Ständig Blasenentzündung, Pilze etc., was hilft?

7 Antworten

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Eine Blasenentzündung ist nicht so schnell ausheilbar. Vorallem kann ein Antibiotika nicht nur aus gutem Glauben genommen werden, dass es schon heilen wird. Außerdem kommen meist verschiedene Bakterienstämme vor, die unterschiedlich lange ausheilen. Fakt ist eins; bleibt nur eine einzige Bakterie zurück, beispielsweise vom aggressivsten Stamm, kann es sein, dass die Entzündung schon nach einem Tag wieder von vorn beginnt. Eine Blasenentzündung kann somit chronisch werden, wenn sie nicht vollständig ausgeheilt ist. Dann wird der Arzt das nächste Antibiotikum ansetzen, usw.. Am Ende einer langen Odysse ist man dann aller Wahrscheinlichkeit resistent auf alle möglichen Antibiotika und die Ausheilung wird noch komplizierter, da das Immunsystem durch die starken Antibiotikas auch im Keller ist. Man muss somit von Anfang an den Arzt darauf drängen, das er vor Ansetzen des Medikaments den Bakterienstamm untersuchen lässt, damit nicht nur "irgend ein Antibiotika" genommen wird. Es kommt also darauf an, aktiv gegenzusteuern. Soll heißen, sich nicht irgend was verschreiben lassen! Keinen Zucker dem Körper zuführen (egal wo er auch drin ist) und trinken was man kann (3-4 Liter sollten es schon sein), damit auch die letzte Bakterie ausgeschwemmt wird. Übrigens Weißmehlprodukte werden ebenfalls durch die Verstoffwechelung in Zucker umgewandelt und haben den gleichen Effekt, wie reiner Kristallzucker. Da klatschen die Bakterien aber auch Pilze in die Hände vor Freude über so viel Zuwendung. Pilze und Bakterien gedeihen gut bei Zufuhr von Kristalzucker, aber auch, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Eine einzige Antibiotikatherapie stört die Darmflora derart, dass es Monate dauert, bis diese wieder vollständig in Takt ist. Zusätzlich ist es sinnvoll, Arctuvan (Tabl.), UROLflux (zum Durchspülen), Angocin (Tabl.) aus der Apotheke zu besorgen. Heiße Bäder sind auch hilfreich und das Ausschwitzen in der Sauna. Dabei aber erst recht ganz viel trinken! Wenn eine Blasenentzündung erst einmal chronisch wird, ist es meist nicht mehr umkehrbar. Leider berichte ich aus Erfahrung.
Ja und zur Haarpflege : Wichtig für gesundes Haar ist in erster Linie eine gesunde Ernährung. Dabei spielen Obst ( besonders Himbeeren und Mango) und Gemüse eine wesentliche Rolle, sowie auch Vollkornprodukte. Am besten ist wohl eine mediterrane Ernährung. Es muss ja einen Grund haben, warum die Menschen in den Mittelmeerländern eine so üppige Haarpracht haben. Das sind nicht nur allein die Gene. Eine Ernährung mit viel Weißmehlprodukten und Fastfood und übermäßigen Zuckerkonsum übersäuert den Organismus und viele Abläufe in unserem Organismus verkümmern dadurch und können ihre Funktionen nicht mehr so ausführen wie einst vor tausenden von Jahren, als die Ernährung noch vollkommen natürlich verlief. Zusätzlich zur Verstoffwechselung von Obst und Gemüse sind Öle kalt gepresst mit einem hohen Anteil an Omega³-Fettsäuren (Lein-Öl, Hanf-Öl, Oliven-Öl) notwendig. Dreimal tgl. ein Teelöffel zur Obst- und Gemüsezufuhr ist wirklich zu empfehlen. Herkömmliche Margarine und Butter enthalten zu viel Omega6-Fettsäuren. Sollte man meiden und statt dessen auf Bio-Produkte umsteigen Ein weiterer wesentlicher Aspekt, der Haare und Kopfhaut erkranken lässt, ist massives Rauchen und andere Suchtmittel. Stress ist ebenfalls schädlich sowie manche Medikamente auf chemischer Basis beruhend. Ja und zum Schluss noch ein Hinweis auf die Haarpflegemittel. Verwende natürliche Haarpflegemittel ohne massive Zusatzstoffe und vor allem ohne Parabene. Der Markt hält genug davon bereit, die sind aber etwas teurer, doch das Haar dankt es Dir.

Ich wünsche Dir alles Gute

Wow, danke für den sehr ausführlichen Rat. Ich ernähre mich relativ gesund, also sehr viel Gemüse, Reis etc., rein vegetarisch .. das einzige Problem ist wahrscheinlich, dass ich gerne Cola light trinke. Shampoo etc. nehme ich bereits ohne Parabene und PEG-Derivate.. ich versuche mal die gesunde Ernährung noch etwas weiter auszubauen und mehr auf natürliche Hausmittelchen zurückzugreifen :)

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Guten Morgen Yayax,

zunächst möchte ich dir sagen, dass ich genau weiß wie du dich jetzt fühlst. So eine Blasenentzündung wird leider von vielen einfach als Kleinigkeit abgetan. Das dies aber enorm stark & schnell auf die Psyche geht sehen hier nur die wenigsten.

Die ständige Einnahme von Medikamenten, insbesondere aber von Antibiotika ist auf Dauer leider fast kontraproduktiv. Wann man daher zu Antibiotika greifen muss solle man danach IMMER die Scheiden - und Darmflora wieder aufgebauen & unterstützen. Ansonsten führt dies zu Scheidenpilz und womöglich einer erneuten Blasenentzündung.

Hierzu eignen sich z.B. Hefekapseln und Vaginalzäpfchen.

Nimmst du etwaige hormonelle Verhütungsmittel ein? Diese sind leider auch oft für Entzündungen der Harnwege und auch für Scheidenpilz verantwortlich.

Wenn die Blasenentzündung nicht spätestens nach 3 Tagen von selbst verschwindet, Blut im Urin oder Fieber hinzukommt musst du zum Arzt oder ins Krankenhaus. Ob du nun willst oder nicht. Andernfalls riskierst du eine Nierenbeckenentzündung welche deinen Nieren sehr zusetzt - von den höllischen Schmerzen mal ganz abgesehen.

Ich selbst litt oft unter Blasenentzündungen bis hin zur Nierenbeckenentzündung (autsch!). Daher habe ich mich auch ausführlich mit dem Thema beschäftigt.

Was genau mir letztendlich geholfen hat kann ich im Nachhinein natürlich auch nicht sicher sagen, dennoch notiere ich dir hier einfach mal alles was ich so im Laufe der Zeit gesammelt habe:

  • Nieren- und Blasentee
  • Brennesseltee
  • Kürbiskerne
  • viel trinken! (Das liest man wirklich überall und hört es auch andauernd. Irgendwann nervt es - ich weiß - aber: du musst wirklich immer und dauerhaft viel trinken. Nicht nur bei einer vorhandenen Blasenentzündung. Mind. 2-3 Liter am Tag) Eventuell vorher mit dem Arzt absprechen!
  • Kaffee, Zitrusgetränke, Kohlensäure und Getränke mit künstlichen Süßstoffen meiden
  • Füße warmhalten! Laufe nur noch mit Socken umher - immer! Trage auch nachts Socken! Das ist unheimlich wichtig. Am besten du besorgst dir gleich mal ein paar warme Kuschelsocken.
  • Blase nicht zu warm halten - Bakterien vermehren sich sonst super. Also niemals auf die Wärmflasche setzen o.ä. Cranberry-Saft oder Cranberry-Kapseln - tägl. 2 Stück nehmen (s. Packung); 1x morgens, - 1x abends
  • D-Mannose Pulver (D-Mannose ist eine Zuckerart, die mit Glucose verwandt ist, aber im Körper kaum verstoffwechselt wird. D-Mannose wird stattdessen mit dem Urin ausgeschieden. Auf ihrem Weg durch die Blase bindet die D-Mannose jene Bakterien an sich, die Harnwegsinfekte und Blasenentzündungen verursachen. Die lästigen Bakterien verschwinden jetzt – gebunden an die D-Mannose – mit dem Urin in der Toilette.) 1x tägl. vermischt mit Wasser trinken - Bei Blasenentzündungen nach dem GV: ca 1 Std. vor dem Sex trinken
  • Watex-Kapseln von BodyVita (Orthosiphon Aristatus; Die Blüten des Orthosiphon Aristatus werden in der thailändischen Medizin schon seit Tausenden von Jahren bei Harnwegserkrankungen, Fettleibigkeit, Bauchwassersucht, Gicht und Diabetes angewendet) - 3x tägl. vor den Mahlzeiten mit reichlich Wasser einnehmen
  • Pille absetzen! Sie begünstigt Harnwegsinfekte - hierzu findest du viele Informationen im Netz. (s. auch Packungsbeilage unter Nebenwirkungen)
  • Die Blase immer rechzeitig leeren - wenn nötig hilft Wecker stellen (manche "vergessen" es schlichtweg auf Toilette zu gehen und lassen die Blase zu voll werden)
  • Auf Toilette nicht pressen oder drücken - lass dir Zeit
  • Baumwollunterwäsche tragen und auf String-Tangas verzichten
  • Gebe darauf acht auf Toilette keine Darmbakterien in die Harnröhre zu befördern! Richtige Wischtechnik anwenden (von vorne nach hinten!)
  • Nach dem Sex sofort (spätestens aber innerhalb 15 Minuten) auf Toilette gehen und die Bakterien kräftig ausspülen (es sollte nicht nur tröpfeln) deshalb Sex mit leerer Blase vermeiden- Sex mit Kondom verhindert (meist) keine Blasenentzündung
  • Betreibe eine ausreichende Intimhygiene. Sowohl zu viel als auch zu wenig ist schlecht.
  • Verzichte auf Intimsprays und achte auf geeignete Waschlotionen oder wasche schlicht mit Wasser.
  • Bei wiederkehrende Blasenentzündung empfiehlt sich das Überprüfen der Harnröhre - diese kann mit der Zeit z.B. verengt sein.

Wichtig ist auch das NACH einer jeden Blasenentzündung noch einmal eine Urinkultur angelegt wird. Immerhin muss festgestellt werden, ob die Bakterien durch das Antibiotika auch besiegt wurden. (oder durch die eigenständige Behandlung ohne AB)

So nun kommen wir zum leidigen Thema "Scheidenpilz" auch hier ähneln sich viele der o.g. Tipps. D.h. du kannst mit Berherzigung der ersten Tipps quasi 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen. Dennoch gehe ich nun noch intensiver auf das Thema ein.

  • Der Erhalt des natürlichen ph-Wertes ist natürlich das A&O. Idealerweise liegt der pH-Wert der vaginalen Schleimhaut im sauren Bereich zwischen 3 und 4 (od. 4 - 4,5). Milchsäure stabilisiert den pH-Wert.
  • Die richtige Intimpflege: Waschlotionen, die den sauren pH-Wert in der Vagina schützen (Apotheke, Drogeriemarkt,...) - Achtung: hier gehen die Meinungen auseinander. Am besten mal den Gyn fragen.
  • Im Gegensatz zu o.g. Tipp: einfach mit Wasser reinigen. Das sollte auch völlig ausreichen
  • den äußeren Intimbereich max. 1 pro Tag mit lauwarmen Wasser oder einem sanften Waschgel säubern
  • trockene Handtücher verwenden die regelmäßig (!) gewechselt werden
  • seperaten Waschlappen & Handtuch für den Intimbereich verwenden
  • Bzgl. der Waschlappen: Waschlappen zur Intimpflege nur 1x gebrauchen - wenn überhaupt - Krankheitserreger sammeln sich häufig hier an
  • tägliches Wechseln der Unterwäsche
  • Slips aus atmungsaktiver Baumwolle tragen und bei hohen Temperaturen waschen (Bedenke: Krankheitserreger werden erst ab einer Waschtemperatur von 60 Grad, Pilze sogar erst ab 70 Grad abgetötet; Ein spezielles Waschmittel, wie zum Beispiel Canesten Hygiene Wäschespüler, kann hier unterstützend wirken)
  • Auf String-Tangas verzichten!
  • enge Kleidung vermeiden
  • Auf die richtige Wischtechnik beim Toilettengang achten! (von vorne nach hinten)
  • hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeit im Intimbereich vermeiden/stark reduzieren! (z.B. durch Saunabesuche, Wannenbäder, häufige Schwimmbadbesuche)
  • Tragen von Slipeinlagen vermeiden (luftundurchlässige Klebefolie führt zu einem feucht-warmen Mileu)
  • Immunsystem stärken! vitaminreiche Ernährung, ausreichend Schlaf, ausreichend Bewegung an frischer Luft, gesunde Lebensweise, Stressvermeidung.
  • nasse Badesachen sofort wechseln!
  • Vaginalmilchsäurezäpfchen immer mal wieder (auch vorbeugend!) verwenden
  • Mir wurde von meiner Frauenärztin Deumavan Intimsalbe empfohlen (ohne Lavendel!) - sie schützt meine empfindliche Haut im Intimbereich vor Verletzungen und Reizungen. Durch kleine Risse in der Haut können sich Bakterien nämlich gut festsetzen. Diesem kann man durch die Salbe gut vorbeugen. Salbe immer vor und nach Reizung, Beanspruchung auftragen (Sex, Rasur,...)
  • Während der Periode: auf luftdichte oder kunststoffbeschichtete Slipeinlagen und Binden verzichten. Am besten atmungsaktive Binden und nach Möglichkeit Produkte mit natürlich gebleichtem Zellstoff verwenden
  • Tampons können die Scheiden-Schleimhaut verletzen und daher zu einer Pilzinfektion führen. Am besten also o.g. Tipp beherzigen oder sich einmal mit dem Thema "Menstruationstassen" auseinandersetzen.
  • Ein Bidet kann für die Intim-Hygiene sehr nützlich sein und die Scheide vor Bakterien und Pilzen und damit letztlich vor Scheidenpilz schützen

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen & wünsche dir gute Besserung!

Lg

HelpfulMasked

Such dir einen Arzt, der sich Zeit für dich nimmt und nicht alles mit dem Rezeptblock regelt.

Lass dich gründlich durchchecken - hinter solchen Beschwerden können alle möglichen anderen Dinge stecken, Allergien, Unverträglichkeiten, Vitaminmangel oder noch ernstere Ursachen.

Genauo gut ist es aber auch möglich, dass dein eigenes Immunsystem vor lauter Medikamenten einfach nichts mehr auf die Reihe kriegt...

Wenn es keine anderen Ursachen gibt, kann es u.U. hilfreich sein, die nächsten Beschwerden mal ganz ohne Pillen durchzustehen.

Gerade Antibiotika werden nicht nur viel zu schnell und zu oft verschrieben, sie können mehr Schaden anrichten, als man denkt.

Sie zerstören z.B. die Milchsäurebakterien, die die Scheide der Frau normalerweise vor Pilzerkrankungen schützen, und auch Mundsoor tritt oft im Zusammenhang mit Antibiotika auf...

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