Stationäre Therapie Psychiatrie wie damit umgehen?

4 Antworten

Hallo,

Regel Nr. 1: Nimm niemals irgendwelche Medikamente (Psychopharmaka) von den Ärzten an, EGAL wie die Ärzte dich darüber aufklären. Sage NIEMALS "JA". Die bringen nichts. Psychopharmaka schalten nur deine Gefühle ab um es dir leichter zu machen aber was ist denn wenn die Psychopharmaka abgesetzt werden? Dann kommt dir alles wieder entgegen! FINGER WEG DAVON. Bitte nimm das zu Herzen :)

Regel Nr. 2: Gib den Therapeuten so nett er auch sein mag auf keinen Fall alles Preis was dich zutiefst persönlich angeht. Z.b. auch nicht das du Angst vor dem Aufenthalt hast. Da kommen diese Therapeuten meist mit Angststörung etc.. Diese Leute arbeiten in einer PSYCHIATRIE, das ist kein normales Krankenhaus. Die gehen wirklich von extremen psychischen Erkrankungen aus, daher geht es mit Medikamentenvergabe sehr schnell.

Also lern dich selber kennen in der Zeit bzw. wenn du dich schon kennst dann gib nicht viel Preis. Es landet eher zum Defizit bei dir.

Regel Nr. 3: Guck nicht die ganze Zeit auf schlimme Sachen. Blende diese einfach aus, sonst siehst du am Ende nur noch schwarz und alles wird schlimmer als besser. In der Psychiatrie sind meines Erachtens sehr krasse Fälle gewesen...meiner Meinung nach...deswegen war mir nach 1 Woche bewusst das ich da weg muss, weil ich nicht solche krassen Probleme habe.

Also wie gesagt guck dir die Leute erst mal dort an und sei still, vlt. gehst du doch lieber freiwillig weg solange du das dann noch kannst.

Zum krönenden Abschluss:

Ich weiss nicht was du für ein Problem hast aber reiß dich am Riemen und guck das es dir gut geht und du dir keine Steine in den Weg legst. Vlt. ist der Aufenthalt doch nicht erforderlich. Man es gibt so viel schöne Sachen zu entdecken und deine Eltern (ich weiss nicht ob du welche hast wie auch immer, nicht falsch verstehen, gibt ja auch Leute ohne Eltern) werden tief erschüttert wenn ihr eigenes Kind weg geht. Das schmerzt zu tiefst.

Mein Rat für dich: Geh bloß nicht von zu Hause weg, steiger dich nicht in deine Situation rein, sondern beseitige deine Probleme lieber selber anstatt das andere für dich tun! Denk immer an die Familie in der du lebst, du kannst das doch nicht so einfach weggeben :(

EDIT: Meine Schreibweise mit den Regeln kann etwas dramatisch rüberkommen, die Schreibweise dient aber nur für eine Gliederung!

Lass das mal jetzt auf Dich zukommen. Wenn Du in die Jugendpsychiatrie gehst, lässt man Dich ja nicht nach ein paar Wochen einfach so raus und Du stehtst allein da. Es wird während Deines Aufenthaltes dort mit Dir zusammen ein Konzept erstellt und Deine Familie wird mit einbezogen, wenn Du das möchtest. Vieles wird aufgearbeitet und dann wird mit Dir zusammen entschieden, was das Beste für Dich ist, eventuell sogar das Leben in einer betreuten Wohngruppe. Du bist nicht allein danach, aber es wird darauf hingearbeitet, dass Du allein und eigenverantwortlich Hilfe suchen und annehmen kannst. Ich wünsche Dir viel Erfolg.

Hey, zuerst mal möchte ich dich etwas beruhigen. Es ist ja schließlich nicht so, dass die Menschen, die in so einer Einrichtung arbeiten, damit nicht rechnen und wissen, dass es dir als Neuling sicher schwerfällt, dich direkt zu öffnen und zu vertrauen. Bei meiner Mutter war es damals so, dass sie sich in den ersten Tagen bei Gruppensitzungen lediglich vorgestellt hat und ersteinmal zuhörte, bis sie dann selbst etwas sagen wollte und konnte. Auch in den Einzel-Gesprächsstunden wurde es in der ersten Zeit sehr locker und langsam angegangen.

In der Regel lernst du aber dort auch Verhaltensweisen, Mittel und Möglichkeiten, mit denen du selbstständig den Alltag meistern und mit schwierigeren Situationen umgehen kannst. Es findet also eine gewisse Vorbereitung darauf statt, dass du später alleine bist.

Da du ja auf einer offenen Station bist, kannst du dich normalerweise auch während den Besuchszeiten oder Ausgangszeiten mit anderen unterhalten oder Freunde, Bekannte oder deine Eltern treffen wenn dir das hilft. Insbesondere aber der Kontakt mit anderen ist eventuell sehr hilfreich, viele haben sicher ähnliches durchgemacht. Es ist ja niemand umsonst da.

Es kann auch sicher nicht schaden, wenn du den Menschen dort sagst (egal ob Therapeut oder anderen "Patienten") dass du am Anfang etwas Zeit für dich brauchst. Da kriegt sicher niemand den Kopf abgerissen.

Inwiefern bist du denn danach auf dich gestellt? Lebst du mit deinen Eltern oder allein? Hast du Freunde, die dich in der Klinik und ggf. danach besuchen und sich um dich kümmern und dir helfen könnten?

Mit meinen Eltern 

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@VeronikaHuber

Na dann solltest du die unbedingt von dir aus um Hilfe bitten. Mach dir Gedanken, während deines Aufenthaltes, was genau dir helfen könnte und was eher schlecht für dich wäre weil es dich zum Beispiel an Situationen erinnert, an die du nicht gern denkst. Teile ihnen das mit. Bitte gegebenenfalls auch darum, dass man dir in genau den Zeiten, wo du weißt dass es kritisch werden könnte, hilft oder dich ablenkt. Deine Eltern sollten bei soetwas jeden Stein in Bewegung setzen um dir zu helfen wo sie nur können.

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@Peter223

Bitte gegebenenfalls auch darum, dass man dir in genau den Zeiten, wo du
weißt dass es kritisch werden könnte, hilft oder dich ablenkt.

Das kann nie garantiert werden und ich würde persönlich nichts als Ablenkung nutzen, das bringt nichts und nervt nur noch mehr. Das ist meine persönliche Meinung. Mit Gefühlen (z.B. Trauer) muss der Mensch sich am Ende selber auseinandersetzen, die sind in einem drinne da hilft kein Außenstehender egal wie der Außenstehende das gerne will. Mit Emotionen jedoch nicht (z.B. Weinen und der Trost von anderen) da können dir Menschen helfen, das sehen die Menschen außerhalb.

Die Eltern selber können mit einem reden, ich würde lieber mit meinen Eltern reden anstatt mit irgendeiner fremden Person die ich überhaupt nicht kenne. Selbst wenn es schwer sein könnte mit den Eltern zu reden, kann es noch viel schwerer sein mit der fremden Person zu reden.

Die Definition für reden ist "ruhig reden".

Gruß :)

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@Hasenanker1717

Das ist wohl wahr, Hasenanker. Ich habe bloß die Erfahrung gemacht, dass das "einfache" bedingungslose Dasein und Nachfragen schon unglaublich helfen kann.

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