Stacheldraht/ Elektrozaun als Einbruchsschutz erlaubt?

6 Antworten

Das ist bei uns sicher nicht erlaubt und auch nicht empfehlenswert. Wer will denn in Deutschland schon als so abweisend und so furchtsam eingestuft werden? Vor allem, wenn es wesentlich sinnvollere Einbrecherabwehr gibt (Alarmanlagen, Bewegungsmelder mit Licht...). Hält höchstens Kinderbanden ab und die haben wir in D glücklicherweise nicht.

Es gab mal eine Frau, die hat ihren Gartenzwerg in ihrem Vorgarten unter Strom gestellt (220 V), weil ein Nachbar Nachts immer von der Straße aus über den ihren Zaun draufgepinkelt hat. Die Frau wurde natürlich wegen Körperverletzung und Herstellung einer Lebensgefahr verurteilt.

Was ist "Herstellung einer Lebensgefahr", habe ich noch nie gehört?

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Dabei gibt es doch "Weidezaungeneratoren" oder auch "Miniweidezaungeneratoren" zu kaufen. Ist zumindest keine "Lebensgefahr", aber wenn der Nachbar draufpinkelt könnte es zumindest "unangenehm" werden ;-) .

Sie hätte ihm aber auch einfach mit der Kamera auflauern können, und das Video inkl. seinem Namen und Adresse in Tags und Beschriebung und Video bei YouTube hochladen können. Und wenn sie weiß wo er arbeitet, bekommt sein Chef einen Link oder eine Kopie. Daheim hat man dann ein Foto davon hinter der eigenen Autoscheibe, damit jeder Besucher und alle Nachbarn (denen man noch einen Ausdruck und einen Link zum Video einwirft) das sehen. Ist er selbstständig und arbeitet zuhause, sehen es so auch gleich seine Kunden.

Evtl. noch eine oder mehrere Webseiten mit seinem Namen, so finden auch googlende Personaler bei einer Bewerbung die Bilder bzw. das Video.

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klar, kannst du das auch in Deutschland auf deinem Grundstück machen. Nur musst du dir über die Konsequenzen bewusst sein, wenn etwas passiert. Im Gegensatz zu Paraquay (deren Gesetze weiß ich aber nicht genau) wirst du nämlich ziemlich hart bestraft, falls sich jemand daran verletzen oder sogar sterben sollte. Im übrigen gibt es sogar Strafen, falls sich daran Tiere verletzten sollten. Das ganze läuft nämlich auf eine Unverhältnismäßigkeit hinaus. Aber wenn du dein Ehebett z.B. mit 10kV und Stacheldraht absicherst, hat keiner was dagegen. Da freuen sich höchstens die E-Werke.

Ist nicht der Sinn von Stacheldraht, dass KEINER diesen ueberwinden kann? Dass sich derjenige als "Erinnerung" auch daran verletzt? Oder ist das vielleicht an Hoehenauflangen gekoppelt?

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@kaigue

Gegenfrage: Ist es sinnvoll, dass jeder sich zum Selbstschutz wie das Militär bewaffnet? Nein, solche Zustände gibt es glücklicherweise in Deutschland nicht und die will auch keiner! Wir sind nicht Amerika und auch nicht Paraquay. In Deutschland gibt es Gesetze und ausreichend Schutzmöglichkeiten. Und Nato-Draht ist halt unverhältnismäßig. Und wenn etwas passiert musst du für die Konsequenzen gerade stehen, auch wenn der andere vorher eine Straftat begangen hat, zu deren Abwehr du unverhältnismäßige Mittel eingesetzt hast.

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@kaigue

Es ist sicher der Sinn dass keiner diesen überwinden kann. Ich denke aber das es in Deutschland nicht möglich ist weil es ja immer Leute geben wird die diesen überwinden sollen und müssen! Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste... wer dadurch zu Schaden kommt wird Dich dafür zur Verantwortung ziehen.

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@benutzer27

Ich halte es fuer ein Totschlagargument zu behaupten: "aber wir sind nicht in Paraguay." Aber du hast vollkommen recht: Irgendwo gibt es eine Unverhaeltnismaessigkeit. Ich weiss nur nicht, ob die bei Natodraht schon erreicht ist. Denn der ist ja wohl passiv. Von "Bewaffnung" redet ja niemand.

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@kaigue

na zum Glück bist du in Paraquay ;)

ok, ich weiß dass man keine unmöglichen Beispiele hervorzaubern soll, aber warum liegt die Versicherungsgrenze für die KFZ-Haftpflicht in Deutschland so hoch? Weil du theoretisch einem Tanklaster die Vorfahrt nehmen könntest, dieser ausweichen muss, in eine Schule kracht und eine Katastrophe auslöst. Meine Frage: Wie oft ist das schon passiert? Antwort: Noch nie, aber es könnte ja passieren.

Was wenn nun ein Segelleichtflieger einen technischen Defekt hat, abstürzt bzw. Notlanden muss und zufällig auf deiner Mauer (und einem nahen Baum) zum liegen kommt. Beim Aussteigen aus der verunglückten Maschine verletzt sich der Pilot an deinem Natodraht so stark, dass er verblutet und stirbt. Jetzt bist du plötzlich wegen fahrlässiger Tötung angeklagt und musst vor Gericht dich verantworten. Dein Selbstschutz des Hauses war unverhältnismässig und du bist schuldig. So einfach ist das mit den Gesetzen in Deutschland!

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@kaigue

Ich glaube nicht dass der Natodraht das Problem sein wird sondern der Strom den Du da drauf geben möchtest. Den Draht kann ja jeder sehen und es weiß auch jeder darüber bescheid. Ich kenn auch noch Mauern welche mit Flaschenscherben auf der Mauer gespickt waren. Bei Strom ist das aber etwas völlig anderes.

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