Stärkt stillen wirklich die Mutter-Kind-bindung?

14 Antworten

Es "kann" stimmen.

Muss aber nicht.

Auch Flaschenkinder werden geliebt. Auch zwischen Flaschenkindern und ihren Müttern/ Eltern kann sich eine tiefe Bindung entwickeln. Es kommt eben immer auf die Umstände an.

Mein Nachwuchs war zwangsläufig Flaschenkind... (so wie du). Zwischen uns besteht seit Beginn eine Bindung. Ich liebe meinen Nachwuchs seit dem ersten Moment unendlich.

Bindung entsteht nicht nur durch den Körperkontakt zwischen Babymund und Brustwarze. Die Bindung entseht durch den Umgang miteinander, den Kontakt, die Kommunikation, andersweitiger Körperkontakt (beispielsweise umarmen, kuscheln, wiegen, tragen)

Dafür sorgt ein Hormon (Oxytocin), das in der Regel das Stillen die Mutter-Kind-Bindung stärkt.

Keine Milch haben ist eher eine seltene Sache oder durch Fehlinformationen (Ärzte, Hebammen und sonstige "Fachleute", die absolut keine Ahnung vom Stillen haben) hervorgerufen: "Sie dürfen nur dann und dann und auch nur ein paar Minuten stillen" oder "Sie müssen wegen diesem Medikament abstillen" (dabei gibt es Alternativen dafür).
Bzw. das Kind bekommt zwischendurch Fläschchen und oder Schnuller...

Für mich sind Mutter-Kind-Bindung und (später) sein Kind hassen zwei Paar Schuhe.
Würde diese Mutter ihr Kind von Anfang an hassen, würde sie doch ganz anders mit dem Kind umgehen.

Hi. Das ist ein Gebiet, in welchem es viele emotionale Positionen gibt und viel Glauben an irgendwelche Theorien.

Vielleicht aus der wissenschaftlichen Psychologie heraus: Es gibt verschiedene Theorien dazu. Das kann die Psychoanalyse von Freud sein, die die Kontaktform zwischen Mutter und Kind super wichtig findet oder aber die Entwicklungspsychologie, die darauf angelegt ist oder auch die Biopsychologie, die das Hormon Oxytocin ins Leben gerufen und für wichtig erklärt hat. Egal welche Erklärungswelt man sich anschaut, ob aus der Tiefenpsychologie, der Entwicklungs- oder Biopsychologie heraus, alle sagen aus: Stillen stärkt die Bindung.

Das ist jedoch eine zusätzliche Stärkung. Das heißt nicht, dass nichtstillende Mütter gleich schlechte Bindungen haben. Es wird nur deshalb (medizinisch richtig) das Stillen empfohlen.

Was möchtest Du wissen?