Starke, Rezept freie Medikamente (welche stehen in der Beschreibung)?

9 Antworten

Dann habe ich noch was anderes für dich:

Es ist sehr wichtig, dass du gerade aufgrund deiner Angst auf keinen Fall angstauslösende Situationen meidest. Wenn man nämlich eine Situation, vor der man Angst hat, meidet, wird die Angst immer schlimmer werden. Das was du wahrscheinlich hast, ist Angst vor der Angst. Das schaukelt sich dann auf. Falls du an einem bestimmten Ort eine Panikattacke hattest, hast du Angst, dass es wieder passiert und deshalb passiert es wieder an diesem Ort. Dies musst du dir als erstes bewusst machen, dann ist schon ein großer Schritt getan. Wenn man weiß, woher die Angst kommt, ist sie nicht mehr ganz so unkontrollierbar. 

Gegen die Angst an sich gibt es eine sehr einfache Übung, die unkontrollierbare Panik innerhalb von Sekunden stoppt. Diese muss man aber eine Zeit lang üben, um sie zu beherrschen. Es geht darum, seinen eigenen Körper bewusst wahrzunehmen. Setz dich als erste Übung einfach mal auf einen Stuhl und fühle, mit den Füßen beginnend, Stück für Stück, bis zum Kopf, mit welchen Körperteilen du eine Unterlage berührst. (Füße: Boden, Po: Stuhl, Rücken: Lehne (Welche Punkte genau?) Wiederhole diese erste Übung so lange, bis du anfängst ein richtiges Gefühl für deinen Körper zu bekommen. Beginne mit Einheiten von ca. fünf Minuten. 

Als nächstes, versuchst du, deinen Körper an sich wahrzunehmen. Beginne wieder mit den Füßen und gehe durch bis zum Kopf. Versuche die einzelnen Körperbereiche ganz genau wahrzunehmen. (Die Form des Körperteils, ist es entspannt/verkrampft, warm/kalt, wie fühlt es sich an?) Fühle die Körperteile von innen. Eine Hilfestellung kann sein, dass du dass jeweilige Körperteil mit deinen Gedanken dazu bringst, zu prickeln. Befasse dich ruhig eine gefühlte Minute oder noch viel länger mit einem Körperteil. Es kann ruhig lange dauern, sollte es auch. Wenn dass gelingt, wird sich das Körperteil mit der Zeit tiefen-entspannt und sehr schwer anfühlen. Mache diese Übung am besten im Liegen und ca. 10 Minuten pro Übungseinheit. Später können  es auch 20 Minuten werden. Wenn du irgendwann in der Lage bist, deinen gesamten Körper unabhängig von irgendeine Unterlage von innen heraus  zu spüren, also auch die Bereiche, die nichts berühren, kannst du dich während der Übung in einen sehr tiefen-entspannten, fast hypnotischen Zustand versetzen. Lasse dich dazu mit jedem langsamen,tiefen Ausatmen nach unten in die Unterlage sinken, während du deinen gesamten Körper wahrnimmst. Lasse dich Stück für Stück immer tiefer sinken. Wenn du einmal so weit gekommen bist, kannst du beginnen, deine Angst zu lokalisieren. Du wirst feststellen, dass es sich hiebei um eine Verkrampfung der Muskeln handelt, die sich wahrscheinlich (es könnte bei jedem anders sein) in deiner Brust unterhalb des Herzens befindet. Wenn du das geschafft hast, wirst du feststellen, dass das riesige, undefinierbare Monster der Angst nur eine heftige Verkrampfung in deiner Brust ist, die dir den Atem nimmt, dein Herz rasen lässt... Mit anderen Worten: Du hast das undefinierbare Monster Angst definierbar und fassbar gemacht. Jetzt kannst du damit beginnen,  dich im tiefenentspannten Zustand mit genau dieser Verkrampfung zu befassen und sie zu entspannen. Du kannst dir im tiefenentspannten Zustand auch genau die kommende Situation in allen Einzelheiten vorstellen und die Entspannung mit deinen Gedanken in die Situation übertragen. Das erfordert aber sehr viel Übung. 

Wenn du jetzt in eine Situation gerätst, in der die Panik beginnt, dich die Kontrolle verlieren zu lassen, konzentriere dich mit aller Kraft auf deinen Körper, wie beschrieben. Wenn du es erst einmal geübt hast, geht das sehr gut in Kurzformat in jeder beliebigen Situation, auch im Stehen/Gehen. Wenn du eine Panikattacke bekommst, verlierst du sozusagen die Kontrolle über deine Gefühle und deinen Körper. Wenn du dich jetzt mit aller Kraft auf deinen Körper konzentrierst, führst du dich sozusagen wieder zurück und erlangst diese Kontrolle wieder. Du kannst dann diese Panik wieder als Verkrampfung in deiner Brust lokalisieren und machst sie so wieder greifbar. Die Panik verliert ihren Schrecken, wird zu normaler Angst und du kannst die Verkrampfung aktiv entspannen. 

Wenn der Druck in der Brust zu groß wird und Gedanken nicht genug helfen, hilft es übrigens auch, beide Hände unauffällig gegen die verkrampfte Stelle zu drücken oder sich gegen eine Tischkante zu lehnen. Das mindert den Druck. 

Ich hoffe, ich konnte dir damit schon mal helfen. 

Viel Erfolg beim Üben!

Auch wenn du meine Antwort sicher nicht mögen wirst, muss ich dir sagen, dass es diesbezüglich keine rezeptfreien Mittel gibt, welche vom Wirkungsgrad auch nur ansatzweise an die rezeptpflichtigen Mittel herankommen.

Rezeptfreie Mittel sind was Angstzustände, Beruhigung und Schlafförderung betrifft fast immer auf pflanzlicher- rezeptpflichtige Mittel dafür immer auf chemischer Basis.

Es gibt hoch effektive Medikamente was deine Beschwerden betrifft. Diese stammen aus der Gruppe der Benzodiazepine (Benzos). Benzos wirken enrom angstlösend, beruhigend, spannungslösend und schlaffördernd... und die so gründlich, dass sie abhängig machen. Die Wirkung tritt ca. 20min nach der Einnahme auf und ist extrem angenehm.

Es ist wirklich extrem. Ich hatte schwerste Panikattacken und Schlafstörungen, doch nach der Einnahme dieser Benzodiazepine war alles wie weggeblasen (vorübergehend natürlich). Wie bereits erwähnt gibt es jedoch 2 grosse Probleme bei Benzodiazepinen:

  1. Benzos machen nach längerem und regelmässigem gebrauch (nach ca. 4-8 Wochen) schwer körperlich und psychisch abhängig. Ein Entzug steht einer durchschnittlichen Rauschgiftentgiftung in nichts nach.
  2. Es ergibt sich mit der Zeit eine Toleranzentwicklung. Man braucht folglich immer mehr der Substanz um die gleiche Wirkung wie zu Beginn der Einnahme zu erzielen.

Desshalb werden Benzos auch nur als Notfallmedikamente bei den entsprechenden Beschwerden verschrieben. Bekannte Medikamente aus dieser Gruppe sind vor allem Lorazepam (Tavor/Temesta), Alprazolam (Xanax/Xanor), Diazepam (Valium) usw. Hier findest du Fachinfos über die bekanntesten Medikamente aus der Gruppe der Benzodiazepine: http://deprimed.de/benzodiazepine-z-drugs/

Als längerfristige Medikation bei Angststörungen werden vor allem Antidepressiva der SSRI und SNRI-Gruppe verordnet. Diese machen nicht abhängig und es ergibt sich auch keine Toleranzentwicklung. Dafür haben sie andere Nachteile. Sie wirken überhaupt nicht angenehm zu Beginn der Einnahme und haben viele Nebenwirkungen. Es dauert 3-5 Wochen täglicher Einnahme, bis sie gegen Angstzustände wirken usw.

Zum Schlafen werden vor allem sedierende Antidepressiva oder Neuroleptika verwendet. Auch diese machen nicht abhängig. Doch haben sie viele Nebenwirkungen wie z.B. starke Gewichtszunahme (ausg. Trazodon).

Der Graben zwischen dem Wirkungsgrad rezeptfreier Mittel und rezeptpflichtiger Mittel ist bei Psychopharmaka extrem. Bei Schmerzen z.B. kann man sich wenigsten ein rezeptfreies Schmerzmittel kaufen, bei Psychopharmaka gibt es eine solche Zwischenlösung nicht.

Du bist gerade in der Position, jemand anderes, oder etwas (Tabletten), sollen deine Probleme " wegmachen". Das klappt aber nicht! Der einzige, der etwas gegen psychische Probleme machen kann, bist du! Du musst erst einmal aus der passiven Position heraus kommen. Deine Probleme werden nicht einfach weggehen. Tabletten nehmen und hoffen, dass es besser wird, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Tabletten können ein begleitendes Hilfsmittel sein, das zusätzlich zu einer Psychotherapie angewendet werden kann. Niemals ohne Psychotherapie und auch nur solange, bis man einen eigenen Weg gefunden hat, mit seinen Problemen fertig zu werden. Leider werden viel zu oft einfach schnell mal Medikamente verschrieben. Du musst selbst gegen deine psychischen Probleme kämpfen, musst vielleicht wochen- oder monatelang oder noch länger mit all deiner Energie darum kämpfen gesund zu werden. Dabei wirst du an die Grenzen deiner Kräfte kommen und wahrscheinlich einige oder sogar viele Rückschläge erleiden. Aber wenn du trotzdem weitergehst, hast du es irgendwann geschafft. Momentan wirst du diese Kraft noch nicht haben, und genau hierbei kann die ein Psychotherapeut helfen. Der macht dich nicht gesund, aber er geht den Weg mit dir und und zeigt dir den Weg, den du gehen kannst. Stell dir vor, mitten auf deinem Lebensweg steht ein riesiger Berg, du stehst gerade davor, siehst hinauf, weit oben sind Schnee und Eis und steile Felsen und du hast keine Ahnung, wie du darüber kommen sollst, du hast noch nie so einen Berg bestiegen. Was du gerade machen willst: Du nimmst "Dopingmittel" (Psychopharmaka) und wartest, dass der Berg verschwindet. Aber sag selbst: Wird der Berg jetzt kleiner werden? Nein! Du bist (noch) nicht in der Lage, den Berg alleine zu besteigen,dafür benötigst du einen Bergführer. Und das ist dein Therapeut. Der Bergführer trägt dich aber nicht über den Berg ("macht dich nicht gesund") sondern zeigt dir, welche Bergstiefel du kaufen musst und welche Ausrüstung ("eigene Ressourcen finden zum gesund werden") und besteigt den Berg mit dir an deiner Seite, bist du in der Lage bist, alleine weiter zu gehen. Du musst die Bergstiefel und die Ausrüstung aber selbst kaufen und den Berg auf eigenen Beinen besteigen. So, und nun suche dir einen guten Therapeuten, der dich auf deinem Weg begleitet und nicht nur Tabletten verschreibt.

Viel Erfolg und ganz, ganz viel Kraft wünsche ich dir!!!

Ich will es nicht bekämpfen, ich will es erträglicher machen.

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