Starke Feuchtigkeit im Keller?! Muss der Vermieter was dagegen tun?

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4 Antworten

Gegen Feuchtigkeit im Keller kann man nur mit einem hohen finanziellen und baulichen Aufwand etwas unternehmen. Gerade bei Altbauten sind derartige Maßnahmen fruchtlos.

Vor einem Monat als ich eingezogen bin wurde die Sache angesprochen es ist aber nichts passiert.

was heißt denn "angesprochen"?

Ich würde meinen Hintern verwetten, dass der Vermieter hier nichts tun wird/kann.

Ansonsten heißt es "Gemietet, wie gesehen". Selbst bei vertraglicher Nutzung des Kellers hast Du hier keine Ansprüche, da Du bei Mietbeginn Kenntnis von der Feuchtigkeit hattest.

sehe ich anders. Ein vertraglich zugesicherter Kellerraum muss nutzbar sein - und zwar so, daß die üblichen Dinge, die man in einem Keller lagert (Bücher, Wäsche, Kleinmöbel, Werkzeug), keinen Schaden nehmen.

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@meini77

Es sei denn, im Mietvertrag wird bereits der feuchte Keller angesprochen und entsprechende Lagerhinweise angegeben.

Was sind denn "übliche" Dinge, die man in einem Keller lagert? Ich selbst würde nie Bücher dort lagern, bzw. nicht ohne die in eine Kunststoffbox einzuschließen.

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Du solltest erst einmal im Mietvertrag nachlesen, ob bzgl. des Kellers etwas geregelt ist. Bei Mietverträgen unseres Unternehmens wird direkt darauf hingewiesen das Keller Feuchtigkeit aufweisen können. Ist dies nicht der Fall muss man bedenken, dass Ihr den Keller bereits bei der Besichtigung so übernommen habt und sich die Mietsache nicht verschlechtert hat. Auch wenn hier evtl. mit einem größeren juristischen Aufwand eine minimale Mietminderung möglich ist, denke ich nicht dass der Vermieter den Schaden (Feuchtigkeit) beseitigt, da dies meist ein enormer finanzieller Aufwand ist.

Lediglich meine Einschätzung! Bei rechtlichen Fällen hilft der Mieterschutzverein!

Ich hoffe trotzdem eine kleine Hilfe und viele Grüße

Dich schriftlich an das Immobilienbüro wenden mit deinem Anliegen, eventuell muss er entfeuchtet werden. Vorsichtshalber einmal im MIetvertrag nachschauen ob der Keller mit vermietet wurde!

Ein Kellerraum muss nutzbar sein. Und zwar so, daß man Hausrat dort abstellen kann, ohne daß dieser Schaden nimmt.

Ich habe mich damals an den Mieterverein gewandt und die rF durch eine Architektin prüfen lassen. Bei 90% Wandfeuchte konnte ich die Warmmiete um 5% mindern.

Wenn der Vermieter den Fehler macht, und im Mietvertrag nicht darauf hinweist, dass der Kellerraum feucht ist und dementspechend nur eingeschränkt nutzbar ist, kann es natürlich sein, dass man eine Mietminderung durchsetzen kann.

Allerdings sollte man schon auch den gesunden Menschenverstand einschalten und bei Anmietung einer Wohnung erkennen können, ob und was man wirklich in einem Keller lagern kann. In der Regel reichen wenige Blicke, ein wenig riechen und schon weiß man Bescheid. Legt man Wert auf einen Kellerraum, den man auch nutzen kann, dann muss man sich eine entsprechende Wohnung suchen.

Vom Vermieter zu verlangen, dass er einen feuchten Keller in kurzer Zeit trocknen soll, ist in der Regel zuviel verlangt. Und was hilft einem dann eine Mietminderung?

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