Stasi und Bevölkerung

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du willst wissen, welche Rolle das Ministerium für Staatssicherheit der DDR im Alltagsleben der DDR-Bevölkerung spielte?

Für die einen eine größere Rolle, für andere eine geringere und für die allermeisten de facto gar keine Rolle.

NICHT hilfreich !!!

0

Er hat es auf den Punkt gebracht! Genauso war es!

0

Die Angst war schon aus den Dreißiger, Damals gab es die GESTAPO, die "Geheime Staatspolizei" ... und Nachbarn sagten nur unter vorgehaltener Hand ".... ja, ich glaube, den Erwin, den haben sie ABGEHOLT" --- Ob ein Kind "nicht lebenswert" war, oder jemand "Feindsender" (BBC) hörte, das Maß der Verfolgung bestimmten machtgeile kleine Parteigenossen... und später, in der DDR, war Mielke vom Verfolgungswahn so besessen, daß er bis zum Toilettengang jeden Mist aktenkundig machte - es könnte ja bei einer Erpressung hilfreich sein...

Wir waren uns bewusst, dass die Stasi immer und über alles informiert war. Aber nur mit Misstrauen - so konnte man nicht leben. Jemand aus der Synode, der einmal in der Studentengemeinde einen Vortrag über die Bildung hielt (natürlich aus seiner Sicht, nicht aus jener von Frau Honecker), sagte dazu: "Reden wir so, wie wir es vor Gott und vor der Staatssicherheit verantworten können." Und als alle lachten, hat er es noch einmal bekräftigt und gesagt, dass er mit den Leuten von Horch und Guck schon heftige Auseinandersetzungen hatte, aber zu seiner Meinung gestanden hat. Und das war auch wichtig, denn uns war bewusst, dass es diesen nicht passte, was wir in diesen Räumen diskutierten und dass sie darüber im Bilde sein wollten - sei es durch Spitzel oder durch "Wanzen". Aber man konnte ja nicht alle Fragen und Ärgernisse herunterschlucken. Nun hatte die Kirche ein gewisses Gewicht - schlimmer ging es Leuten, die zwar opponierten, aber keine Kirche im Rücken hatten. Viele zogen sich auch ins Private zurück und interessierten sich nur noch für Auto, Haus und Garten.

Das Bildungssystem der DDR war eines der besten der Welt (jetzt übernehmen wir es ja von Finnland?), sicher kann man über einige Bildungsinhalte streiten (Staatsbürgerkunde und Geschichte der Sowjetunion hätte man schon stark zusammenstreichen können) aber heute lernen die Schüler nicht mal mehr lesen und schreiben. Und sowas wolltet ihr ja? Dankeschön!

0
@bigheizer1975

Wer sagt denn, dass wir keine ordentliche Bildung mehr haben wollen?! Ich jedenfalls nicht! Es ging um Inhalte und vor allem auch um die Frage konfessioneller Schulen, wie es sie z. B. in Ungarn (auch ein sozialistisches Land!) damals schon gab. Aber da führte bei uns kein Weg herein, die einzige Ideologie, die die Kinder in der Schule zu hören bekommen sollten, war die kommunistische, darunter auch Wehrkundeunterricht. Auch Waldorf- oder Montessoripädagogik waren unerwünscht bzw., man erfuhr überhaupt nichts darüber. Ich habe erst nach der Wende richtig gemerkt, wie einseitig unsere Bildung war.

0

Der Staat hatte euch Kirchenheinis einen sogenannten Freiraum eingeräumt. Aber ihr habt ihn ständig mißbraucht, indem ihr Jesuslatschenträger, Nicklebrillenträger, Zopftypen, Asoziale, Spinner, Ökofreaks, Weltretter, Staatsfeinde und Penner bei euch horteten. Deshalb war die Stasi bei euch unterm Rock und sie wußte alles über eure Missetaten und Stinkefreaks!

0

Was möchtest Du wissen?