Ständiges Grübeln und Nachdenken, Gedankenkreisen abstellen und daraus resultierende Depression abstellen?

7 Antworten

Hallo Misomaniac,

was helfen kann, das Gedankenkarussell zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen ist folgendes:

- Progressive Muskelentspannung nach Jacobson - Sie hilft nicht nur dabei, besser und nachhaltiger zu entspannen, sondern auch, innerlich abschalten zu können. Es gibt hierzu entsprechende CDs im Handel.

- Leute beobachten - Wenn wieder einmal Deine trüben Gedanken kreisen, dann setze Dich irgendwo hin, wo Du Menschen gut beobachten kannst. Das lenkt Dich auf jeden Fall eine zeitlang von den quälenden Gedanken ab.

- Ein Lied lernen und es singen - Suche Dir z.B. eines Deiner Lieblingslieder und lerne den Text auswendig. Das lenkt Dich nicht nur ab, sondern bringt Dich auch in eine bessere Stimmung.

- Gedankenstopps setzen - Wenn Dir immer wieder bestimmte Gedanken in den Kopf kommen, dann setze Dir sog. Gedankenstopps. Sage Dir, sobald der falsche Gedanke kommt "Stopp" und zwinge Dich, an etwas anderes zu denken. Das funktioniert zwar nicht immer perfekt, doch es kann einem dabei helfen, schlechten Gedanken nicht ständig nachzuhängen.

Darf ich Dir noch ein paar Tipps geben, was Du sonst noch gegen Deine Depressionen untenehmen kannst? Eine Möglickeit ist z.B. körperliche Bewegung. Die moderne Medizin hat z. B. erkannt, dass Sport ein sehr wirkungsvolles und nicht zu unterschätzendes Mittel gegen Depressionen sein kann.

Verschiedene Untersuchungen, die sich mit der Wirkung von sportlicher Betätigung auf Depressionen befassen, haben erstaunliches zutage gefördert: Regelmäßig und ausdauernd Sport zu betreiben, hat eine ähnliche stimmungsaufhellende Wirkung wie die Behandlung mit Antidepressiva. Auch wenn es Dir anfangs äußerst schwer fallen mag, Deinen Körper in Bewegung zu setzen, wirst Du nach einiger Zeit erstaunt sein, welche Wirkung diese einfache Maßnahme auf Deine psychische Verfassung hat. Einige Forscher sind sogar der Meinung, dass Sport eine echte Alternative zur Behandlung mit Psychopharmaka darstellt. Das gilt vor allem bei leichten bis mittelschweren Depressionen.

Doch selbst bei schweren Depressionen gilt Sport als ausgezeichnetes Mittel zur unterstützenden Behandlung. Dieser große Erfolg ist zum Teil darauf zurückzuführen, das Ausdauersport zur vermehrten Ausschüttung von sogenannten Endorphinen führt. Diese Stoffe erzeugen Glücksgefühle und dämpfen Angstgefühle. Bei sehr schweren Depressionen kommt man allerdings nicht umhin, Antidepressiva zu nehmen. Diese wirken stimmungsaufhellend, antriebssteigernd und auch angstlösend. Experten empfehlen neben der Medikamententherapie auch eine psychotherapeutische Begleitung. Bei der Therapie geht es darum, negative Denkmuster und innere Einstellungen zu verändern. Es ist also wichtig, sich auch in ärztliche Behandlung zu begeben und nicht zu meinen, dass allein der Sport dazu verhilft, wieder gesund zu werden. Was aber könntest Du noch tun, um gegen Deine Depressionen anzugehen?

Ganz wichtig ist es gerade jetzt, dass Du nachsichtig und geduldig mit Dir selbst bist. Mach Dir immer wieder klar, dass es eben Zeit braucht, aus Deinem Tief wieder herauszukommen und dass eine Depression nicht ewig dauert. Du kannst sie überwinden und wieder völlig gesund werden! Vergiss das nie!

Da die Depression vorübergehend Deine Leistungsfähigkeit hemmt, solltest Du Dir auch nie zu viel an einem Tag vornehmen. Lerne es, immer nur kleine Aktivitäten durchzuführen und belohne Dich , wenn Du sie geschafft hast. Das versetzt Dich in eine positivere Stimmungslage. Ja, Erfolge, wenn anfangs auch nur sehr gering, können ein erster Hoffnungsstrahl sein. Auch wenn Dir oft danach zumute ist: Lasse Dich nicht einfach hängen, indem Du Dich in Dein Mauseloch verkriechst. Das macht es letztendlich nur noch schlimmer. Werde aktiv, auch wenn es Dich große Überwindung kostet! Und wenn Du es geschafft hast, dann sei stolz auf Dich!

Wenn man eine Depression hat, dann saugt man negative Gedanken quasi wie ein Staubsauger in sich auf. Außerdem drehen sich Deine Gedanken wahrscheinlich ständig um Deine eigene schlimme Situation und immer wieder kommt Dir Negatives in den Sinn. Was könntest Du gegen die Negativspirale tun, in der Du gefangen bist? Versuche doch einmal ganz bewusst über Folgendes nachzudenken: Gibt es etwas in Deinem Leben, wofür Du dankbar sein kannst? Welche Menschen sind für Dich da und lieben Dich? Gibt es weitere Menschen, die Dir helfen könnten? Gibt es etwas, was Dir guttun würde, um Dich für eine gewisse Zeit von Deinen negativen Gedanken abzulenken?

Wie Du ja selbst weißt, ist man bei einer Depression oft total am Boden. Dann ist man für jedes tröstende Wort sehr dankbar, nicht wahr? Ich habe festgestellt, dass die Bibel sehr viele trostreiche Gedanken enthält, die einen wieder aufrichten können. Ich weiß zwar nicht, ob Du an Gott glaubst, doch er verspricht gerade den Niedergedrückten folgendes: "Der Herr ist denen nahe, die verzweifelt sind, und rettet jeden, der alle Hoffnung verloren hat.   Zwar bleiben auch dem, der treu zu Gott steht, Schmerz und Leid nicht erspart; doch aus allem befreit ihn der Herr! " (Psalm 34:19, Hoffnung für alle). Auch wenn Gott Deine Depressionen nicht durch ein Wunder heilt, sichert er Dir hier zu, dass er Dir nahe sein und Dir helfen kann. Wichtig ist es aber, dass Du Dich ihm zuwendest.

Du siehst also, dass man eine ganze Menge gegen Depressionen unternehmen kann. Gib daher nicht auf und kämpfe weiter! Und nimm auch alle Hilfen an, die Dir zur Verfügung stehen. Dabei kann auch immer ein Gespräch mit einer mitfühlenden Person sehr wirksam und heilsam sein.

Ich wünsche Dir, dass es Dir gelingt, mit Deinen Depressionen immer besser fertig zu werden und sie eines Tages sogar ganz zu überwinden! Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

Ich habe ein ähnliches Problem, befinde mich auch in Therapie und weiß auch teilweise nicht, wie ich aus den bösen Gedanken heraus komme. Ich stehe noch ganz am Anfang der Therapie, ein bisschen was hat meine Therapeutin mir aber schon an die Hand gegeben, z.B. dass ich versuchen soll, mir ein schönes Thema zum Nachdenken zu suchen, etwas, wo ich gerne dran denke. Außerdem hat sie mir empfohlen, einen Kurs für progressive Muskelentspannung zu machen. Das hilft wohl in der direkten Situation und positiver Nebeneffekt wäre, dass man nicht mehr so schnell Verspannungen bekommt. Ich habe das allerdings noch nicht ausprobiert, da der Kurs genau da anfing, als ich vor 2 1/2 Wochen meine Fehlgeburt hatte.

Was mir aus meiner Erfahrung heraus noch hilft, ist selbst Musik zu machen, ich spiele in einem Orchester und während der Proben bin ich tiefenentspannt. Und zusätzlich bin ich da noch unter Leuten, habe also gar keine Zeit nachzudenken.

Über Tipps zum Einschlafen - da bin ich nämlich ganz besonders am Grübeln - wäre ich auch sehr dankbar :)

Hallo, also mit den ganze Entspannungsübungen bin ich durch.... das bringt bei mir gar nichts weil ich mich nicht darauf konzentrieren kann. Meine Gedanken schweifen ständig ab. Ich kann nicht mal einen normalen Text lesen weil ich am ende nicht mehr weiß was am Anfang steht. Während des Lesens denke ich über andere Dinge nach.

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Was Du beschreibst, klingt nach Zwangsgedanken, bzw. nach einer Zwangsstörung: Ist das Thema in Deiner Therapie? (Musst Du hier nicht beantworten.) Dort würde das eigentlich hingehören.

Möglicherweise würde Dir ein Termin beim einem Facharzt helfen, damit Du Medikamente verschrieben bekommst, die bei Zwangsstörungen helfen. Oder eine Verhaltenstherapie, die gezielt dagegen vorgeht.

Beim Patiententelefon der Kassenärztlichen Vereinigung Deines Bundeslandes kannst Du gezielt nach V-Therapeut/inn/en fragen, die sich auf Zwangsgedanken oder Zwangsstörungen spezialisiert haben.

Darüber hinaus gibt es Psychosomatische Fachkliniken, auch für Leute mit Zwangsgedanken. Jeder Arzt kann einen solchen Aufenthalt verschreiben. Der Vorteil: Man kommt mal 'aus allem raus'. Das ist keine Psychiatrie, also es geht nicht um eine Notfallversorgung, sondern um ein gründliches Aufarbeiten der Probleme.

Gute Besserung!!

Hallo, mein Therapeut weiß dass ich unter zwanghaftem Gedankenkreisen leide. Danke für den tipp aber ich glaube ich kann diesen Schritt nicht gehen, manchmal ist es gar nicht so schlimm bzw. ich kann damit Leben. Nur Phasenweise könnte ich einfach nur weinen und bin total unglücklich. Wenn ich gerade nicht so eine Phase habe (denke ich trotzdem ständig nach) aber bin nicht zwangsläufig unglücklich.

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Wie kann ich diese ganzen Gedanken loswerden und mein Leben zurückbekommen?

Hallo. Es tut mir leid, falls der nachfolgende Text etwas chaotisch geworden ist. Ich wollte nur irgendwie so viele Gedanken von mir, wie mir einfallen, und so viele Situationen, wie ich gerade weiß, nennen.

Also, ich bin weiblich, 18 Jahre alt und habe, wie in der Überschrift erkennbar, ein Problem mit meinen Gedanken. Warscheinlich ist das nur eine Phase oder so, aber ich würde gerne wissen, wie ich aus dieser Phase rauskommen kann. Irgendwie bin ich so in der letzten Zeit ziemlich nachdenklich geworden. Ich habe begonnen, über mich selbst, meine Ernährung, meinen Umgang mit meinen Mitmenschen, meinen Charakter, was ich nach dem Abitur machen möchte usw. nachzudenken.

2016 habe ich z.B. meine Ernährung etwas umgestellt und habe leider durch das viele Nachdenken, was gesund ist und was nicht und die Angewohnheit, nur zu essen, wenn ich wirklich hungrig bin, sehr oft ein schlechtes Gewissen. Ich kann kaum irgendwas essen, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben. "Obst enthält auch viel Zucker, zu viele Milchprodukte, zu viel Fleisch, zu viele gesättigte Fettsäuren, zu viel Brot,...". Solche Gedanken habe ich ständig. Ich kann gar nichts mehr genießen, weil ich nur über die Inhaltsstoffe nachdenke, und ob mir das Lebensmittel schaden könnte. Häufig habe ich auch Angst, beziehungsweise ein ungutes Gefühl, wenn ich z.B. sehe, wie viele Süßigkeiten, wie viel Zuckerzeugs und Fastfood mein Bruder ständig isst. Früher habe ich das auch öfter gegessen, aber inzwischen vermeide ich das meist. Manchmal hingegen denke ich mir sowas wie "Du magst doch Schokolade, früher hast du sie so gerne gegessen, iss ein Stück" und zwinge mich mehr oder weniger dazu. Kann auch sein, dass ich mich gar nicht zwinge, sondern das wirklich will, aber es nicht merke. Denn durch dieses viele Nachdenken habe ich irgendwie das Gefühl dafür verloren, was ich will und was nicht. Nachdem ich was Süßes oder so gegessen habe, frage ich mich oft: "Wolltest du das überhaupt oder war das aus Zwang?" Wenn ich dann was Süßes gegessen habe oder andere ungesunde Sachen, versuche ich meist, am nächsten Tag oder die nächsten Tage, so wenig "ungesunde" Sachen zu essen, wie es geht. Ich isoliere mich auch manchmal, weil ich manchmal mit der Entscheidung nicht klarkomme, ob ich jetzt mit meinen Freunden eine Pizza mitbestellen soll oder nicht. Das geht irgendwie ein bisschen in Richtung Orthorexie, aber wenn ich z.B. mit meiner Familie oder so esse, esse ich oft trotzdem die von mit verteufelten Dinge und habe manchmal kein schlechtes Gewissen. Wenn ich alleine, also meinen Gedanken ausgesetzt bin, z.B. beim alleine essen oder nachts im Bett ist es viel schlimmer

Es weitet sich aber auch auf andere Lebensbereiche aus: Ich wäre gerne weniger egoistisch und denke viel darüber nach, wie ich meinen Charakter verbessern kann. Ich mag mich selber nicht besonders. Manchmal gibt es schöne Momente, wie z.B. das gemeinsame Weihnachtsfest mit meiner Familie, aber die blöden Gedanken nehmen m

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