Steht der Tod eines Kindes im Melderegister der Mutter?

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3 Antworten

Zunächst werden grundsätzlich alle Geburtsvorgänge von der Hebamme oder einer/m Beauftragten an das Standesamt gemeldet. bei Entbindungen in Kliniken werden in den Hebammentagebüchern und in den Stationsbüchern die Geburten vermerkt. Handelt es sich um eine Totgeburt oder gibt es nennenswerte Geburtsfehler, -schäden oder-störungen werden diese in den genannten Büchern ebenfalls vermerkt. Über die Geburt wird dann im zuständigen Standesamt (bezogen auf den tatsächlichen Geburtsort) in dem "Personenhauptregister" ein "Personenstammblatt" für das neugeborene Kind angelegt. Auf dieser Seite sind Vater und Mutter des Kindes ersichtlich, wie auch die genaue Geburtszeit und der erteilte Name. Diese Eintragung gilt ein Leben lang als Grundlage für die Erstellung von Personaldokumenten usw. D.h. dass die Namensschreibweise auf dieser Seite im Zeifelsfall immer die richtige ist. Auf dem Stammblatt gibt es auch einen Hinweis über das Geburtsdatum sowie die Hochzeit/ Scheidung der Mutter mit Angabe des Standesamtes und der genauen Angabe der Seite, unter der diese im dortigen Personenhauptregister eingetragen ist. Bei der Mutter wird die Geburt des Kindes eingetragen. Der Eintrag des Todes des Kindes erfolgt hingegen dort in der Regel nicht. Das hat einen ganz einfachen Grund. In der Regel stirbt das Kind lange nach der Mutter. Die Kinder verfügen über eine eigene Eintragung und über den Geburtsvermerk bei der Mutter gelangt man zur Eintragung der Kindes. Es wäre eine unnötige Dopplung der Arbeit. Auch wenn das Kind aus irgendeinem Grade adoptiert wird, ist dies nur auf dem Stammblatt des Kindes als Randvermerk enthalten. Genauso verhält es sich mit der Eheschließung, Scheidung und eigenen Kindern. Das 27. Lebensjahr spielt hier überhaupt keine Rolle. Bei dem vorliegenden Fall ist zu prüfen, ob das Kind bereits vor der eigentlichen Geburt verstorben war. Ist dies der fall, entfällt der Eintrag, weil das Kind zu keiner Zeit in den Stand versetzt war, in irgendeiner Form Träger von Legaten (Erbe aller Art) oder Rechten (Nach Gesetzen) gewesen zu sein. Insofern das Kind gelebt hat, wäre dies ja möglich gewesen. Grundsätzlich gilt, dass geburten einzutragen sind. Von einer Geburt ist immer auszugehen, wenn der Organismus des Kindes, losgelöst vom mütterlich Organismus lebensfähig war. Es gibt mitunter aber immer wieder den Streit, wie lange das Kind gelebt haben muss. Personenstandsrechtlich könnte man davon ausgehen, das ein Kind, das bereits einen Namen erteilt bekommen hat (nicht zu verwechseln mit standesamtlich durch Eintragung beglaubigt), einzutragen ist. Wie Du siehst, ist das ein schwieriges und umstrittenes Thema.

Vielen, vielen Dank für diese ausführliche gute Antwort!!

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Grundsätzlich : Wenn in einem amtlichen-Fragebogen etwas gefragt wird, dann hat die Behörde auch die Möglichkeit die Angaben zu kontrollieren !

Ja auch Todgeburten !

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