stationäre Therapie machen?

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Hey,

da du bereits in einer Therapie bist, solltest du das mit deinem Therapeuten besprechen.

Wenn du der Meinung bist, dass dir die lfd. Therapie nicht weiterhilft, solltest du das sagen....das ist völlig ok und der Therapeut wird auch weitere Maßnahmen ( wie z.B. stat. Aufenthalt)  mit dir besprechen.

Er ist der Fachmann und hat auch Verständnis dafür.

Ich kann verstehen, dass du mit allem im Moment überfordert bist.

Du solltest dir  keine Gedanken machen wg. Schule und Praktikum - du kannst sowohl das Schuljahr als auch das Praktikum wiederholen.

Die Hauptsache ist - dir geht es besser bzw. du wirst wieder gesund.

Lg und alles Gute

 

sonnymurmel 02.07.2017, 20:49

N.S.

ne das jugendamt kann nicht mehr helfen dort war ich schon

Hey Honigmaus,

ich möchte dich keinesfalls noch mehr  verunsichern, aber dass dir das Jugendamt nicht weiterhelfen kann - kann ich mir nicht vorstellen.

Mit 18 Jahren bist du zwar volljährig- aber es gibt das Betreuungsangebot für jugendliche Erwachsene- bei jedem Jugendamt.

Das solltest du vllt. auch nochmals mit deinem Therapeuten besprechen- bzw. wenn du die Kraft hast- selbst bei deinem zuständigen Jugendamt - vorsprechen.

Es ist sicher auch wichtig, dass du Hilfe und Unterstützung für das Haus und Grundstück bekommst - es ist klar, dass du mit den ganzen Dingen überfordert bist und auch hierfür solltest du Hilfe annehmen.

Lg

1

Hallo honigmaus4,

das solltest Du auf jeden Fall intensiv mit Deiner Psychologin besprechen, denn sie kann Dich bezüglich einer solchen Kur professionell beraten.

Die Krankenkasse zahlt eine solche Kur, wenn sie ärztlich empfohlen wird. Ich gehe davon aus, dass das in Deiner Situation kein Problem sein sollte.

Deine seelische Verfassung ist aus meiner Sicht wesentlich wichtiger, als die aktuelle schulische Laufbahn. Verpasste Unterrichtseinheiten kann man nachholen, unter Umständen auch das Schuljahr.

Wenn Du diese Situation und diese tiefe, innere Leere jetzt nicht bewältigst und lernst damit umzugehen, wird sich das mit Sicherheiten in der kommenden Zeit so sehr verfestigen, dass Du eines Tages einen Zusammenbruch erleidest. Irgendwann kann man dann einfach nicht mehr. Oder fängt mit Alkohol oder ähnlichem an, um die innere Verfassung auszublenden.

In einer Kur lernst Du die Situation zu begreifen und zu verarbeiten. Mit Sicherheit lernst Du Lösungswege und Denkmuster, die Dir weiterhelfen werden. Der Verlust der eigenen Eltern in Deinem Alter kann so traumatisch sein, dass man es alleine nicht schafft. Das merkst Du ja gerade. Du musst Dir selbst erst wieder Horizonte in Leben schaffen, Motivation finden und Dinge entdecken, die Dich auch zukünftig im Leben tragen werden.

Ich wünsche Dir, dass Du die Kur machen kannst und wieder Hoffnung schöpfen kannst. Alles Gute für Dich :-)

Ohje, das sind aber heftige Schicksalsschläge die Du gerade durchmachst! ... :-( Ich finde den Tipp von Deiner Freundin sehr gut. Du musst mal richtig reden können, und Ruhe und Geborgenheit erfahren ... dafür denke ich ist ein stationärer Aufenthalt optimal geeignet.

Ich frage mich allerdings, warum Du Dir Vorwürfe machst? Ist doch wohl klar dass ein junger Mensch wie Du damit völlig Überfordert sein muss, wenn beide Elternteile sterben, und Du jetzt ganz alleine bist!!!

Wenn Du jetzt wenigstens noch eine Tante / Oma gehabt hättest, die Dich hätte auffangen können ... aber Du bist ja jetzt völlig auf Dich allein gestellt ... :-(

Ich finde, Du solltest Dir auf jeden Fall Hilfe und Unterstützung holen, vielleicht kann auch das Jugendamt irgendwie helfen?

liebe Grüße und eine herzliche Umarmung,

Bernd

honigmaus4 02.07.2017, 20:37

danke:) ne das jugendamt kann nicht mehr helfen dort war ich schon..aber was wird in so einer kur gemacht? und wielange geht sowas? wieviele wochen? und ich kann mir nicht vorstellen wie eine kur funktionieren soll damit es mir nachher besser geht?:(

0
GandalfAwA 02.07.2017, 21:01
@honigmaus4

Der Arzt wird ein "Progamm" aussuchen und mit Dir absprechen, welchen für Dich optimal geeignet ist. Ein Aufenthalt kann 2 Wochen oder 6 Monate dauern. Die Ärzte werden darauf achten, etwas auszusuchen, was zu Dir passt.

Und Du entscheidest selbst vorher, ob Du das möchtest oder nicht. Keiner wird Dich einfach einsperren und Monatelang festhalten ohne Deinen Willen. So was kann nur passieren, wenn ein psychisch Irrer mit einem Messer draußen herumläuft oder so ;-) , aber bei Dir ist es ja was ganz was anderes. Da bestimmst Du selber mit. :-)

Zumindest empfehle ich Dir, dich mal ausgiebig beraten zu lassen. Und dann entscheide und gönne Dir mal etwas gutes. :-)

Vielleicht sagt der Arzt auch, dass Du keinen Aufenthalt brauchst, sondern dass jeden Tag jemand zu Dir nach Hause kommt, als Unterstützung für den Alltag ...

Ein mal die Woche eine Stunde Gespräch ist auf jeden Fall offensichtlich viel zu wenig ...

0

bitte besprich das mal ausführlich mit deiner Therapeutin, eine Kur ist sicher angeraten, und du wirst dich dort, da bin ich überzeugt gut erholen. Du kannst auch mit deinem Hausarzt darüber sprechen, und er wird dir guten Rat geben können. Du bist noch recht jung, so rate ich dir, gehe doch unter Leute und unterhalte dich, es muss sicher nicht immer das Thema sein.

Doch empfehle ich dir einen guten Freund oder Freundin des Vertrauens, um das Thema Trauer nicht zu vernachlässigen, das ist wichtig für dich, da es momentan Priorität hat. Mit Unterhaltungen und Gesellschaft Gleichaltriger wirst du das bewältigen können.

Deine Therapeutin solltest du dringend weiter kontaktieren.

Ich wünsche dir alles alles Gute und gib nicht auf, das ist wichtig

hardty

Probier es aus. Mach es einfach und lass Dich drauf ein.

Mir sagte ein Psychiater einmal, dass man in seiner Ausbildung mindestens zwei Therapien selber machen muss - und dass sie einem richtig gut tun.

Um so mehr gilt das, wenn es einem gerade nicht gut geht - wie bei Dir.

Also: Gönn es Dir einfach und frag Deine Therapeutin, wie Du am besten an einer für Dich gute Therapie dran kommst.

Du hast dort viel Zeit, einerseits zur Ruhe zu kommen und Dich andererseites sehr intensiv mit Dir selber zu beschäftigen und Dich selber besser kennen zu lernen und besser zu verstehen.

Ich meine, wenn das Leben gerade (viel) zu schwer für Dich wird: Welche Alternativen zu einer solchen Therapie hast Du?

Hallo,

Trauer ist bei Menschen verschieden. Du kannst mit einem Menschen
reden. Es gibt im Internet und über das Telefon kostenlose Seelsorge.
Gibt es an Eurer Schule vielleicht einen Vertrauenslehrer? Dann kannst Du auch mit diesem reden. Ich weiß nicht genau, was man bei so einer Therapie macht, aber vielleicht hilft Dir das ja. Du hast doch bestimmt bald Ferien, oder?

Ich bin Christ. Der Glaube hilft vielen Menschen. Gott liebt Dich. Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott gibt, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

Alles Gute

Du bist sehr belastet mit deiner Situation. Bitte sprich mit deiner Therapeutin, sie wird dich beraten. Eine Einweisung kann aufgrund von Selbstgefährdung erfolgen.

Alles Gute fur dich!

Was möchtest Du wissen?