Stalin zur Macht?

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Er war eins der Mitglieder des relativ engen Kreises der Partei der Bolschewiki. Am Anfang hat er sich in der georgischen Zelle hervorgetan bei den illegalen Aktionen, die damals auch Raubzüge um die Parteikasse zu füllen beinhalteten. So stieg er auf in der Parteihierarchie. Nach der Oktoberrevolution erwies er sich als geschickter Machtpolitiker. Er erlangte den Posten des Parteisekretärs und wurde de facto zum Führer des gemässigten Flügels innerhalb der Partei der Bolschewiki, der den radikal-linken unter Trotzki gegenüberstand. Dabei verstand er es vorerst nicht als Platzhirsch aufzutreten sondern Andere die parteiinternen Machtkämpfe direkt austragen zu lassen. Zur Quasi-Führungs-Person in der Partei wurde er viel später als die meisten braven Schüler hier gelernt haben.Er musste noch viele parteinterne Kämpfe durchstehen. Offensichtlich war er der geschicktere unter den Streitenden, denn letzendlich wurde er zu dem übermächtigen Staatschef ohne Konkurrenz. Der Versuch ihn aber als brutalen Verschwörer unter lauter Gutmenschen darzustellen int absolut irreführend. Das war ein Machtkampf wie jeder andere. Mit viel Dreck und List und den letzten bissen die Hunde.

Dieser alte Intrigant spielte die Opposition gegeneinander aus. Dazu kam seine Beharrlichkeit und scharfer Verstand, den er rücksichtslos einsetzte. Damit nicht genug, seine Politik war trotz aller Brutalität, die natürlich nicht gleich in voller Wucht zum Tragen kam, am realistischsten für die SU. Sie war auf beschleunigte Industrialisierung aus, nicht ultralinks, (entschieden anti-trotzkistisch) nicht zu gemäßigt, genau in der Mitte davon.

Es  war ein langer Weg zur Macht, aber das musst du schon selbst in Wikipedia nachlesen. Weil es, wie gesagt, ein langer Weg zur Macht war, der über Leichen gepflastert war.

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