du auch glaubst, dass dem Herrn Joseph Smith der Engel Mormon die Wahrheit offenbarte.....

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Aber, ich stimme zu:

Wenn viele dasselbe sagen, bedeutet es nicht, dass es Wahrheit ist....

UND:

wenn einer irgendetwas sagt, bedeutet es erst recht nicht, dass es Wahrheit ist....

Mohammed hat keine einzige Eingebung direkt von Allah erhalten.....nur durch einen "Mittler"....

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Es geht mir auch nicht um Religionen, oder deren Rechtfertigung....

jeder Mensch sollte selbst in der lage sein, gut und böse zu unterscheiden, und sich entsprechend (mit)menschlich zu verhalten....

ganz ohne Gott und Religion....

Daran wird ggf. Gott auch dich messen... welche eigenen, richtigen Entscheidungen zu treffen, du fähig bist.....

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Bismi-llāhi r-raḥmāni r-raḥīm

Der Koran ruft die Frauen dazu auf sich tugendhaft zu bekleiden. Aus der zweiten Quelle des Islams, der Sunnah (Überlieferungen vom Propheten Muhammad (Friede und Segen auf ihm)), welche untrennbar vom Koran ist und von allen Muslimen anerkannte wird, erfahren wir dann, was genau damit gemeint ist.

Beispiel:
Ai'scha (Allahs Wohlgefallen auf ihr) berichtet: Asmâ bint Abî Bakr erschien in freizügiger Kleidung vor dem Propheten. Dieser wendete sich von ihr ab und sprach: ‚O Asmâ! Wenn die Frau ihre Geschlechtsreife erlangt hat, dann sollte nichts von ihr zu sehen sein außer diesem!’ Und er zeigte auf sein Gesicht und seine Hände.“ (Überliefert bei Abu Dawud) 

Aus diesem Grund sagt die Mehrheit der Gelehrten, dass die gläubige Muslima ab ihrer Geschlechtsreife alles verdecken muss bis auf das Gesicht und die Hände während eine Minderheit so weit geht und auch das Verdecken des Gesichtes als verpflichtend betrachtet.

Und Allah (subhana wa ta'ala) weiß es am besten.

....damit die fundamentalistischen Muslime keine Haare sehen, weil Haare sehr erregend sind.

LG

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