Standard Ausrüstung für Hobby Fotografen

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Ich machs mal einfach: Dslr+Objektiv, Kameratasche wo deine Sachen reinkommen, Filter, und zuletzt ein Stativ (muss kein teures sein)

Hallo Marcelman3007,

ich empfehle Dir, das Zubehör zu kaufen, das Du tatsächlich brauchst. Was wiederum davon abhängt, was Du vorhast. Wenn Du uns das verrätst, können wir Dir Tipps geben, welches Zubehör dafür nützlich ist.

Licht muss damit es am Sensor ankommt mal durch das Objektiv. Im Objektiv ist einiges an Glas und was beim Weg des Lichtes durch diese verschiedenen Glas-Linsen kaputt geht kann am Sensor nicht repariert werden! - Also kurz um: Was die Linse verbockt kann der beste 5000 EUR Profi-Body nicht mehr hinbiegen.

Ergo dessen sind gute Objektive wesentlich wichtiger als der Body an sich!

Geh einfach mal in ein Geschäft und sieh dir die Kameras an, nimm die in die Hand und probier aus bei welcher dir die Bedienung und das Menü besser gefallen. Technisch nehmen sich die Hersteller nicht viel!

Du kannst auch getrost am Gehäuse sparen und lieber ein oder zwei gute Objektive kaufen...

Daher mein Tip:

  • Nikon D3300 + 18-55mm Kit-Optik
  • Nikon D5100 + 18-105mm Kit-Optik
  • Nikon D7000 + 18-105mm Kit-Optik

Die kleine Nikon D3x00 hilft dir auch mal weiter mittels Guide-Modus falls du mal bei einem Motiv nicht weiterkommst... Ich würde jedenfalls immer die "kleinere" Modellserie vorziehen und mir lieber mit dem gesparten Geld noch ein 2. Objektiv kaufen.

Der Grund warum ich eingentlich hautpsächlich Nikon empfehle ist der, dass man bei Nikon einige wirklich großartige Objektive bekommt. Vergleichbare Modelle Bei Canon sind dann nicht so gut oder man muss für vergleichbare Bildqualität deutlich mehr zahlen!

Zum Thema filmen mit der DSLR & DSLR-Kauf hab ich noch einige Infos in meinen Tipps: http://www.gutefrage.net/nutzer/mbauer588/tipps/neue/1

Gleiches gilt für Canon ab den 3-stelligen… Die EOS 1100D hat keine Sensorreinigung was dann dazu führt, dass man in kürzeren Abständen eine bezahlte Sensorreinigung bei Canon durchführen lassen muss. Leider ist das 18-135er Canon deutlich Schwächer im Weitwinkel-Bereich und kostet gute 100 EUR mehr :( Auch das 50mm f/1.8 ist nicht das gelbe vom Ei schon garnicht im Vergleich zum Nikkor... Für vergleichbare Bildqualität wie das 50mm Nikkor muss man bei Canon zum 3x so teuren f/1.4er greifen! Und ein 35mm Normalobjektiv ist ebenfalls gut 100 EUR teurer und 1/3 Blenden lichtschwächer...

Das und einige andere Dinge veranlassen mich eher Nikon im Crop-Segment zu empfehlen!

Noch wichtiger als die ganze Technik ist die Person hinter der Kamera! Beschäftige dich mal mit den Grundlagen der Fotografie - auf youtube gibt es hunderte gute Tutorials zu dem Grundlagen der Fotografie. Such einfach auf youtube nach "Fotografie Grundlagen" oder "Fotografie Basics"!

Denn erst wenn man die ganzen Grundlagen beherrscht und richtig Einsetzt werden die Bilder wirklich gut. Eine DSLR ist nur ein Werkzeug, dass man allerdings beherrschen muss denn sonst ist die Gefahr groß versehentlich oder unwissend etwas einzustellen, dass die Bilder nicht gerade verbessert. Auch die ganzen Automatiken der Kameras sind allzuoft suboptimal und liefern oftmals nur mäßige Bildergebnisse. Darum ist das lesen der Bedienungsanleitung und der Erlernen der Grundlagen der Fotografie entscheidend!

Um sich vorab mal zu informieren was wozu dient kann man auch einfach als "Trockenübung" mal ein paar Grundlagen-Videos auf youtube gucken und danach weiß man wenigstens was wozu da ist und kann ein wenig abschätzen was man für die eigenen Motive so benötigt!

Blitz:

Wichtig bei einem Aufsteckblitz ist, dass man den gut drehen und schwenken kann. Weiters sollte das Ding bei bedarf manuell zu regeln sein und wenn mal die Automatik daneben haut sollte man schnell und einfach eingreifen können mit Korrekturwerten.

All das bietet der Nissin Di622 Mk. II! Ich nutze der Selber und finde die +/- Schaltwippe für manuelle Steuerung bzw. Blitzleistungskorrektur im Automatik-Modus genial! Damit ist beides ein Kinderspiel dazu gibt es noch 2 Slave Modi und AWL/CLS für entfesseltes blitzen.

Mit gut 130 EUR ist der Nissin Di622 Mk. II günstig, beschränkt die Bedienelemente auf das wesentliche, reicht (mir zumindest) sogar für bezahlte Shootings und bietet eine sehr ausgewogene Belichtung ähnlich dem Nikon BL-Belichtungen!

Objektive:

Eine zB 35mm Festbrennweite ist perfekt auf 35mm abgestimmt. Gleiches gilt für alle anderen Festbrennweiten... Da Fotografen meistens nicht mit 10-20 Festbrennweiten-Objektiven runrennen wollen gibt es Zoom-Objektive.

Je größer der Zoom-Bereich desto großer der Kompromiss zwischen kleinster und größter Brennweite. Ergo muss bei einen zB 18-270mm Objektiv ein viel extremerer Kompromiss eingegangen werden als bei zB 18-55mm und weiters wird die Konstruktion teuer und viel aufwändiger bei einem 18-270mm als beim 18-55mm.

Durch diesen Kompromiss wird die Bildqualität beeinträchtigt. Je größer der Kompromiss desto größer die Beeinträchtigung. Daraus kann man schließen, dass eine zB 18-270mm Linse ist nicht grottenschlecht ist aber von der Bildqualität einer anderen Linse deutlich unterlegen ist. In dem Fall ist es eben eine der Ausnahmen von der "You get what you pay for" - Regel!

UWW:

  • Tokina 12-24 f/4 - 450 EUR

Immerdrauf/Standard - Objektiv:

  • Nikkor 18-105 VR - 189 EUR - Preis/Leistungs-Tip. Idealer Allrounder…
  • Tamron 17-50mm f/2.8 - 220 EUR - Gut und Lichtstark - Oben rum sehr wenig Tele.

Normalobjektiv:

  • Nikkor 35mm f/1.8G - 170 EUR - Entspricht ca. dem menschlichen Sehfeld und ist dank seiner Lichtstärke sehr gut für Lowlight-Bilder geeignet. Gute bis sehr gute Abbildungsleistung.
  • Sigma 35mm f/1.4 HSM Art-Series - 700 EUR - Extreme Schärfe und grandiose Abbildungsleistung, die beinahe an ein Zeiss Otus 55mm 1.4 herranreicht. Derzeit das beste 35er am Markt.

Tele:

  • Tamron 70-300 VC USD - 330 EUR - sporttauglicher schneller AF, guter Zoom-Bereich, gute Abbildungsleistung
  • Tamron 70-200 f/2.8 - 550 EUR - sporttauglicher schneller AF, guter Zoom-Bereich, top Abbildungsleistung, lowlight-tauglich, 1,2kg schwer!
  • Sigma 70-200 f/2.8 - 990 EUR - sporttauglicher schneller AF, guter Zoom-Bereich, top Abbildungsleistung, lowlight-tauglich, Stabilisator, 1,5kg schwer!

Portrait/Makro:

  • Nikkor 50mm f/1.8G - 170 EUR - günstigster Einstieg in die Portrait-Fotografie. Aber keine Makro-Linse...
  • Tamron 60mm f/2 - 330 EUR - Top Portrait-Linse und gut für Pflanzen aber für Tiere zu kurz - FLUCHTDISTANZ!!!
  • Tamron 90mm f/2.8 - 380 EUR - Top Portrait-Linse und gut für Pflanzen und Tiere

Auch heutzutage gibt es noch einige wirklich sinnvolle Filter - zB:

  • ND-Filter (Erhöhen die Belichtungszeit für Wischeffekte bei Bächen oder Blättern), 3.bp.blogspot.com/-T0f_aDd_nq4/T3uLoolt9UI/AAAAAAAAA2s/2L1tetZhuvc/s1600/neutral-density-filter.jpg
  • zirk. Pol-Filter (beseitigen Reflektionen, erhöhen die Sättigung im Himmel oder im Grün, usw.), de.wikipedia.org/wiki/Polarisationsfilter
  • ND-Verlaufs-Filter (dunkeln zB den Himmel ab damit der nicht weiß überbrannt wird bei Landschaftsaufnahmen - Oft ist der Kontrast zwischen "hellem" Himmel und "dunklen" Objekten im Vordergrund zu groß), blog.wexcameras.de/wp-content/uploads/2012/01/Filter-vorgehalten.jpg

Schau dir auch mal ein Cokin-Filterset an. Da brauchst du nur Adapterringe für den Halter und die Filter sind universal. Somit kann man mit einem Satz Filter alle seine Objektive versorgen...

Stative:

Es gibt eben klapprige Billig-Stative für 25-35 EUR, die man nicht mal ordentlich auf etwas unebenen Untergrund aufstellen kann und die auch sonst nicht die stabilsten und standfestesten sind. Mit denen sind 97% der Leute nicht glücklich geworden... Dann gibt es noch günstige gute Stative. Die kosten auch keine 200-300 EUR aber eben ein wenig mehr.

für 25 EUR mehr - also ca. 60 EUR - CULLMANN Nanomax 260 entweder mit teilbarer Mittelsäule für Bodennahe aufnahmen oder mit herausnehmbaren Einbein-Stativ. Bei beiden kann man die Mittelsäule auch anders rum einsetzen für Makro.

oder für 45 EUR mehr -also ca. 80 EUR - Velbon Sherpa 800R - schwer, massiv wie ein Fels in der Brandung, teilbare Mittelsäule, Mittelsäule kann ebenfalls für Makro andersrum eingesetzt werden.

Wer glaubt sich die paar Euro sparen zu MÜSSEN, der reiht sich dann wahrscheinlichst in die laaaaange Schlange der Leute ein die dann halt 35 EUR weggeworfen haben und sich dann erst was sinnvolles kaufen.

Die 2 von mir genannten Modelle sind handverlesen aus zig Modellen und spielen von der Leistung und Ausstattung her in einer Liga mit, die gut und gerne sonst das Doppelte kostet.

Vor allem sollte man darauf achten, dass die Beine nicht verbunden sind denn dann kann man die Beine je nach Untergrund einzeln in verschiedenen Winkeln abspreizen. Das ermöglicht sehr schnelles und sicheres aufstellen ohne, dass man das mit der Beinlänge ausgleichen müsste.

Wechselbare Stativköpfe sind auch ein guter Tipp falls man mal filmen möchte kann man das Stativ dann einfach mir einem Videokopf versehen!

Eine teilbare Mittelsäule wäre ideal für Landschaftsbilder oder andere bodennahe Aufnamen.

Kann man die Mittelsäule dann noch anders rum einsetzen ist das die Ideale Vorraussetzung für manche Makros.

Ein gutes Stativ kann einen vieles ermöglichen und begleitet einen Fotografen sehr lange Zeit. Wer da am falschen Ende spart kauft meist doppelt und das nachdem einige Fotos aufgrund eines minderwertigen Statives nichts geworden sind. Somit vergeudet man Geld und verschenkt die Gelegenheit auf gut Bilder bei Gelegenheiten, die eventuell nie wieder kommen!

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@mbauer588

1) RAW-Konverter

  • DxO Optics Pro - geniale Automatik, das teuerste der Liste, geniale Prime-Entrauschung, DxO testet jede Kamer-Objektiv-Kombination im Labor und misst alles aus und bietet sozusagen maßgeschneiderte Profile für die Korrektur von Objektiv-Schwächen an. Leider keine partiellen Korrekturen und Retuschefunktionen. Meine Empfehlung
  • Adobe Photoshop Lightroom - Der Quasi-Standard. Gut, part. Korrekturen, min. Retuschefunktionen - Das All-in-one Paket
  • Corel Aftershot Pro - etwas günstiger als Lightroom, auf für Linux, part. Korrekturen, min. Retuschefunktionen, Ebenenbasiert, viele nette Plugins zur Funktionserweiterung - Für Linux-User
  • Nikon ViewNX 2 - Nur für Nikon, kostenlos, nur die wichtigsten Funktionen sind vorhanden, keine Entrauschung - Besser als nichts
  • Digital Photo Professional - Wird bei Canon mitgeliefert. Genau wie ViewNX 2 etwas minimalistisch aber wenigstens kostenlos und besser als garnichts.

2) Retusche / Montage

  • Adobe Photoshop oder Photoshop Elements - Der Branchen-Standard und die Homeuser-Variante
  • GIMP - kostenlos aber etwas schwächere Retusche-Tools
  • Corel PaintShop Pro - Der Exot - hab leider keine Erfahrung damit...

3) HDR

  • Photomatix Pro - HDR & Exposer-Fusion vom feinsten!
  • Luminance HDR - Kostenlos aber sehr sehr feine Ergebnisse!
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