Ständig Lampenfieber!

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2 Antworten

Bei Lampenfieber hilft nicht tief durchzuatmen, sondern sich gezielt auf das Ausatmen zu konzentrieren. Gegen die Angst vor dem "Fehler machen" hilft auch nicht "mehr Üben" oder grübeln, hoffentlich, hoffentlich, hoffentlich...

Ein Konzert geben, einen Vortrag halten, eine Präsentation abhalten hat nichts mit "darüber nachdenken" zu tun, sondern ist reines Machen. Schwimmen, Fahrradfahren Klavierspielen usw. lernt man nicht durch büffeln, sondern durch Übung bis man es kann. Nehmen wir als Beispiel Autofahren lernen und die Fahrprüfung bestehen (durchaus übertragbar auf dein Klavierspielen):

Du brauchst nicht mehr Fahrstunden, damit machst du dich nur weiter verrückt. Du weißt wie es geht, hast das alles drauf, was willst du noch üben?

Es sind übrigens die intelligenteren Fahrschüler, die dieses Problem haben. Du denkst zu viel und viel zu negativ. Wenn du irgend etwas falsch gemacht hast, dann war das eben verkehrt, wird abgehakt, und weiter geht*s. Passiert ist passiert, du kannst es nicht rückgängig machen. Warum dich selbst also hinterher damit weiter verrückt machen.

Ein Autofahrer hat das Gefühl für das Fahrzeug im Hintern, denkt darüber gar nicht nach. Alle solche Sachen wie, Schalten, Lenken, Blinken, in den Spiegel sehen usw. sind Routine und zu Automatismen geworden. Beim Fahrradfahren denkt man ja auch nicht "Oh, jetzt muss ich mal klingeln, nicht vergessen zu treten, bloß nicht umkippen"...sondern fährt einfach Rad.

So wie du jetzt an die Sache Autofahren herangehst, trainierst du so zu sagen das genaue Gegenteil von dem, was du erreichen willst. Hör auf zu denken, fahr einfach den Wagen von hier nach da.

Sind die Automatismen erst einmal eingefahrene Kiste, besteht selbst der dümmste Vollpfosten die Führerscheinprüfung. Autofahren hat wie Fahrradfahren auch nichts mit Denken oder Intelligenz zu tun.

Bei Vortrag, Präsentation oder Aufführungen ist es genau so. Man weiß, was man sagen oder spielen will, hat seinen roten Faden im Kopf und macht dann einfach. Man kann sich versprechen/verspielen, unterbrochen werden, ins Haspeln kommen usw. Das ist dann einfach so, das muss man für sich akzeptieren. Dann fängt man den Satz noch mal an, und gut.

Stell dir bloß mal vor, die Zuhörer da ziehen auch alle vorm Kacken die Hose runter;-) Es ist auch niemand da, der dir den Kopf abreißen wird, weil keiner 'ne Leiche am Hals haben will ;-)

Wenn die Generalprobe schief laeuft, wird die Auffuehrung gut. Ist immer so. Tiiiiiieeeef durchatmen.

Bei Englisch-Praesi: ueb sie vorher vor dem Spiegel oder stell sie jmd vor (ist auch praktisch zum Zeit checken). Dann, bevor es los geht: tiiiiiiiiief durchatmen, Blick nach hinten an die Wand und erzaehle es dem Poster ganz hinten :)

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