Stahlträger Sturz in Außenwand gedreht was tun?

4 Antworten

Ich vermute das mit "gedreht" eher die Durchbiegung gemeint ist.
Verformungen und entsprechende Risse sind nicht unüblich, allerdings bei einem Bauwerk von 1994 wäre ich da sehr kritisch. Alles was nach 1960 gebaut wurde sollte keine sichtbaren Probleme haben.
Wenn der Makler eh schon die Kosten kennt, hat er vieleicht bereits ein Gutachten eingeholt. Dann sollte man es vertraglich ggf so regeln, dass er sich um die Beseitigung des Schadens kümmert.
Ein Haus ist eine riesen Investition, hier braucht man einen Fachmann um es konkret zu kaufen. Ich würde also das Geld in die Hand nehmen solch einen Fachmann zu bestellen. Natürlich auf eure Kosten.
Das ist besser als ein Gutachten des Marklers das vieleicht gar nicht tiefer liegende Schäden gar nicht mehr angibt.

Wenn das ein Stahlträger als Sturz ist, wird das ein IPE / HEA / HEB sein. Wenn der gedreht eingebaut wurde, dann verstehe ich das so, dass die Träger falsch herum eingebaut wurden (also um 90° gedreht). Dadurch hat der Träger eine wesentlich geringere Steifigkeit und hat eine geringere Tragfähigkeit, was die Durchbiegung und Risse erklärt. Das wäre dann ein klarer Fehler der ausführenden Firma, welche nun allerdings aus der Gewährleistung raus wäre.

Wenn das tatsächlich so ist, müsste man den Sturz eigentlich nochmal nachrechnen, ob er denn auch die Lasten tragen kann (scheint ja seit 1994 zu klappen).

Wie man den praktisch ersetzen kann, weiß ich jetzt nicht. Man wird den Träger herausnehmen müssen, aber währenddessen muss das darüberliegende Mauerwerk ja auch gestützt werden. Wie das umgesetzt wird, kann ich nicht sagen.

In diesem Fall, würde ich vor dem Kauf, das ganze durch einen Bausachkundigen prüfen lassen, hinterher steht ihr ziemlich einsam da, wenn es doch nicht so einfach oder günstig wäre. Ansonsten wäre es vielleicht auch möglich ein Rücktrittsrecht zu vereinbaren.

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