Stärkste Kraft, fast alle Direktmandate: Warum ist die AfD in Sachsen so stark?

8 Antworten

Gibt sicher unterschiedliche Gründe. Einer davon ist, dass viele vernünftige Leute aus den strukturschwachen Gegenden wegziehen. Übrig bleiben dann die Dorftrottel um es sehr überspitzt auszudrücken.

Das sind Menschen, die ein systematisches Verlierer-Empfinden haben. Strukturell und persönlich. Und genau hier verprechen sie sich von der AfD Linderung. Und wenn es nur Frust bzw. die Demonstration desselben ist.

Helfen wird es Sachsen nicht. Im Gegenteil. Es macht die Region noch unattraktiver für Menschen und Wirtschaft.

Ich hab mal eine interessante Doku gesehen (von Strg_f glaube ich), da ging es um Nazis in den 90ern. In Westdeutschland gab es einige Nazis, im Osten wars halt schwer, weils eine Sozialistische Diktatur war. Nach der Wiedervereinigung hatten sehr viele im Osten die Nase voll von Sozialismus und Antifaschismus, deshalb fiel die Nazi-Ideologie auf fruchtbaren Boden und es gab sehr viele Nazis im Osten. Und das zieht sich bis heute durch. Das sind einerseits die älteren, die die DDR miterlebt haben und den Linken nicjt mehr trauen und die Generation danach, von denen viele selbst Nazis waren/sind

Und weil dort viele Arme leben, die sich von der Regierung verraten und verkauft fühlen.

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Zitate:

Die Leute wollen, dass sich etwas ändert. Deshalb haben sie die AfD gewählt - nicht, weil die so toll ist, sondern weil sich einfach etwas ändern soll.

Ich denke, es ist viel Protest dabei, Unzufriedenheit, dass man glaubt, man wird nicht gehört. Wo ja auch etwas dran ist.

Die AfD wird zur Ostpartei und bindet dort Ältere, die die größte Wählergruppe sind.

Experten erklären sich das mit einer zu großen Distanz von Politikern zu den Wählern und ihrer Lebenswelt.

Außerdem habe die sächsische Landesregierung bei rechtsradikalen Tendenzen zu lange weggesehen.

Wobei die rechtsradikalen Tendenzen vermutlich auch ein Ausdruck dieser genannten Unzufriedenheit abbilden und wesentlich geringer ausfielen, würden die ländlichen Strukturen politisch mehr Beachtung finden.

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Die Leute wollen, dass sich etwas ändert. Deshalb haben sie die AfD gewählt - nicht, weil die so toll ist, sondern weil sich einfach etwas ändern soll.

Das eben gerade nicht ! Afd-ler haben Angst vor Veränderung !

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Von Experte juergen63225 bestätigt

Dazu gibt es keine Antwort, die nur aus einem Satz besteht.

Die dümmste habe ich soeben in den "freiheitlich-demokratischen" Medien gehört:

Die ehemaligen DDR-Bürger seien unter der "Diktatur" aufgewachsen, sie wollten in ähnliche, "gewohnte" Zustände zurück!

Man bedenke dabei, dass das Gros der Rechts-Schreihälse einer Generation angehört, die das Wort "DDR" nicht mal richtig schreiben kann und in einem Alter ist, wo die DDR-Verhältnisse nur aus (schlechten!) Geschichtslehrbüchern bekannt sind.

Die Vorbeter dieser Rechtsbewegung sind zum allergrößten Teil Westimporte, die Mitläufer sind größtenteils Leute, die sich an die vielen Versprechen aus der Zeit der großen Einverleibung erinnern und einen großen Frust über deren "Verwirklichung" in sich tragen.

Hinzu kommt, dass die "Linke" durch ihre verkorkste Politik viele ihrer traditionellen Wähler einfach nur ab- und von sich wegstößt.

Auf dieser Grundlage finden natürlich alle möglichen rechte und nationalistische Kräfte sehr "fruchtbaren" Boden.

Die ehemaligen DDR-Bürger seien unter der "Diktatur" aufgewachsen, sie wollten in ähnliche, "gewohnte" Zustände zurück!

Wurde das ernsthaft so gesagt? 🤦‍♂️

Man bedenke dabei, dass das Gros der Rechts-Schreihälse einer Generation angehört,

Der größte Teil der rechtsextremistischen Szene ist nicht mal mehr deutschen Ursprungs. Es gibt zweifelsohne auch noch genügend deutsche Neonazis, jene sind aber zunehmend in der rechtsextreme Szene in der Minderheit.

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@medmonk

Ja, so ähnlich wurde das gesagt. Schade, ich hätte es mir notieren sollen!

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@Stier1240

Kannst du dich denn noch an den Sendern erinnern, auf dem es so oder so ähnlich ausgestrahlt wurde? Letztendlich auch egal, der Tenor ist ja ohnehin nicht neu.

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@medmonk

Sorry, kann ich nicht, da ich gegenwärtig ständig herum"zappe".

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Auch in Sachsen hat die AfD verloren. Sogar etwas mehr als im Bundesdurchschnitt! :-)

Dass die nutzlose AfD dort viele Direktmandate holen konnte, lag an der relativen Stärke der demokratischen Parteien, die sich so bezüglich der Direktmandate wechselseitig ausbremsten.

Da käme in Zukunft eine stärkere Zusammenarbeit und ein koordiniertes, abgestimmtes Aufstellen der demokratischen Kandidaten in Betracht...

Oh ja, die Kandidaten der Nationalen Front? So in etwa?

Bei manchen hier kann man schwere Zweifel am Demokratieverständnis haben.

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@9irgendwer9

Redest du mit deinem Spiegelbild? Wahlabsprachen und -empfehlungen sind ein absolut beanstandungsfreies demokratisches Mittel. Insbesondere um Antidemokraten und namentlich Rechtsextremisten zu bekämpfen!

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Absprachen, um einen der Demokraten nach oben zu hieven? Zweifelhaft.

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@Hinkelsteiner

Nein, keineswegs zweifelhaft, sondern ein opportunes Mittel, um Rechtsextremisten gezielt zu bekämpfen.

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@Atzej

Wahrscheinlich auch widerrechtlich. Opportun? Ja, das ganz sicher.
Warum versucht die Regierung nicht mal, auf ihre Belange einzugehen? Wie wäre es mit einem Armutsministerium anstelle eines Flüchtlingsministeriums?

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@Hinkelsteiner

Was soll "widerrechtlich" sein? Ein abgestimmtes und koordiniertes Vorgehen demokratischer Parteien, um Direktmandate der AfD zu verhindern? :-) Nein. Maßnahmen zur Bekämpfung der AfD sind nicht "widerrechtlich". :_)

Warum sollte man auf Belange von Rassisten, Ausländerhassern und Demokratieverächtern "eingehen"? Die muss man systematisch bekämpfen und sie Tag und Nacht argumentativ bombardieren, aber sicher nicht "auf ihre Belange eingehen"! :-) Die vermeintlich "Armen" sollen sich qualifizieren und arbeiten gehen, anstatt die Hand aufzuhalten.

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@Atzej

Schön euphemistisch mit "abgestimmt" und "kooridiniert" sind es doch Schäden, die einer anderen Partei zugefügt werden. So ganz eindeutig scheint mir das nich zu sein, bin aber kein Jurist.

Warum sollte man auf Belange von Rassisten, Ausländerhassern und Demokratieverächtern "eingehen"?

Wen meinst du denn damit? Die Armen? Mal eben eingeschoben eine nette grobe Beleidigung. Du tickst nicht ganz richtig, entschuldige.

Die vermeintlich "Armen" sollen sich qualifizieren und arbeiten gehen, anstatt die Hand aufzuhalten.

Genau diese Verachtung treibt die Menschen zur AfD. Ein Wahlfänger der AfD muss nur dich zitieren.
Bist du nicht SPDler? Das passt.

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