Ständig sehr starke Kopfschmerzen, was tun?

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3 Antworten

Hallo Y0503A,


da die genetische Veranlagung, Migräne zu bekommen, erblich ist, kann es schon sein, dass du Migräne hast. Der zuständige Facharzt für Migräne ist ein Neurologe. Lasse dir von deinem Hausarzt eine Überweisung dorthin geben.


Die typischen Anzeichen für Migräne sind:

  • Anfallsartiger - meistens einseitiger – Kopfschmerz (stechend oder pochend).
  • Übelkeit (manchmal mit Erbrechen), Appetitlosigkeit.
  • Licht-, Geräusch-, oder Geruchsempfindlichkeit.
  • Der Schmerz verschlimmert sich bei Bewegung / körperlicher Anstrengung.
  • Dauer einer Migräneattacke: Wenige Stunden bis zu 3 Tagen.
  • Die ersten Migräneanfälle treten bei den Meisten erst ab der Pubertät auf.
  • „Normale“ Schmerzmittel wirken oft nicht ausreichend.


Es gibt verschiedene Arten von Migräne, deshalb müssen nicht alle genannten Symptome auch immer und bei Jedem genauso zutreffen.

Es ist wichtig, dass der Grund deiner Kopfschmerzen herausgefunden wird, denn nur dann kannst du auch das Richtige dagegen unternehmen. Bei Migräne helfen nämlich ganz andere Medikamente und Therapien, als bei Spannungskopfschmerzen.

Mir hilft bei meiner Migräne die Vorbeugung gut, indem ich die möglichen Migräneauslöser vermeide:

Bestimmte Nahrungsmittel sind häufig Auslöser von Migräne. Das können bei jedem Migräniker andere sein - man muss einfach beobachten, was man in den Stunden vor einer Attacke gegessen oder getrunken hat.

Häufig sind Geschmacksverstärker wie Glutamat Migräne auslösend. Sie sind in den meisten Fertigprodukten enthalten: Tütensuppen, Chips, xxx-fix - Kochhilfen, Fertiggerichten, Gewürzmischungen, usw.

Menschen mit einer Veranlagung zu Migräne reagieren sehr sensibel auf Veränderungen, deshalb können bei ihnen ein regelmäßiger Schlaf-/Wachrhythmus und ausreichend Schlaf der Migräne vorbeugen. Man sollte auch einen geregelten Tagesrhythmus haben und vor allem die Mahlzeiten regelmäßig einnehmen (keine Mahlzeit auslassen). Ausreichend zu trinken ist sehr wichtig!

Histaminreiche Lebensmittel (Alkohol, reife Käsesorten, Nüsse,…) können bei Menschen, die zugleich auch eine Histaminintoleranz haben, auch zu einem Migräneanfall führen.

Aktiv-/Passivrauchen begünstigt ebenfalls Migräneattacken.

Auch Stress kann ein Auslöser sein. Wobei die Migräne häufig erst nach der Stressphase in der Entspannungsphase auftritt. Die Vermeidung von Stress ist wichtig. Regelmäßige Entspannungsübungen und leichter Ausdauersport können vorbeugend helfen.

Weitere (nicht immer vermeidbare) Auslöser der Migräne sind: Wetterumschwung, Hormonschwankungen (Menstruation oder eine Pille, die Östrogen enthält), grelles oder flackerndes Licht.

Der erste Weg sollte aber immer erst mal zum Neurologen sein - für die Diagnose und zur Verschreibung der speziellen Migräneschmerzmittel. Triptane (z. B. Sumatriptan) helfen sehr gut gegen den Migränekopfschmerz und die Begleitsymptome, wie Übelkeit.

LG Emelina


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Kommentar von Emelina
09.02.2016, 14:00

Danke für den Stern :-)

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Migräne wäre eine Möglichkeit, aber ich verstehe nicht, wieso man da ein CT braucht, wie vorgeschlagen.

Geh erstmal einfach zu deinem Hausarzt, der kann dir evt. einen anderen Arzt empfehlen. Ich habe selber auch Migräne, aber zum Glück nicht mehr so schlimm.

Damals habe ich ein gutes Schmerzmittel gehabt und eins gegen Übelkeit.

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Geh am besten ins KH und mach ein CT, vielleicht leidest du an Migräne!

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Kommentar von Emelina
19.12.2015, 03:51

Ein CT ist nicht nötig. Für die Diagnose "Migräne" muss manchmal ein MRT gemacht werden, um andere Ursachen für die Kopfschmerzen auszuschließen.

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