Stasi-Stabilste Stütze der DDR ?

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3 Antworten

Dieses Thema ist nicht schwierig, ohne der Stasi hätte die DDR in ihrer Form nicht existieren können. Die Stasi war das größte Organ der DDR, sie hatte mehr Mitarbeiter als die NVA (würde ich behaupten). In jedem Betrieb oder Unternehmen waren Stasi-Leute zu finden, sie haben die Ohren offen gehalten und haben Berichte über die normal sterblichen DDR-Bürger angefertigt. Auch Nachbarn und Verwandte waren diesem ausgesetzt und keiner wußte wer zur  Stasi gehörte. War alles streng geheim.

Die Stasi kannst du als stabilste Stütze ansehen, weil das ein Organ war das echt funktioniert hat (leider). Sie hatten die besten Ausrüstungen und war ein Organisationstalent, dort gingen tausende von Fäden ein, sowohl aus dem Ausland als auch aus den eigenen Land.

Jeder der zu DDR-Zeiten ein Telefon hatte, konnte davon ausgehen, dass er abgehört wurde. Briefe und Pakete in die BRD wurden geöffnet und gelesen.

Durch die Bespitzelung konnte die DDR reagieren und die Staatsgegner aus den Verkehr ziehen bevor sie größeren Schaden anrichten konnten. Es gab dafür spezielle Stasiknaste, wo auch Folter angewendet wurde und die Inhaftierten bei Wasser und Brot ausgemerkelt wurden.

In unserem Betrieb wurde damals ein Honeckerbild mit einem Hitlerbart verziert, da kam eine ganze Armee von Stasileuten und haben alle befragt und verdächtigte wurden grundlos mitgenommen.

Ich arbeitete damals als Werkleitersekretärin und wollte meine staatlich geprüfte Sekretärin machen. Ich sollte als Stasiagent agieren, was ich wohlwollend abgelehnt habe, deshalb durfte ich meine Staatsprüfung nicht ablegen. Jeder hatte berufliche Nachteile der nicht mitgespielt hat.

Zu den damaligen Montagsdemos bei uns in Leipzig war übrigens jeder zweite einer von der Stasi. Das wußte damals noch keiner. Aber ich als Werkleitersekretärin war für die Eingangspost zuständig und flatterten mir eines Tages riesige Briefumschläge auf meinen Tisch. Darauf stand: Streng vertraulich, nur vom Werkleiter zu öffnen. Aber neugierig wie jeder zu dieser Zeit war, öffnete ich die Briefe und darin waren große Fotonegative. Diese zeigten die Montagsdemonstranten und die Köpfe unserer Belegschaft waren rot eingekreist. Man konnte sogar die Scharfschützen auf der Hauptpost an dem heutigen Augustusplatz liegen sehen. Revolutionärin wie ich war, habe ich alle Negative bis zur unkenntlichkeit zerschnippelt und entsorgt.
Unser Nachbar war mit uns zusammen zur Montagsdemo, hat sich danach seelenruhig in unser Wohnzimmer gesetzt und mit uns zusammen ARD geschaut wo über die Demos berichtet wurde, er war zu jeder Feier bei uns eingeladen und hat über die DDR geschimpft. Jahre später haben wir dann erfahren, dass auch er bei der Stasi war.

Die DDR wäre ohne der Stasi schon viel früher untergegangen! Sie war das überlebende Organ der DDR, kann man auch als stabile Stütze benennen.

Ich hoffe, das hilft dir weiter.

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Kommentar von 666Phoenix
24.06.2016, 13:58

In unserem Betrieb wurde damals ein Honeckerbild mit einem Hitlerbart verziert, da kam eine ganze Armee von Stasileuten und haben alle befragt und verdächtigte wurden grundlos mitgenommen.

Wow, die böse Stasi, die! Hatte die doch was gegen Hitler!

Weißt Du, wer heute kommt, wenn man bspw. ein Merkelbild mit einer "Hitler-Locke" verzieren würde??

Revolutionärin wie ich war,

Meinen Lach-Brüller müsstest Du bis in Deinen "Revolutionskeller" gehört haben!

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Die Stasi war "Schild und Schwert der Partei".
Die haben alles weggefangen was auch nur einen politischen Witz erzählte.
Sie war Ausdruck staatlicher Repression.

Wahlverweigerung, Wehrdienstverweigerung, Republikflucht oder auch nur Meinungsäußerung "Horch und Guck" glaubte überall zu sein.
Noch den letzten Mumpitz glaubten die verfolgen zu müssen.

Wie diesen:
Kommt ein DDR Bürger in einen Laden und fragt:
"T'schuldigung haben sie keine Schnitzel?
Der Metztger antwortet:
Nein, wir haben keine Kottlets, keine Schnitzel gibt es nebenan."

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Dann solltest du in deinem Vortrag auch erwähnen dass die Stasi am Ende mitverantwortlich war, dass die DDR untergegangen ist. Die Menschen hatten einfach die Schnauze voll von der Bevormundung und der Angst, die diese Bande verbreitet hat. Viele haben sich nur deshalb aufgelehnt, weil es die Stasi gab. Sie hatten genug davon, dass sie sich immer und überall verbiegen mussten und nur als gespaltene Persönlichkeiten sprechen konnten. Zuhause die Wahrheit und in der Öffentlichkeit, das was der Staat hören wollte. Eben weil Stasi war überall war und weil man sich nie sicher sein konnte, wenn man einen Witz erzählte, ob man dafür eventuell eingesperrt wurde, hatte die Stasi einen großen Anteil am Untergang der DDR.  

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