Stehen mir nur 14 Tage Urlaub zu?

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Arbeitstage


26 Wochen á 5 Tage

26 Wochen á 6 Tage

Ist die Arbeitzeit nicht regelmäßig auf eine bestimmte Anzahl von Wochentagen verteilt, dann ist die Berechnung auf das Jahr zu beziehen:

Berechnung Urlaubsanspruch:

(26 * 5) + (26 * 6) = 286 individuelle Jahresarbeits(-werk)tage im Jahr

Werktage pro Jahr: 52 * 6 = 312

= 286 / 312 * 24 = 22 Tage

Dasist dann auch der gesetzliche Mindesturlaub für einen solchen Fall - natürlich kann das Unternehmen/Tarifvertrag mehr Urlaub gewähren; dann müsste die "24" in der letzten Formel durch die entsprechenden Tage ersetzt werden.

Sollten sich bei der Berechnung Nachkommastellen ergeben, werden Sie NICHT gerundet (auch nicht ab x,5 aufgerundet).


Sollten sich bei der Berechnung Nachkommastellen ergeben, werden Sie NICHT gerundet (auch nicht ab x,5 aufgerundet).

§ 5 Abs. 2 BUrlG sieht das aber anders: "Bruchteile von Urlaubstagen, die mindestens einen halben Tag ergeben, sind auf volle Urlaubstage aufzurunden."

Prima, da wird eine teilweise falsche Antwort als "hilfreichste Antwort" ausgezeichnet...

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@Wolfgang57234

Die Rundungsregelung des § 5 (2) BUrlG - Überschrift: TEILURLAUB -, findet nur bei der Berechnung von Teilurlaubsansprüchen im Hinblick auf die Wartezeit nach § 5 Abs. 1 Anwendung.

Hier geht es nicht um "Teilurlaub" sondern um den vollen Urlaubsanspruch, der nur getrennt ermittelt werden muß.

Die Aufrundung ist daher NICHT generell anzuwenden, sondern gesetzlich ausschließlich in den Fällen des § 5 (1).

Bruchteile sind so zu gewähren, wie sie ermittelt werden.

Tarifverträge legen in der Regel abweichend vom gesetz, eine Aufrundung generell vor.

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@DerSchopenhauer

Auch viele Unternehmen runden auf (auch wenn es kein Tarifvertrag gibt), weil sie glauben, daß der Absatz 2 generell gilt - das ist aber, zugunsten des ArbN, ein Irrtum...

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@DerSchopenhauer

Nur zur Ergänzung:

Auch wenn beim Teilurlaub nach § 5 (2) aufgerundet wird, darf unter 0,5 nicht abgerundet werden - hier ist der Bruchteil zu gewähren.

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@DerSchopenhauer

Auch wenn beim Teilurlaub nach § 5 (2) aufgerundet wird, darf unter 0,5 nicht abgerundet werden - hier ist der Bruchteil zu gewähren.

Das ist nicht richtig bei der Gewährung von Urlaub, wohl bei der Entgeltung.

Die Regel, dass nicht abgerundet werden darf, gilt nur dann, wenn Urlaub, der wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr genommen werden kann, abzugelten ist.

In dem Fall muss ein Urlaubstag, der weniger als 1/2 Tag ausmacht, "minutengenau" abgerechnet werden.

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@Familiengerd

Laufendes Arbeitsverhältnis:

Auszug BAG, 14.02.1991 - 8 AZR 97/90


"...Wird hiervon ausgegangen, errechnet sich für die Klägerin ein Urlaubsanspruch von 22,4 Arbeitstagen (28 : 5 x 4). Diese Berechnung hat auch das Landesarbeitsgericht angestellt, dann aber dennoch ohne Begründung angenommen, der Klägerin stünden nur 22 Arbeitstage als Urlaub zu.

Das ist rechtsfehlerhaft. Der Auffassung des Landesarbeitsgerichts könnte nur dann zugestimmt werden, wenn es eine gesetzliche oder tarifliche Regelung gäbe, der ein entsprechender Ausschlußtatbestand und damit eine Kürzung des Anspruchs um den über einen vollen Urlaubstag hinausgehenden Bruchteil eines Urlaubstags zu entnehmen wäre.

Es stehen 22,4 Tage zu (in einem laufenden Arbeitsverhältnis)


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@DerSchopenhauer

Du hast Recht!

Ich gebe mich geschlagen, leiste Abbitte und bestätige, dass es so auch (und mit Verweis auf dieses Urteil) im Kompaktkommentar zum Arbeitsrecht von Wedde steht!

Man muss sich immer wieder bewusst machen, dass man Auskünften/Informationen im Internet alleine nicht unumschränkt "trauen" sollte (wie in diesem Fall also Folge meine irrige Meinung zur Abrundung).

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@Familiengerd

"leiste Abbitte" --> um Gottes Willen - das hast Du bei der Qualität Deiner Kommentare nicht nötig...

Es ist ja auch gut, wenn man sich gegenseitig ergänzt oder auch korrigiert und unterschiedliche Auffassungen öffentlich diskutiert um eine korrekte Rechtslage zu "erarbeiten" - und das eine oder andere ist zudem ggf. auch eine Frage der Auslegung ---> es ist ja nun auch nicht alles so einfach - und die Tücken liegen oft ja auch im Detail...


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Hallo

du solltest Dir Deinen Arbeitsvertrag genau anschauen und nach einer Urlaubszeitenregelung schauen. Im Zweifel solltest Du von einem Anwalt prüfen lassen, ob die Regelung zulässig ist. Schau Dir mal diesen Artikel an: http://www.verzeichnis-anwalt.de/ratgeber/rechtstipps/arbeitsrecht/urlaubsanspruch-rechte.html

Da wir gut erklärt, wie der Urlaubsanspruch gesetzlich geregelt ist. Es kann sein, dass der Arbeitgeber einem mehr Urlaub genehmigt als einem gesetzlich zusteht. Es ist aber gut zu verstehen, wie viel Urlaub einem gesetzlich zusteht und wie viel Tage der Chef einem mindestens frei geben muss.

Viele Grüße

. Da du eine 5-Tage-Woche hast, hast du einen gesetzlichen Urlaubsanspruch von 20 Arbeitstagen (§ 3 Bundesurlaubsgesetz). Der Urlaubsanspruch ist nicht abhängig von der Zahl der Stunden, sondern von der Anzahl der Arbeitstage pro Woche.

Ich hab ja abwechselnd eine 5 Tage ud eine 6 Tage Woche. Weil ich ja jeden 2. Samstag arbeite. Also stimmt das dann, dass ich tatsächlich 22 Tage Urlaubsanspruch hab?

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@CharlieFr

Also stimmt das dann, dass ich tatsächlich 22 Tage Urlaubsanspruch hab?

Das ist richtig unter der Voraussetzung, dass Du tatsächlich durchschnittlich 5,5 Wochenarbeitstage hast!

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