ständig Vertretung

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2 Antworten

Hallo,

das klingt für mich schon sehr komisch. Hat sie 40 Tage bezahlten Urlaub gehabt oder unbezahlten?

Ich glaube nicht das du die Vertretung ablehnen kannst. Das könnte unter umständen als Arbeitsverweigerung gewertet werden.

Warum suchst du nicht einmal den Dialog mit deinem Chef und sprichst ihn auf diese Thematik an?

Lg

Das habe ich schon zigmal getan. Ich habe mich sogar offiziell beschwert und auch das Gespräch mit ihm und dem Personalrat gesucht. Doch er redet sich dann raus mit "Ich gucke das mal nach und ich kümmere mich", aber letztendlich passiert nichts. Sie hatte natürlich bezahlten Urlaub und man kann hier sehr gut mit einem Korrekturbeleg tricksen, bzw. betrügen, d.h. an den Extra-Tagen kann sie ja nicht stempeln, füllt aber anschließend einen Korrekturbeleg aus mit dem Hinweis: "Stempelkarte verlegt". Diese Frau hat schon mehrfach Urkunden gefälscht, z.B. eigene Dokumente mit unserem Siegel gesiegelt und selbst beglaubigt, aber auch das beeindruckt den Chef überhaupt nicht. Meinst du wirklich, dass ich nichts machen kann, wenn es doch sonnenklar ist, dass hier jemand mehr Urlaub bekommt, als ihm zusteht?

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@almutweber

Wenn sie eine Zeiterfassungskorrektur für Tage veranlasst, an denen sie abwesend war, ist das Betrug. Das würde ich auf jeden Fall melden, weil dieser Betrug schnell aufzudecken ist.

Ich hatte auch einmal eine Kollegin, die oft mehrere Stunden Mittagspause gemacht, und dann "vergessen" hat, auszustempeln. So kam sie zu vielen Überstunden, aber das hat mich so sauer gemacht, dass sie auf Wunsch der Firma kündigen musste.

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@almutweber

Da kannst du natürlich was machen.

Ich würde mich einmal an den Betriebsrat wenden oder an die Gewerkschaft. Das ist nämlich Betrug.

Jetzt einmal eine andare Frage?

Wie kann der Chef ihr das durchgehen lassen? Verstehen sich die beiden vielleich zu gut? Unternehmen sie auch manchmal etwas privates?^^

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Dein Chef muss Dir die Anzahl der Urlaubstage dern Kollegin nicht erklären. Wenn die Personalabteilung das absegnet, wird das schon in Ordnung sein. Du weißt ja nicht, ob ein paar unbezahlte Urlaubstage dabei sind. Vermutlich gibt es noch die zwei "Arbeitsbefreiungstage" jährlich. Auch gibt es Sonderurlaube bei Beerdigungen, Umzüge, etc.

Wenn Du nun die Vertretung einfach ablehnst, ist das schlichtweg Arbeitsverweigerung.

Sollten die "künstlichen Überstunden" nachweisbar sein, würde ich zuerst mit dem Betriebsrat darüber reden.

die künstlichen Überstunden kann ich zum Teil nachweisen und habe es auch schon getan. Er sagt dann"" Ich kümmere mich" und dies sagt er seit drei Jahren. Ich weiß sehr wohl, dass kein unbezahlter und kein Sonderurlaub dabei war. So weit waren wir schon mit dem Personalrat. Er hat vor dem Personalrat erklärt, dass es sich um bezahlten Jahresurlaub handelt und sie weder unbezahlten noch Sonderurlaub bekommen hat. Es ist also der normale Jahresurlaub und es gibt nur die eine Erklärung, dass sie den selbst mit dem oben erwähnten Zeitkorrekturbeleg "erweitert". Da ich ständig mit meinen Urlaubswünschen das Nachsehen habe, da ihre Wünsche grundsätzlich vorgezogen werden, kann ich meinen Sommerurlaub immer erst Ende September antreten. (Wir sind nur drei Mann in der Abteilung und zwei müssen immer da sein). Mein Chef hat auch schon zugegeben, dass sie zu seinen Lasten Urkundenfälschung vorgenommen hat, also Urlaubsanträge, die er unterschrieben hat, nachträglich geändert und aufgestockt hat. Doch es bleibt alles ohne Konsequenzen. Daher denke ich, dass ich auf Aufklärung bestehen kann, wenn ich mehr als vier Monate im Jahr die gesamte Vertretung für diese Frau machen muss.

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@almutweber

Du sitzt schneller in den Nesseln, als Dir lieb ist. Vereinbare einen Termin mit dem Betriebsrat. Denn er ist nicht dafür da, Betrüger zu unterstützen, sondern er ist Ansprechpartner für Ungerechtigkeiten. Mache auch ein persönliches Protokoll, wann sie kommt und wann sie tatsächlich geht. Das kann sehr hilfreich sein.

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@almutweber
Mein Chef hat auch schon zugegeben, dass sie zu seinen Lasten Urkundenfälschung vorgenommen hat, also Urlaubsanträge, die er unterschrieben hat, nachträglich geändert und aufgestockt hat. 

Da scheint aber nicht nur der Chef zu pennen...... Bei einem normal organisierten betrieblichen Ablauf, geht der genehmigte Urlaubszettel in die Personalabteilung und von dort ein Exemplar/Kopie nach Eintragung in die Fehlzeitenverwaltung an den betreffenden ArbN. D. h., es liegt ein Duplikat über den tatsächlich beantragten und genehmigten Urlaub vor und von daher müßte einwandfrei nachvollzogen und bewiesen werden können, wenn einer im Nachhinein Änderungen vorgenommen hätte. Das wäre dann auch gleichzeitig ein Grund für eine Kündigung.

Wenn das Alles wirklich so ist wie du es beschreibst, gibt es nur zwei Möglichkeiten: entweder, der Laden hat einen vollkommen unfähigen Chef oder die ungeliebte Kollegin hat den Knaben mit irgendwas in der Hand. Beides kann nach meiner Einschätzung für dich nur bedeuten: Augen zu und durch. Alles Andere wird zum Eigentor.

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@ralosaviv

sehe ich ganz genau so- bloß nicht die Vertretung verweigern, denn ein wichtiger rechtlicher Grundsatz lautet: Ein Unrecht wiegt kein anderes Unrecht (in diesem Fall Arbeitsverweigerung) auf

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