Stallarbeit durch Pensionäre und Reitbeteiligungen?

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7 Antworten

Ich persönlich würde das so sehen: Habe ich mit einem Stall einen Einstellervertrag, könnten vermutlich die Bedingungen zu denen das Pferd eingestellt wird nicht so ohne weiteres geändert werden.

Was wurde denn mit der Dame vereinbart ? Nur ein vergünstigter Stallplatz für das Pony, für den ihr im Gegenzug das Pony für Reitstunden verwenden dürft ? Oder habt ihr euch auch dazu bereit erklärt, euch an allen Tagen, an denen die Besitzerin nicht da ist oder während des Urlaubs um das Tier zu kümmern und die Kosten für Hufschmid und Tierarzt zu übernehmen ?

Wenn ursprünglich nur von den Reitstunden die Rede war, würde ich so argumentieren, dass ihr ja ohnehin schon mehr für das Pony leistet, als ursprünglich vereinbart, also ist es euch nicht möglich, für ihre Mithilfe auch noch mal mit der Stallmiete runterzugehen.

Bei einer Person wie dieser würde ich aber auch aufpassen, dass sie auch nicht vorrechnet, was ihr mit den Reitstunden für "ihr" Pony verdient....

Menschlich gesehen ist das ja wieder eine ganz andere Sache. Und ich denke, als Stallbesitzer könnt ihr ihr durchaus auch kündigen - da müsst ihr halt für euch entscheiden, ob ihr dem Pferd zuliebe mit der Situation auskommen wollt oder ob ihr zugunsten des "Stallklimas" auf diese Einstellerin verzichtet.

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Wie steht es denn im Einstellvertrag? Dass ihr die ganze Arbeit macht, euch um das Misten usw. kümmert?

Wenn ja, dann würde ich sagen - euer Problem.

Wenn die Reitbeteiligungen einverstanden sind einmal pro Woche den Stall zu machen, dann ist das doch in Ordnung. Die Dame mit dem Pony, welches ihr für Reitstunden nehmt, ist damit eben nicht einverstanden. Und da icht davon ausgehe, dass nichts darüber im Vertrag steht, wenn es überhaupt einen gibt, dann muss sie auch nichts übernehmen.

Allerdings muss ich auch sagen, wenn man einen Reitstall aufmacht, dann muss man auch damit rechnen, dass man jeden Tag mehrere Stunden im Stall verbringt. Das weiß man ja schon vorher. Und wenn es einem zu viel ist, dann sollte man sich evtl. vorher überlegen, ob man einen Stall führt oder nicht.

Ihr könntet euch mit der Besitzerin des Ponys zusammen setzen und darüber reden. Evtl. auch einen neuen Vertrag erstellen, der beiden Parteien zusagt.
Und wenn es euch nicht passt, dass sie, sagen wir mal etwas unfreundlich oder undankbar ist, dann ist das im Grunde auch euer Problem. Man muss nicht jeden am Stall aufnehmen und eine Vergünstigung gewähren, nur weil jemand dringend einen Stall sucht. Das hört sich vielleicht böse an, aber dann kommen auch keine Probleme so wie ihr sie jetzt habt. Wenn man das überhaupt Probleme nennen kann.

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kehr doch die Geschichte um und sag ihr, dass sie mit einer Preiserhöhung rechnen müsse, da ihr in diesem Falle eine Aushilfskraft einstellen müsstet.

Ich denke, mit 400.- Fr Preiserlass plus Übernahme der Tierarztkosten sowie die des Schmiedes betreffend des Ponys , seit ihr dieser Dame mehr als nur entgegen gekommen ( kenne die Schweizer Preise ;-)  )  das holt ihr mit diesen 2 Reitstunden wöchentlich, wo ihr das Pony brauchen dürft...nie raus.

Sie wird den Stall deswegen nicht wechseln, weil sie zu diesen Konditionen nirgends mehr unter kommt.

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Kommentar von Milenahurni
14.07.2016, 11:00

Ja das habe ich mir auch überlegt. Aber es war ja vertraglich so vereinbart. Somit wäre es ja auch nicht fair jetzt einfach den Preis zu erhöhen. Natürlich ist eine Klausel vorhanden, welche berechtigt die Preise mit Vorankündigung zu erhöhen.

Muss mir das nochmals überlegen. Bin so nicht zufrieden und enttäuscht :-(

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Grundsätzlich ist es eigentlich immer so, dass die Leute, die ihre Pferde unterstellen (und dafür auch noch weniger zahlen!) auch Dienstleistungen bringen müssen, wie das ausmisten von manchen Boxen, das abäppeln der Koppel oder das Füttern der Pferde. Auch für die Einsteller sollte das kein Problem sein, und anscheinend ist ja auch jeder damit einverstanden außer die besagte Frau. 

Das ist definitiv nicht richtig! Wenn ich du wäre, würde ich ihr einfach mal einen "Deal" anbieten sozusagen "Entweder du hilfst auch im Stall mit, oder du gehst". Es kann schließlich nicht sein, dass ihr euch kaputt macht mit der Arbeit im Stall und sie schön die billigere Vollpension bekommt.

Und eine Frage am Rande: Ist es bei euch üblich die Tierarzt- und Hufschmiedkosten zu übernehmen? Da kommt ja auch relativ viel Geld zusammen, vor allem wenn das Pferd nicht mehr ganz jung ist. 

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Kommentar von sukueh
14.07.2016, 10:54

Die Frau "leistet" ja schon eine Gegenleistung für die vergünstigte Box  -  ihr Pferd kann für Reitstunden verwendet werden.

Ich denke, hier muss man wirklich genau anschauen, was ursprünglich vereinbart worden ist. Wenn die Stallbesitzer mehr leisten, als sie zugesagt haben (Übernahme Tierarzt, Hufschmid), dann können sie damit dann schon für eine zusätzliche Leistung/Mithilfe der Einstellerin argumentieren.

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Hm,

sie bekommt eine Preisvergünstigung weil sie kostenlose Reitstunden für euch gibt und ihr Pony auch für Reitstunden zur Verfügung stellt.

Nun soll sie für euch mehr tun ohne dafür entlohnt zu werden. Warum?

Und warum bezahlt ihr den Hufschmied für ihr Pony?

Verrechnet doch die Hufschmiedkosten + Tierarzt mit den Abendstunden, das müsste doch für alle in Ordnung sein. Wenn sie nicht darauf eingehen mag bezahlt sie eben den Hufschmied + Tierarzt selbst und ihr sucht euch eine Aushilfe.

October

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Wenn ihr meint das 400 Franken und Tierarztbehandlung  sowie Hufschmied zu viel gezahlt ist, für die Reitstunden die sie gibt und ihr Pony ableistet  müsst ihr den Einstellvertrag kündigen und einen neuen aushandeln.

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Ist deine Frage ob so etwas möglich ist?

Ja es gibt viele Ställe die keine "Stallburschen" haben, sondern in denen die Besitzer selbst zuständig dafür sind, die Pferde auf die Koppel zu bringen, reinzuholen, zu füttern, die Box sauber zu machen etc.

Manche Ställe geben diese Aufgaben auch an Pensionäre, Aushilfen ( Schüler, Studenten...) oder an ausländische Arbeiter ab,..

Auch einige Besitzer suchen sich Hilfe, wenn es vom Stall aus nicht gemacht wird.

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